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Shakespeare:Invention of the Human
 
 
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Shakespeare:Invention of the Human [Englisch] [Taschenbuch]

Harold Bloom
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 768 Seiten
  • Verlag: Riverhead Trade; Auflage: Riverhead Trade. (1. September 1999)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 157322751X
  • ISBN-13: 978-1573227513
  • Größe und/oder Gewicht: 15,6 x 5,1 x 23,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (55 Kundenrezensionen)
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Harold Bloom
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dieser Titel ist in englischer Sprache.
"Persönlichkeit in unserem Sinne ist eine Erfindung Shakespeares. Hierin liegt nicht nur seine größte Originalität, sondern auch der eigentliche Grund für seine fortwährende Überzeugungskraft." Das zumindest meint Harold Bloom in seinem unerhört ehrgeizigen Buch Shakespeare: The Invention of the Human. Dies ist zwar ein gigantischer Anspruch, aber schließlich handelt es sich ja auch um ein gigantisches Buch, das von einem modernen "kritischen Koloß" hervorgebracht wurde. Und bevor Bloom uns aus der Lektüre entläßt, gibt er uns zu denken, ob seine Vision von Shakespeares Einfluß auf unser gesamtes Leben nicht einfach die reine Wahrheit ist.

Shakespeare ist ein mit bezaubernder Unbefangenheit und rührender Direktheit geschriebener Quell der Erklärungen und Einblicke. Bloom nimmt die Stücke des großen Poeten in deren angenommener Entstehungsreihenfolge durch, wobei er Stück für Stück und Charakter für Charakter miteinander in Beziehung setzt, während er es geschickt beherrscht, die ganze Zeit über shakespeareeigene blühende Empfindsamkeit aufrechtzuerhalten.

Dies ist ein langer und faszinierender Reisebericht, und zudem einer, der gespickt ist mit Tausenden von präzisen Einblicken. Man höre, was Bloom über Romeo und Julia zu sagen hat: "Die Amme und Mercutio, beides Publikumslieblinge, bringen nichtsdestotrotz schlechte Nachrichten, zwar in unterschiedlicher, aber komplementärer Weise." Über den Kaufmann von Venedig:"Um ihn auf zeitgenössische Theaterbegriffe zu reduzieren, wäre Shylock ein Protagonist im Sinne Arthur Millers, den es in ein Cole-Porter-Musical verschlagen hat, Willy Loman, der sich in Kiss me Kate herumtreibt." Über Wie es Euch gefällt: "Rosalind ist einzigartig bei Shakespeare, vielleicht sogar einzigartig im Drama der westlichen Welt überhaupt, weil es so schwierig ist, einen Blickwinkel auf sie zu finden, den sie nicht selbst schon vorwegnimmt und teilt." Bloom bietet sogar etwas verspätete Berufsberatung für Falstaff, indem er ihn als elisabethanischen Mr. Chips identifiziert: "Falstaff ist überskeptisch, aber er ist zu sehr Lehrer (was eher seine wahre Berufung ist als Wegelagerer), um den Glaubenszweifel bis zu seinen nihilistischen Grenzen zu verfolgen wie Hamlet es tut."

Letztendlich ist es gleichgültig, ob wir mit allen oder auch nur einer einzigen dieser Ideen übereinstimmen. Worauf es ankommt ist, daß Blooms voluminöses Buch uns mit großen Schritten zu einigen der zentralen Texte unserer Zivilisation zurückeilen läßt. "Der eigentliche Nutzen Shakespeares ist", wie der Autor behauptet, "nur zu gut zu wissen, welche Wahrheiten man aushalten kann, ohne daran zugrunde zu gehen." Bloom selbst hat sich die Anweisung seines Helden in vorbildlicher Weise zu Nutze gemacht und lehrt uns alle, ihm darin nachzueifern. --Daniel Hintzsche -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Amazon.co.uk

Ben Jonson claimed of his great rival Shakespeare that his art was not of an age but for all time. While this timeless approach to Shakespeare has become deeply unfashionable in recent years, riding over the horizon to rescue the Bard from the fiendish clutches of political correctness comes Harold Bloom, fresh from defending and defining The Western Canon back in 1994.

