Iris, 14 Jahre alt, wächst in einem Kaff auf, in dem nichts passiert und aus dem sie nicht schnell genug rauskommen kann. Sie und ihre beste Freundin, Collette, bauen sich ihre gemeinsame Fantasiewelt, in der sie Ritter oder Hexen sind. Eines Sommertages beschwören sie durch Zufall den Geist eines Jungen, der vor 20 Jahren spurlos verschwunden ist. Zusammen mit Ben, einem Jungen aus dem Städtchen, machen sie sich auf die Suche nach Elijah Landry.
Obwohl es sich hier auf dem ersten Blick um eine Geistergeschichte handelt, geht es viel mehr ums Erwachsenwerden, um Freundschaft, die das Selbst definiert, auch wenn es mal zwischen einander rappelt und um das erste vorsichtige Interesse an Jungs. Iris steht an der Schwelle, wo sie noch die Geborgenheit ihres Vaters braucht, aber gleichzeitig lernt, dass die Erwachsenen nicht immer alle Antworten haben oder geben wollen und wo sie aufbricht, um ihren eigenen Weg zu finden. Das Buch hat spannende Momente, aber insgesamt kommt es eher un-aufgeregt daher. Die drückende Sommerhitze und das kleine Städtchen Ondine spielen genau so große Rollen wie Iris, Collette, Ben und der richtig frustrierende Geist von Elijah.
Mir wurde das Buch empfohlen. Sonst hätte ich es wahrscheinlich nie gelesen. Ich bin froh, dass ich es getan habe. Es sind vor allem die Charaktere und die Atmosphäre im Buch, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gebannt haben.
Ein Buch für Teenager und Erwachsene.