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Shalimar der Narr
 
 
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Shalimar der Narr [Taschenbuch]

Salman Rushdie , Bernhard Robben
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 544 Seiten
  • Verlag: rororo (1. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499239310
  • ISBN-13: 978-3499239311
  • Originaltitel: Shalimar the Clown
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 324.340 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Salman Rushdie
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

India will nicht India heißen. “India klang für sie immer noch falsch, exotisch, kolonial”, heißt es über eine der jungen Hauptfiguren in Salman Rushdies Roman Shalimar der Narr: „ein Name, der die Aneignung einer Realität andeutete, die ihr nicht gehören konnte; und sie beharrte darauf, dass er sowieso nicht zu ihr passte, dass sie sich nicht wie Indien fühlte, obwohl ihre Haut von satter, tiefdunkler Farbe war, das lange Haar schimmernd und schwarz.“ India weiß gar nicht, wie sehr sie mit ihrer Abneigung intuitiv der Wahrheit nahe kommt. Denn in Wirklichkeit heißt sie gar nicht India. In Wirklichkeit heißt sie Kashmira.

Gezeugt wurde Kashmira von der Tänzerin Boonyi und dem Ausnahme-Diplomaten Max Ophuls. Ophuls hat Boonyi dem Narren Shalimar ausgespannt. Shalimar lässt sich derweil aus Gram zum islamistischen Terroristen ausbilden und heuert als Chauffeur bei Ophuls an, der seinerseits lange für den US-amerikanischen Antiterrorkampf tätig war. Eines Tages schneidet er Ophuls die Kehle durch. India beginnt, nach den Hintergründen der Tat zu fahnden. Langsam kommt sie ihrer eigenen Geschichte auf die Spur: und der Leser erfährt, dass India eigentlich eine Allegorie ist für das geteilte und einstmals paradiesische Land Kashmir am Fuße des Himalaya, das zwischen Pakistan und Indien zerrissen ist.

Warum gibt es Hass auf der Welt? Das ist die Frage, die Rushdie in den Hunderten kleiner Geschichten, Anspielungen und Verweise von Shalimar der Narr in immer neuen Varianten stellt. Es ist vor allem der Hass der Kulturen, dessen erstes prominentes Opfer er in gewisser Weise geworden ist und dessen Konsequenzen die Welt am 11. September 2001 zu spüren bekam. Rushdie will erklären und mystisch verklären zugleich, in einer ungemein phantasievollen, paradiesisch bunten Sprache. Manchmal will er auch zuviel. Aber im Grunde wird sich niemand während der Lektüre dieses faszinierenden Panoptikums langweilen. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Ein Psychogramm des globalisierten Bewusstseins ? suggestiv und opulent erzählt. (Der Tagesspiegel )

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
eine bilderflut in worten 22. Februar 2006
Von IG
Format:Gebundene Ausgabe
Ich hatte vorher noch nie Rushdie gelesen, aber *Shalimar der Narr* hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen. Ein Wortwitz, eine Sprachauswahl ist in diesen Buchdeckeln gepackt, die einem beim Lesen die Bilder nur so um den Kopf hauen. Mit jeder neuen Zeile explodierte im Kopf ein neues Bild. Ich habe mich keine Seite lang gelangweilt, ganz im Gegenteil, bekommt man doch hier ein satte Portion Einblick in für uns fremde Kulturen. Und es ist vielleicht das richtige Buch zur richtigen Zeit, gerade wo der Streit um Karikaturen voll entbrannt ist. Es sollte sich niemand von dem über 500 Seiten starken Buch abhalten lassen, es zu lesen. Soviel Kurzweil gibt es selten, und selten habe ich drauf gebrannt, zu erfahren, wie es weitergeht.Hervorheben möchte ich an dieser Stelle noch die einfühlsame und akzentuierte Darstellung der Beziehung von bonny kaul und shalimar den narren (erinnert das nicht irgendwie an romeo und julia?) Und es trat nicht immer das ein, was man als Leser manchmal vermutete.
Aber eines ist sicher, die anderen Werke Rushdies werde ich mir beizeiten auch durchlesen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Mit "Shalimar der Narr" hat Salman Rushdie wieder bewiesen, dass er zu den ganz Großen der aktuellen Weltliteratur gehört. Wie kaum ein anderer versteht er es, als ausgezeichneter Kenner beider Welten eine literarische Brücke zwischen Orient und Okzident zu bauen.

Die Geschichte spielt in der Region Kaschmir in der Zeit nach dem Rückzug der Briten, im Europa des 2. Weltkrieges und im Kalifornien des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Am Beispiel einer kleinen Gruppe von Personen behandelt es eine der zentralen Tragödien des menschlichen Daseins: die Vernichtung von menschlichem und toleranten Miteinander durch religiösen und politischen Fanatismus.

Toll geschrieben und geprägt durch eine faszinierende Weisheit. Ich wünsche dem Buch viele Leser!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von deathdealer92618 TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der ehemalige US-Botschafter in Indien, Max Ophuls, wird vor den Augen seiner Tochter ermordet. Von seinem muslimischen Chauffeur. Dieser Mord war das Resultat einer Affäre, die bereits viele Jahre zuvor stattfand. Salman Rushdie schlägt den Bogen bis zurück ins Jahre 1910 als Max Ophuls geboren wird und bettet diese zuerst rein private Rachegeschichte in die geschichtlichen Wirren um Kaschmir.
Wie man sieht, gehöre ich mit dieser 3-Sterne-Rezension zu einer Minderheit, aber dieses Buch hat mich einfach nicht überzeugt. Es ist mir unterm Strich zu oberflächlich. Natürlich ist es über weite Strecken ein typischer Rushdie, in einer überbordender Sprache erzählt, sehr bunt und bilderreich, in orientalischem Flair. Das aber diesmal nicht ganz so stark wie in früheren Werken, was über weite Strecken sehr gut ist. Leider wirkt es aber (somit) an zu vielen Stellen recht trocken, gar langatmig, so als hätte Salman Rushdie gemerkt, dass es diesmal mit seinem Mix aus privater Geschichte und politischer Historie nicht ganz so flüssig funktioniert und er den Holzhammer rausholen muss, um diverse politische Begebenheiten dem Buch und dem Leser einzuprügeln. Dabei bleiben oftmals die Figuren auf der Strecke, die meiner Meinung nach bei weitem nicht soviel Tiefe besitzen, wie andere Charaktere aus Rushdies Werken. Außerdem erscheint dann vieles zu gewollt und der Auslöser, die Affäre zwischen Max und der Mutter seiner Tochter, muss für sehr vieles herhalten, was gar nicht dem Vorankommen der Geschichte dient, sondern vielmehr nur die Thematik etwas ausbreiten will/soll. Sehr gut wiederrum gefiel mir, dass der Autor nicht versucht hat Antworten zu finden, sondern vieles nur andeutet, um den Leser Freiraum zu lassen.

Sollte man noch nichts von Salman Rushdie gelesen haben, kann man natürlich zugreifen, es ist ja immer noch ein gutes Buch über Respekt und Toleranz, sei es im Privaten oder in religiösen und/oder politischen Fragen. Aber man macht auch nicht unbedingt einen Fehler, wenn man sich (erstmal) nach einem anderen, früheren Buch umschaut. "Shalimar der Narr" war mein 4. Rushdie und wie ich finde bei weitem nicht der beste, allerdings auch nicht der schlechteste.
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