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Shakespeare die Biographie
  
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Shakespeare die Biographie [Unbekannter Einband]


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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: München : Knaus 2006 (1. Januar 2006)
  • ASIN: B002CE4YO0
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Peter Ackroyd
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zweifelhaft 21. September 2009
Von mimek TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Wenn eine Shakespeare-Biographie so umfangreich geraten ist, wie die von Peter Ackroyd, ist Skepsis angebracht. Zu wenig gesicherte Daten sind und aus Shakespeares Leben überliefert. So geht Ackroyd den Weg Persönliches und Biographisches aus den Werken des Dichters abzuleiten. Dieser Ansatz, obwohl im Grunde schon zweifelhaft, wirkt zunächst interessant, ermüdet aber nach einer Weile. Es gibt einfach zu wenig Anhaltspunkte aus Shakespeares Leben, mit dem man Vorgänge, Gedanken oder auch geäußerte Gefühle aus den Dramen verküpfen könnte, wie Ackroyd dies versucht, als das es sinnvoll wäre. Am Ende bleibt es doch bei: "Könnte es nicht sein, daß ...?" Am gelungensten scheinen daher die Passagen in Ackroyds Buch, welche die Zeit und das gesellschaftliche Umfeld beschreiben. Was Shakespeares Leben angeht bleibt - wie könnte es anders sein - das meiste Spekulation. Ehrlicher erscheint mir da die humorvolle - und wesentlich schmalerer - Shakespeare-Biographie von Bill Bryson zu sein, der von vornherein zugibt, daß wir über den berühmtesten Dichter unserer Kultur so gut wie nichts wissen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Mann vom Lande 18. Juli 2011
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch lebt von der Begeisterung für sein Thema. Wobei dieses Thema nicht ausschließlich die Biographie des Dramatikers ist. Über dessen Leben hat sich nämlich angesichts seiner Bedeutung eher wenig nachweisbares erhalten. Statt dessen geht es hier um das elisabethanische England in all seinen Details. Da kennt sich Ackroyd, der durch seine Stadtgeschichte Londons bekannt ist, exzellent aus. Und dann geht es natürlich auch um die Kunst Shakespeares, um seine Stücke und Sonette. Und hier hat Ackroyd, der sich auch schon mal mit den "Origins of the English Imagination" beschäftigt hat, eben auch viel zu sagen.

Über das Werk und seine Umwelt dem großen Dichter nach zu spüren, ist sicher ein sinnvoller Ansatz. Denn diese Biographie ist dadurch ein spannendes, kluges und hervorragend lesbares Buch geworden. Man merkt regelmäßig, dass es Ackroyd hier gleich auf zwei Zielgruppen abgesehen hat. Für den Normalleser gliedert er die ca. 600 Seiten in übersichtlich kleine Kapitel, schreibt viel von Zoten und Obzönen in den Stücken (man möchte dabei fast an den Humor von 2 1/2 Men denken). Und wenn etwas im Leben des Dramatikers dann reine Spekulation ist, dann entscheidet sich Ackroyd mit leichtem Augenzwinkern einfach für die Version, die seinen Protagonisten als nochmal besonders genial erscheinen lässt. So darf dann das Buch den Dichter hemmungslos feiern, was die Leser lieben.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch ein wenig Stoff für den Kenner. Die Vorläufigkeit des Werkes von Shakespeare im Rahmen des zeitgenössischen Theaters habe ich noch nirgendwo so gut beschrieben gefunden. Shakespeare ging es um die Wirkung auf die Zuschauer vor der Bühne. War die durch eine Änderung mal schnell zu steigern, so machte man diese mal schnell, zum Beispiel angesichts eines Schauspielerwechsels. Eine definitive, gedruckte Textfassung eines Stückes, das erscheint eher als eine Konstruktion aus späterer Zeit.

Der zweite Komplex, der hier in den Vordergrund gestellt wird, ist der schon mehrfach diskutierte Einfluss des katholischen Hintergrund des Dichters auf sein Werk. Ackroyd hält hier den Katholizismus von Shakespeares Vater für praktisch nachweisbar, während er dem Sohn eine eher abgeklärte Haltung zu den Themen Religion und Politik in den Mund legt. Es ist die Interpretation der Dinge, die einfach guter Menschenkenntnis und dem gesunden Menschenverstand am besten zu entsprechen scheint.

Das Buch mag nicht die Genialität von Shakespeare selbst haben, aber es holt aus dem Thema, was man überhaupt so machen kann. Und noch dazu macht es Lust auf einen Besuch im Theater.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Harmbold
Format:Taschenbuch
Getreu Ackroyd's eigenem Leitwort, dass jedes Genie zu 99% gewöhnlich und 1% außergewöhnlich ist, wird Shakespeare in dieser Biographie als das porträtiert was er zu allererst war: ein Sohn seiner Zeit. Ackroyd schildert das damalige Leben in Stratford und London plastisch, lebendig und farbenfroh. Und aus diesem Hintergrund wächst sein Shakespeare ganz organisch hervor.

Ackroyd's Shakespeare ist ein Bürger aus der Provinz, ein Geschäfts- und Lebemann, ein Schauspieler, Regisseur und ein routinierter und erfolgreicher Autor. Der Leser kommt Shakespeare dabei so nah wie selten in einem Buch zuvor, was nicht zuletzt an Ackroyd's außerordentlich fundierten Einbeziehung verschiedenster Quellen liegt. Dass nämlich wenig Quellen existieren ist mittlerweile ein überholter Mythos: Shakespeare's Leben gehört zu den bestdokumentierten Bürgerleben des 16. und 17. Jahrhunderts und Ackroyd versteht es diesen Reichtum schriftstellerisch zu nutzen. Das Buch ist äußerst gut lesbar, kurzweilig und unterhaltsam, sehr englisch eben.

Dass dabei für meinen Geschmack allerdings ein wenig an Tiefe und Auseinandersetzung mit dem Werk auf der Strecke bleibt - deshalb ein Stern Abzug - liegt wahrscheinlich mehr an meinen deutschen Erwartungen als an Ackroyd: es ist kein Zufall, dass Shakespeare in Deutschland immer zuerst mit Hamlet assoziiert wird, in seinem Heimatland dagegen mit Falstaff, dem lebenslustigen und scharfzüngigen Narren.

Der Rest, nach der Lektüre, war bei mir nicht Schweigen, sondern der Bestellklick bei einem weiteren Ackroyd-Buch, einer Dickens-Biographie. Ich bin gespannt.
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