Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
52 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
8 von 10 Shakespes, Shakspes, Shaksperes, Shakesperes, Shakspeares, Shaxperes, Shagspeeres bzw. Shaggespeares, 12. März 2009
[Diese Rezension bezieht sich auf die Originalversion des Buchs.]
"We are not sure how best to spell his name - but then neither, it appears, was he, for the name is never spelled the same way twice in the signatures that survive. (They read as 'Willm Shaksp', 'William Shakespe', 'Wm Shakspe', 'William Shakspere', 'Willm Shakspere' and 'William Shakspeare'. Curiously, one spelling he didn't use was the one now universally attached to his name.) Nor can we be entirely confident how he pronounced his name. Helge Kökeritz, author of the definitive Shakespeare's Pronunciation, thought it possible that Shakespeare said it with a short a, as in 'shack'. It may have been spoken one way in Stratford and another in London, or he may have been as variable with the pronunciation as he was with the spelling.
We don't know if he ever left England. We don't know who his principal companions were or how he amused himself. His sexuality is an irreconcilable mystery. On only a handful of days in his life can we say with absolute certainty where he was. We have no record at all of his whereabouts for the eight critical years when he left his wife and three young children in Stratford and became, with almost impossible swiftness, a successful playwright in London. By the time he is first mentioned in print as a playwright, in 1592, his life was already more than half over.
For the rest, he is a kind of literary equivalent of an electron - forever there and not there."
Die Bandbreite von Brysons literarischem Austoß ist bemerkenswert, genauso auch dessen Qualität. Es gibt von ihm Bücher, die sich fast von selbst lesen: Man legt sich mittags aufs Sofa und fängt an; plötzlich ist es draußen dunkel und man hat das Buch durch und immer noch ein Grinsen im Gesicht, fühlt sich dabei unterhalten und informiert (z.B. Down Under). Andere sind weniger gut und eines ist bei mir schwer mitgenommen, nicht weil ich es so oft gelesen habe, sondern weil ich es beim Lesen so oft wütend in die Ecke gepfeffert habe: seine Jugendsünde Neither Here nor There.
Das Shakespeare-Buch ist eins seiner besten. Ein Sachbuch, eine literarische Biographie, ein Überblick über mehrere Jahrhunderte Shakespeare-Forschung, lebendig und klug geschrieben.
Nun ist Will Shakespeares Leben ein Thema, das man auf 20 Seiten erschöpfend abhandeln könnte, wenn man sich auf die bloßen Fakten beschränkte, die über sein Leben bekannt sind. Bryson bietet Hintergrundinformationen, einmal über das kulturelle Leben und die politische Situation im 16./17. Jahrhundert, zum anderen umreißt er immer wieder Aspekte der geschichtlichen Entwicklung der Shakespeare-Forschung: wann wer was herausgefunden hat und wie sich jedes Puzzleteilchen einfügt in ein wenn auch äußerst unvollständiges Gesamtbild.
Am Schluß wird es übrigens richtig lustig. Kapitel neun enthält die "Claimants". Es behandelt die diversen Verschwörungstheorien und deren Vertreter, von den total Irren (im Wortsinne: Delia Bacon, die erste Verschwörungstheoretikerin, endete in einer Nervenheilanstalt im Glauben, sie sei der Heilige Geist) bis zu den Akademikern, die es eigentlich besser wissen müßten. Bryson zerpflückt die Argumente der Anti-Statfordianer mit Gusto und Witz, wobei er sich da natürlich auf Generationen von Shakespeare-Forschern stützen kann.
Als kurze und kurzweilige Einführung in das Phänomen Shakespeare kann ich das 200-Seiten-Büchlein sehr empfehlen, sowohl für Leute, die noch nicht viel über Shakespeare wissen und nur mal kurz in diese Problematik hineinschnuppern möchten als auch für Fans des swan of Avon. Einziger Wermutstropfen: Es gibt keine Abbildungen. So bleibt einem nichts anderes übrig, als nebenher den Computer laufen zu lassen und nach dem Chandos-Portrait und anderen visuellen Quellen zu gugeln.
Das Cover des Buchs ist übrigens bescheiden, doch das sagt nichts über den Inhalt aus. Man sollte sich also nicht von der drittklassigen Zeichnung des stoppelbärtigen, triefäugigen Will abschrecken lassen. [Die deutsche Ausgabe hat ein anderes Cover.]
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der ganze Shakespeare auf 200 Seiten!, 16. November 2008
Bill Bryson, der Amerikaner mit britischer Wahlheimat, ist ein Spezialist für intelligent und witzig geschriebene Entdeckungen für Land und Leute sowie für Reisebeschreibungen, die den geneigten Leser nach Irland, Amerika, Australien und Großbritannien entführen und dabei derart fesseln, dass er am liebsten gleich seinen Koffer packen und hinterher reisen würde. Dass ihm die Vorstellung interessanter Gegenden dieser Erde aber noch nicht genügt, hat er mit so manchem Buch zwischen seinen Reisen bewiesen, am spektakulärsten war dabei wohl "Eine kurze Geschichte von fast allem", ein Kompendium zu den verschiedensten Wissensgebieten der Menschheit. Mit seinem neuesten Buch "Shakespeare wie ich ihn sehe" (Goldmann Verlag) hat sich Bill Bryson nun in die Vergangenheit aufgemacht und besucht für uns den großen Stratforder Barden und begleitet diesen durch sein ganzes Leben. Bryson streift in der mit 200 Seiten erfrischend kurz gehaltenen Abhandlung viele Lebensstationen und Stücke und all die immer wiederkehrenden Theorien, dass Shakespeare nicht Shakespeare war. Wer also einen profunden und dabei nicht all zu langen Blick auf die Forschung zu Leben und Werk von William Shakespeare möchte, der darf getrost zu diesem Büchlein greifen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unterhaltsame Shakespeare-Biographie, 21. September 2009
Dieses humorvolle, schmale Buch ist die unterhaltsamste Shakespeare-Biographie, die ich kenne. Bill Bryson versucht nicht zu vertuschen, wie wenig gesicherte Daten uns aus Shakespeares Leben überliefert sind, er macht genau dies augenzwinkernden zum Ausgangspunkt seiner Annäherung an den Dichter. Paradoxerweise erhält man über die Beschreibung dessen, was man alles NICHT über Shakespeare weiß, dennoch ein Bild seine Zeit und seines Umfeldes. Dies wird angereichert mit den wenigen Fakten die man ungefähr weiß und den sehr wenigen, die man genau weiß. Mehr versucht Bryson nicht zu leisten. Eine fundierte Werkanalyse wird man in seinem Buch nicht finden. Aber als leicht geschriebene Abhandlung über Shakespeares-Leben, die nicht vorgibt mehr zu wissen als möglich, ist dieses Buch sehr zu empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|