Auf General Dallaire und sein Buch: "Shake hands with the Devil", welches die Vorlage zu diesem Film lieferte, wurde ich im Jahr 2002 durch die auf Phoenix ausgestrahlte Dokumentation: "Zur Schuld verdammt", aufmerksam.
Worauf hin ich das Buch im original Wortlaut laß.
Beim Anschauen dieses Films darf man nie vergessen, dass es sich hier eben NICHT um eine fiktive Story mit rechtschaffenden Soldaten der Marke "Hollywood-Hero" ala "Tränen der Sonne" handelt, sondern um eine verfilmte Dokumentation, die vom Leiden der Menschen in Ruanda und vom Leiden der UN-Mitarbeiter, die von der UN im Stich gelassen wurden und so dazu verdammt waren, dem Völkermord tatenlos zusehen zu müssen, berichtet.
Der Film zeigt auch, wie General Dallaire als gebrochener Mann in seiner Heimat Kanada noch Jahre später unter den Ereignissen leidet.
Dieser Film ist eine gelungene Umsetzung des Buches und der Dokumentation, sie versorgt den Zuschauer mit ausreichenden Informationen über die politischen und militärischen Vorgänge, ohne langweilig zu werden, und ist dabei in weiten Teilen wie ein Krimi gehalten, da der Zuschauer genauso wie das UN-Personal erst nach und nach dahinterkommen, dass in Ruanda ein Völkermord vorbereitet wird.
Alles in allem ein toller Film, 5 Sterne!