Eines vorweg. Dieses Buch ist mein 54. Shadowrunroman, den ich gelesen habe. Das Buch hinterlässt bei mir zwiespältige Gefühle. Es ist nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut.
Fangen wir mit den positiven Merkmalen an:
-Der Schreibstil und die verwendete Rethorik ist sehr gut. Orts- Charakter- und Situationsbeschreibungen sind gut gelungen und es macht Spaß zu lesen.
-In der Geschichte gibt es keine wirklichen Spannungstiefpunkte.
-Das Ende ist sehr spannend gelungen.
-Der Wechsel zwischen den Charakteren in dem Buch ist immer leicht nachvollziehbar, und man verliert nie die Übersicht, wer wann etwas tut.
-Die Charaktere sind glaubwürdig
Negative Merkmale:
-Einige Storyelemente sind mehr als übertrieben und unwahrscheinlich, was das Buch teilweise ins lächerliche zieht. Ich hatte mehrmals das Gefühl, das Buch deswegen weglegen zu müssen.
-Einige Ideen sind unlogisch und deren Sinn nicht nachvollziehbar. (Warum soll ein in der Eingangshalle des Aztechkonzerns von den Bildern der Execs geschossenes Foto einen von ihnen erpressbar machen???)
Solche Gedanken hat man das ganze Buch durch. Immer wieder fragt man nach dem warum und kommt zu dem Schluss, dass dem Autor nichts besseres eingefallen ist, und das ganze irgendwie nur als Lückenfüller dient. Der rote Faden ist einfach etwas löchrig.
Letztendlich ist "Die Anfänger" ganz nett, aber noch einiges von der Shadowrunstandardkost entfernt. Deswegen nur 2 Sterne. Aber auf jeden Fall steckt in Ivan Nedic einiges an Potential.