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Die Geschichte des Regie-Debüts von E.Elias Merhige als solche ist genial: John Malkovich spielt den exzentrischen Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau, dem Meister des deutschen Stummfilmes, dessen Passion für das Filmemachen 1922 bei der Inszenierung seines Klassikers Nosferatu seinen Höhepunkt findet, als er, vom Perfektionswahn besessen, für die Hauptrolle des Filmes den vollkommen unbekannten Max Schreck (Dafoe) engagiert, der sich im Verlauf der Dreharbeiten als echter Vampir entpuppt. Was die Crewmitglieder zunächst jedoch nicht registrieren, da sie ihn ganz einfach für einen überambitionierten Method-Acting-Darsteller halten. Selbst als eine Reihe von Mitarbeitern von eigenartigen Krankheiten befallen werden oder Unfälle haben, bemerken sie nichts. Murnau selbst kann sich den Vampir nur vom Halse halten, da er für die weibliche Hauptrolle Greta Schröder (Catherine McCormack) engagiert hat, eine Frau, von der Schreck manisch besessen ist.
Merhige und seine Schauspieler (zu denen außerdem Cary Elwes und Udo Kier gehören) haben sichtlich Spaß bei der Inszenierung gehabt. Der Humor ist fein gesponnen und die Ausstattung ist bemerkenswert. Vor allem die ganz im Stile Murnaus nachgedrehten Nosferatu-Sequenzen sind beeindruckend. Zu schade nur, dass der Film seine Horror-Handlung vollkommen aus den Augen verliert und für einen Vampirfilm seltsam blutleer daher kommt.--Jeff Shannon
Video Jakob Kurzinhalt
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Das gute Bild rennt dem musikalisch soliden, aber atmosphärisch ärmeren Soundtrack den Rang ab. Der Regiekommentar von Elias Merhige sprudelt nur so voller Informationen, ist aber leider, wie auch die weiteren Extras, nicht untertitelbar. Die erstklassige und dichte Besetzung mit Hollywodstars wie John Malkovich, Willem Dafoe, Cary Elwes und Udo Kier sind allein schon Grund zum Kauf. Die eigenwillige Geschichte bietet interessante Kamerablicke und Einfälle. ae
Bild: Eine eigentlich ausgestorbene Sünde wurde bei der Abtastung des 2,35:1-Filmes begangen: Man ist auf das Format 1,78:1 in das Bild hineingefahren und zertstörte so die Bildkomposition. Die häufigen Wechsel von S/W zu Farbe machen eine gerechte, durchgängig gültige Bewertung etwas schwierig. Global betrachtet ist der erste Eindruck sehr sauber und kontrastreich. Im Dunkel der Gaststätte haben sogar noch die Steine der Wände eine klare Zeichnung (00.15.55). Auf den zweiten Blick rauscht es gering in Gesichtern und einigen hellen Fabrflächen (00.10.50). Die eigenwillige Farbgestaltung mag hier bewußt gewählt sein, um eine gewisse Grundstimmung zu bewirken. Natürlich wirkt dies jedoch nicht. Gesichter zeichnet eine saubere Kantenschärfe und eine sehr gute Detailzeichnung aus.
Ton: Eine feinsinnige Musik verteilt sich auf alle Kanäle und stimmt auf den Plot ein. Die weitere Kulisse seitens der Surrounds bleibt dabei aber etwas zu zurückhaltend, als daß ein hautnahes akustisches Erlebnis daraus entstünde. Die Stimmausgabe ist ausgedünnt (00.13.20, Udo Kier) und wirkt fast ein wenig komisch. Bei 00.12.00 tritt ein leises Brummen ähnlich einem Bandantriebes oder eines Pilottones auf. Details oder Effekte werden nur sehr selten in den Raum eingestellt, so daß hier nur eine durchschnittliche Wertung zustande kommt. --movieman.de
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Als "Gage" versprach ihm Murnau das Blut der Hauptdarstellerin in der Schlussszene. Doch der Blutdurst des Vampirs kann nicht so