Shakespeare: The Invention of the Human is not simply a passionate defence of Shakespeare from what Bloom sees as the horrors of the "School of Resentment"--namely feminist, materialist and historicist accounts of the Bard. Bloom argues that Shakespeare, "by inventing what has become the most accepted mode for representing character and personality in language, thereby invented the human as we know it". So forget Marlowe or Jonson (dismissed on the first page), or even Michelangelo (although his Sistine Chapel adorns the book's dustjacket). Returning to the character analysis of his beloved Dr Johnson and A C Bradley, Bloom offers a play-by-play account of how Shakespeare defines the category of the human as we understand it, which is personified for Bloom by the characters of Hamlet and Falstaff (Bloom's self-confessed role model).

The result is at turns fascinating, controversial, provocative and downright bizarre. There are some wonderfully aphoristic insights: Rosalind (alongside Cleopatra one of the few female characters given much space in Bloom's argument) is "Jane Austen to Falstaff's Samuel Johnson", whilst Leontes in A Winter's Tale is "an Othello who is his own Iago". But the sheer scale of Bloom's central claim, reiterated again and again, leaves the book feeling repetitious and in thrall to its own verbal fireworks, which are often substituted for any sustained analysis of the originality of Shakespeare's language. This is a pity as so much space is given up throughout the book to wonderful passages from the plays.

Bloom's book should be welcomed for injecting debate and controversy into some of the prevailing orthodoxies of current Shakespeare criticism. But would a book whose author gleefully endorsed a colleague's horrified response that it would put Shakespeare studies back a hundred years have been welcomed by the visionary and forward-looking Bard? --Jerry Brotton -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Harold Bloom gilt als einer der Hauptvertreter der konservativen Literaturkritik. Das bedeutet mitunter nicht, dass er ein Fan von Angela Merkel oder George W. Bush ist. Vielmehr wird diese Ausrichtung deutlich, wenn Bloom in all seinen Essays darauf aus ist, den Autor oder vielmehr die "Intention des Autors" sichtbar zu machen und zu verdeutlichen. Damit verbunden ist ein emotional geführter Privatkrieg gegen die (post)-moderne Literaturkritik der vergangenen 80 Jahre, die die Relevanz des Autors für die Interpretation eines Werkes verneint und sich unter anderem auf die Rolle der Sprache oder den kulturell-sozialen Kontext konzentrierte. Bloom sagt dazu: "There are two contradictory ways to account for Shakespeare's eminence. If, for you, literature is primarily language, then the primacy of language is only a cultural phenomenon, produced by socio-political urgencies. In this view, Shakespeare did not write Shakespeare - his plays were written by the social, political, and economic energies of his age. But so was everything else, then and now, because certain more or less recent Parisian speculators have convinced many (if not most) academic critics that there are no authors anyway" (16). An dieser Stelle wendet sich Bloom direkt gegen die Poststruktularisten Barthes, Derrida und Lacan, die "Parisian speculators", die den "Tod des Autors" verkündeten und für die ein Text einzig und allein aus sich widersprechenden linguistischen Zeichen besteht. Zum Zweiten verneint Bloom hier den "New Historicism" eines Stephen Greenblatt, für den Texte nur ein Bestandteil eines verwobenen kulturell-sozial-politischen Netzwerks darstellen.

