Nach den grossen Schwankungen der Rezensionen (von wirklich schlecht bis brilliant ist ja so ziemlich alles dabei) war ich recht neugierig auf dieses Buch und wollte mir gerne eine eigene Meinung bilden.
Nachdem ich es nun gelesen habe, bin ich etwas zwiegespalten. Den Plot finde ich recht gut gestrickt: Eingewoben in eine Geschichte um Spionage und die Suche nach einem sagenumwobenen Pass, an dem sowohl die Russen als auch die Briten grosses Interesse zeigen, wird die Geschichte der selbstbewussten und intelligenten (und leider offenbar nicht wirklich hübschen, was ich für die Helden eines Buches irgendwie schade finde) Emma erzählt, die durch eine List gezwungen wird, den geheimnisvollen Damien zu heiraten. Im Verlauf der Geschichte stellt sich heraus, dass sowohl Emma als auch Damien (ob nun freiwillig oder unfreiwillig) Teil der Suche um den Jasminapass sind.
Insgesamt gibt diese Geschichte einiges her für spannende Lesestunden. Gestört hat mich jedoch, dass m.E. die Beziehungskonstellation zwischen Damien und Emma so wenig im Mittelpunkt stand. Zwar bin ich kein riesiger Fan von Liebesromanen, aber die beiden hätten mich doch mehr interessiert als seitenweise Berichte über Spione, Oberste, Militärs usw. Zudem fand ich Emma an vielen Stellen für ein angeblich doch so pfiffiges und helles Köpfchen, wie sie dargestellt wird, etwas minderbemittelt und albern, weshalb ich ihr Verhalten oftmals nicht wirklich nachvollziehen konnte.
Zum Ende des Buches hat es mir jedoch gut gefallen, wie die Autorin es schafft, alle Handlungsstränge miteinander zu verbinden, so dass jeder Akteur seine Rolle in dem Verwirrspiel zwischen den britischen und den russichen Spionagenetzen zugeteilt bekommt.
Mein FAZIT: Insgesamt lesenswert, wenn auch oftmals langatmig und zu wenig fokussiert!