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Die Geschichte des Regie-Debüts von E.Elias Merhige als solche ist genial: John Malkovich spielt den exzentrischen Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau, dem Meister des deutschen Stummfilmes, dessen Passion für das Filmemachen 1922 bei der Inszenierung seines Klassikers Nosferatu seinen Höhepunkt findet, als er, vom Perfektionswahn besessen, für die Hauptrolle des Filmes den vollkommen unbekannten Max Schreck (Dafoe) engagiert, der sich im Verlauf der Dreharbeiten als echter Vampir entpuppt. Was die Crewmitglieder zunächst jedoch nicht registrieren, da sie ihn ganz einfach für einen überambitionierten Method-Acting-Darsteller halten. Selbst als eine Reihe von Mitarbeitern von eigenartigen Krankheiten befallen werden oder Unfälle haben, bemerken sie nichts. Murnau selbst kann sich den Vampir nur vom Halse halten, da er für die weibliche Hauptrolle Greta Schröder (Catherine McCormack) engagiert hat, eine Frau, von der Schreck manisch besessen ist.
Merhige und seine Schauspieler (zu denen außerdem Cary Elwes und Udo Kier gehören) haben sichtlich Spaß bei der Inszenierung gehabt. Der Humor ist fein gesponnen und die Ausstattung ist bemerkenswert. Vor allem die ganz im Stile Murnaus nachgedrehten Nosferatu-Sequenzen sind beeindruckend. Zu schade nur, dass der Film seine Horror-Handlung vollkommen aus den Augen verliert und für einen Vampirfilm seltsam blutleer daher kommt.--Jeff Shannon
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Willem Dafoe in seiner besten Rolle,
Rezension bezieht sich auf: Shadow of the Vampire (DVD)
Der Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau ist besessen davon, den realistischsten Vampirfilm aller Zeiten zu drehen. Ohne dem restlichen Filmteam etwas zu sagen, engagiert er für seinen Film "Nosferatu" einen echten Vampir und gibt ihn als Schauspieler aus. Langsam verliert Murnau die Kontrolle über ihn, die Unfälle häufen sich.Aber hallo, wer hätte gedacht, daß der nette Kerl aus dem Film "Platoon" so diabolisch grinsen kann. Willem Dafoe ist einer der beeindruckendsten Vampire, die ich jemals im Film gesehen habe. Am Anfang noch schwächlich und alt, merkt man erst langsam, welche Gefahr wirklich von ihm ausgeht. Die Bild- und Tonqualität des Films ist sehr gut. Das Bild ist scharf und störungsfrei, der Ton klar verständlich. Fazit: Wer einen Vampirfilm im üblichen Stil erwartet wird möglicherweise enttäuscht sein, ich fand den Film aber richtig gut. Tolle Atmosphäre, gute Schauspieler, interessante Story - was will man mehr? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Weder Horror- noch Vampirfilm und trotzdem/deshalb gut.,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Shadow of the Vampire (DVD)
Die Idee sich dem Stummfilmklassiker "Nosferatu" von F.W. Murnau nicht in einer Dokumentation, sondern in einem Spielfilm zu widmen, ist an sich schon ein interessanter Ansatz; noch mehr, wenn der den Vampir darstellende Schauspieler Max Schreck zum echten Vampir gemacht wird. Die Umsetzung dieses Plots ist filmisch sehr gut gelungen, die Schauspieler (allen voran Malkovich und Dafoe als dämonische Gegenspieler) liefern ein intensives, atmosphärisches Spiel, das jedoch sarkastisch genug ist, um den Film nicht kitschig werden zu lassen. Im Gegensatz zu den gängigen Erwartungen ist "Shadow of the Vampire" weder ein Horrorfilm, von dem man sich besondere Spannungsmomente erwarten sollte, noch ein klassischer Vampirfilm, der mit blutigen Bildern schockt. Vielmehr geht es um einen faustischen Konflikt zwischen dem dämonischen Vampir (der klassischen Horrorfigur) und dem nicht minder dämonischen Regisseur (der bei seinem Werk nach technischer Perfektion und Realität strebt, wie Faust nach Wissen). Am Ende ist dabei gar nicht mehr so klar, wer eigentlich das verabscheuungswerte Monster und wer die bemitleidenswerte Kreatur ist. Das macht meiner Meinung nach den Reiz des Filmes aus, und nicht billige Schockereffekte. Zur technischen Seite gibt es anzumerken, daß der Film auf der englischen Import-DVD (und möglicherweise auch auf der jetzigen deutschen) um mindestens eine Szene (beim Dreh in Nosferatus Gruft) kürzer war, als der Film, der in den deutschen Kinos lief. Ansonsten entspricht die Ausstattung in Ton, Bild und zusätzlichen Features gehobenem Standard. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Ich denke, wir brauchen den Autor nicht mehr",
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Shadow of the Vampire (DVD)
Man sollte davon absehen, "Shadow of the Vampire" an den vorgefassten Erwartungen an bestimmte Genre zu messen. Ich stimme weder der Bezeichnung "Horror", noch "Komödie" zu. Es ist eher ein philosophisches Schauerstück, ein auf Tatsachen beruhendes Gedankenspiel. Die Idee, der Nosferatu-Darsteller Max Schreck sei ein echter Vampir, der eine Abmachung mit Regisseur Murnau zu beiderseitigem Vorteil getroffen hat und sich am Filmteam vergreift, ist hervorragend, ebenso wie ihre Umsetzung. Platos Höhlengleichnis wird wunderbar anhand eines Filmdrehs thematisiert; wo sonst könnte man "Realität" anzweifeln? Das Drehbuch beweist eine große geistige Spannweite: vom "Shadow" des Vampirs an der Wand (jeder kennt diese berühmte "Nosferatu-Szene") bis zum Schatten der Realität an Platos Höhlenwand."Was nicht auf Film gebannt ist, existiert nicht", sagt Murnau im Film. Wer hier keine Anspielung auf die mediale Gesellschaft sieht, hat vieles an diesem Film nicht verstanden. Nicht zuletzt ist "Shadow of the Vampire" als Film selbst ein Schatten der Realität und macht so auf brilliante Weise besagtes Gedankenspiel erneut deutlich: er stellt die Theorie auf, Schreck sei ein echter Vampir gewesen. Was Realität ist/war, werden wir nicht wissen können, weil wir nicht mehr sehen, als den Film. Neben dieser einzigarigen Idee überzeugt der Film mit hervorragenden Darstellern. John Malkovich ist als Murnau solide wie immer; Willem Dafoe gelingt als Schreck eine Meisterleistung. Die gut besetzten Nebenrollen komplettieren das exzellente Ensemble. Technisch ist "Shadow of the Vampire" ebenso sehr gelungen. Die nachgestellten Nosferatu-Szenen sehen dem Original zum Verwechseln ähnlich. Ausstattung und Musik sind düster und kreieren eine unheimliche Atmosphäre. "Shadow of the Vampire"-Regisseur Mehrige ist ein intelligenter und überzeugend gespielter und inszenierter Film gelungen. Erwarten sollte man keinen Horror, keine schwarze Komödie, keine historisch genaue Murnau- oder Schreck-Biographie und vor allem kein Entertainment. Wer sich gerne einem geistigen Spannungsbogen aussetzt, ist hier genau richtig. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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