Beharrlich und teils arrogant beharrt Bloom auf seinem im 19. Jahrhundert verwurzelten Ansatz zur Literaturkritik. Jeden Ansatz, der nicht auf die Person des Autors konzentriert ist (was in den vergangenen 80 Jahren definitiv nicht der Fall gewesen ist), zieht er durch den Kakao. Das ist sein gutes Recht, doch kann man sich mitunter des Eindrucks nicht erwehren, dass Bloom gar nicht weiß, wen oder was er eigentlich so leidenschaftlich kritisiert. Auch die neue Literaturkritik ist auf der Suche nach Meinungen und Interpretationen, nur wendet sie sich dagegen, sich diese von einer übermächtigen Autorfigur aufzwingen zu lassen, der vor knapp 400 Jahren gestorben ist und dessen Persönlichkeit uns für immer und ewig verschlossen bleiben wird. Was wir haben sind seine Texte, die bis zum heutigen Tage das Beste darstellen, was jemals geschrieben worden ist. Indirekt gesteht das auch Bloom zu, wenn er sagt: "We can keep finding the meanings of Shakespeare, but never the meaning" (730). Bloom täte als gut daran, seinen Kleinkrieg gegen den Rest de Welt aufzugeben und das zu tun, was er wirklich gut kann: Mit gerade nachfühlbarer Begeisterung die Texte seines Idols für uns zum Sprechen zu bringen.

In 35 Essays behandelt Bloom alle Dramen Shakespeares, die ihm zweifellos zugeordnet werden können. Ein Grundmuster aller Beiträge ist, dass er sich auf ein oder zwei Charaktere konzentriert und deren Einmaligkeit anhand von zahlreichen Textbeispielen zu belegen versucht. Dies gelingt am besten bei den großen Tragödien. Vor allem Blooms Analyse des Iago, dem wohl abgründigsten, bösesten und gleichzeitig faszinierendsten Charakter Shakespeares, der im "Othello" sein Unwesen treibt, weiß zu begeistern. Dasselbe gilt für MacBeth und, natürlich, Hamlet. Besondern angetan ist Bloom von Falstaff aus "Henry IV" und "The Merry Wives of Windsor". In nahezu allen Beiträgen des Bandes wird Falstaff (neben Hamlet) erwähnt. Bloom geht sogar so weit zu behaupten, dass er selbst eine Art Falstaff sei, also Shakespeare ihn, Bloom, gleichsam geschaffen habe. Die Beiträge über die Komödien haben meiner Ansicht nach nicht die Leidenschaft und das Feuer der Beiträge über die Tragödien. Dies liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich persönlich Shakespeaers Komödien nicht sonderlich viel abgewinnen kann und kann daher keine pauschale Kritik an Blooms Essays sein.

