Jeder Film-Fan dürfte mitbekommen haben, dass Steven Seagal in den letzten Jahren nicht gerade durch filmische Meisterwerke aufgefallen ist. Fettleibigkeit und auffällige Stuntbouble sind noch die weniger schwerwiegenden Probleme seiner letzten Streifen. Selbst für B-Movies unglaubliche dümmliche Dialoge und Storys, die einem Flickenteppich gleichen, sind genauso oft Teil seiner Filme wie langweilige und uninspirierte Action-Szenen. All dies trifft leider auch auf Shadow Man zu.
In den ersten 20 Minuten des Films, weiß man als Zuschauer noch nicht mal, was da überhaupt vor sich geht. Es passiert zwar viel, aber man hat keine Ahnung warum und wieso. Doch auch nach der Aufklärung über die Gründe des Ganzen wird die Handlung nicht gerade nachvollziehbar. Ständig springt der Film zwischen verschiedenen Szenerien und Figuren hin und her, ohne dass ein echter Zusammenhang erkennbar ist.
Doch auch die Action-Szenen können nie überzeugen. Die Schießereien sind einfach völlig lahm und uninspiriert inszeniert. Dazu kommen dann noch lächerliche Einfälle wie Seagals provisorische Schrotflinte aus Rohren und sein Kampf mit einer Pistole gegen einen Hubschrauber. Allerdings sorgen diese Momente wenigstens für ein wenig unfreiwillige Komik. Wenn's ans Knochenbrechen geht wird es allerdings einigermaßen unterhaltsam, nur leider kommt das viel zu selten vor.
Schauspielerisch sollte man bei Filmen dieser Art ohnehin nicht viel erwarten, doch was in Shadow Man abgeliefert wird ist wirklich nicht mehr feierlich. Allerdings muss man zur Verteidigung aller beteiligten Schauspieler sagen, dass bei diesem Drehbuch auch nicht viel zu holen war.
Selbst Hardcore-Fans des Kampfkoloss sollten die unterirdische Qualität dieses Machwerks anerkennen.