Shakespeares "Invention of the Human" besteht darin, sich wandelnde und entwickelnde Charaktere erschaffen zu haben. Vor Shakespeare waren Figuren zu Beginn eines Dramas genauso dumm oder schlau, gut oder böse, wie an dessen Ende. Seine Einmaligkeit besteht darin, seine Charaktere verinnerlicht zu haben, ihr psychologisches Profil auf Papier gebannt zu haben. Hierin kann man durchaus etwas universell Menschliches entdecken. Bloom hat also Recht, wenn er sagt: "If the world indeed can have a universal and unifying culture, to any degree worthy of notice, such a culture cannot emanate from religion. Judaism, Christianity and Islam have a common route, but are more diverse than similar, and the other great religious traditions [...] are very remote from the children of Abraham" (717). Shakespeare also als eine "secular bible", das wäre in der Tat ein großer Fortschritt. Es ist schwer vorzustellen, dass sich sexuell verklemmte Minderjährige für die Tugend einer Ophelia, den Ehrgeiz eines MacBeth oder den Neid eines Iago in die Luft sprengen würden. Na ja, wahrscheinlich werden sich die drei großen monotheistische Weltreligionen eh nicht von ihren Erlösern trennen. Wie dem auch sei, Bloom wird wahrscheinlich bis ans Ende seiner Tage seinem Messias aus Stratford huldigen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Nach seinem Tode solle man sich von all seinen Studien insbesondere an dieses Buch erinnern, erklärte der große Harold Bloom, der mit SHAKESPEARE. THE INVENTION OF THE HUMAN den bereits so an die tausend Mal gemachten Versuch wiederholt, eine Monographie über das gesamte Dramenwerk des elisabethanischen Dichters vorzulegen. Letzteren hatte Bloom in seinem vieldiskutierten (und zu empfehlenden) THE WESTERN CANON ja bekanntlich zum Zentrum der westlichen Literatur erklärt. Welche zwei Bücher er mit auf die einsame Insel mitnehmen würde? Bloom antwortete auf diese Frage spontan: "Shakespeares komplette Dramen und die Bibel, und zwar in dieser Reihenfolge!" In seiner neuen Studie nun will er den Leser davon überzeugen, daß es der Elisabethaner war, der die Charakterentwicklung als Novum in die Literatur einführte. "Literary character before Shakespeare is relatively unchanging; women and men are represented as aging and dying, but not as changing because their relationship to themselves, rather than to the gods or God, has changed. In Shakespeare, characters develop rather than unfold, and they develop because they reconceive themselves." (xvii) Mit diesen großen Statement setzt die Studie ein, mit der sich der streitbare Bloom ostentativ von den neuen Interpretationsversuchen des New Historicism, der Dekonstruktion und der Cultural Studies abgrenzt, die ein ums andere Mal von Bloom ins Visier genommen werden. Doch was bietet Bloom? Diese Frage läßt sich recht leicht beantworten: Vor allem eine sehr gut lesbare, auch für den Nichtexperten leicht verständliche 'Old School'-Einführung in Sachen Shakespeare, die mit viel Wissenswertem, allerdings nicht gerade mit großartigen Neuentdeckungen aufwarten kann. So erfährt der Leser, daß der bekanntlich Thomas Kyd zugeschriebene UR-HAMLET aus Shakespeares Feder stammt, daß THE MERCHANT OF VENICE eben doch antisemitisch ist, daß der Meister den als Marlowe-Parodie gedeuteten TITUS ANDRONICUS besser hätter nicht schreiben sollen und daß Blooms Lieblingscharater Shakespeares nicht Hamlet, nicht King Lear, sondern der dicke Falstaff ist. Alles sehr hübsch, interessant und für die Examensvorbereitung ausgesprochen brauchbar, aber eben nicht gerade weltbewegend. Den literaturwissenschaftlich relevanten Bloom suche man somit nach wie vor am besten in dessen theoretischen Schriften, allen voran in THE ANXIETY OF INFLUENCE. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Maybe I shouldn't have read this book in a week. Maybe I should have savored it over the course of a month, coming to each essay spaced out with a day in between. Maybe then I wouldn't feel the great weight of Falstaff and Hamlet bearing down on me. I wouldn't be annoyed every time I read that Hamlet was the poet genius or that Falstaff was the quintessential human for the millionth time.

Harold Bloom chooses to focus on the nihilist aspects of many of these characters and that is good. He is alsoa fan of his subject which is always better than an academic trying to make a name for himself. He has his opinions and at times they affect the essays in ways unexpected (the five page treatment of Merry Wives of Windsor which cmoes down to "Shakespeare ruined Falstaff") Some of his insights are amaznig and others are so-so.

Here's where teh book wears on you - psychoanalysis of Shakespeare including the bogus competition with Marlowe (even Bloom points out that had Shakespeare died at 29 he'd only have Richard III and a few comedies to clue anyone into the fact that he was a good playwright) and later Johnson. There's also Bloom's swipes at productions that don't do Shakespeare the way that he sees it. Directors and actors who have different interpretatino of Shakespeare bother Bloom and since he got many of his interpretations from productions of his youth, he's a Shakespeare Early Days snob. The last chapter also reveals that Harold Bloom reads Shakespeare like a good English major not understanding that Shakespeare is Theatre, not English and even though he uses the audiences of centuries to prove that shakespeare is still popular that doesn't stop him from the English professor snobbery ni thinknig that Shakespeare should eb read instead of acted.

Good book. Some nice essays, the overall theme is bogus, but it's still a good book.

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