Dunkle, düstere Töne ertönen aus meinem Lautsprecher, dann kommt irgendwann ein schleppendes Riff, bis jetzt klingt alles verdächtig nach Doom Metal, dann übergehen dunkle Schatten in einsame Horizonte. Es wird schnell, aggressiv, bleibt aber sehr roh. Dann kommt eine Gewalt einer Stimme hinzu, wie sie hasserfüllter und wütender nicht sein könnte. Ab und zu ertönt eine düstere, beruhigende aber zugleich angsteinflößende klare Stimme, die meisten die Refrains übernimmt.
Caliban liefern mit ihrem dritten Studio-Album, beinharten Metal ab, den ich gar nicht unbedingt kategorisieren will. Viele sagen Metalcore. Hier spielen aber noch so viele andere Elemente mit, womit es bei weitem nicht nach Metalcore klingt, und wenn es Metalcore sein sollte, dann ist es die Perfektion! Storm Of Rage ist ein absoluter Knaller, Vicious Circle Aggression pur! Die Stimme vom Sänger ist das ganze Album über sehr hart, hasserfüllt, aggressiv und vor allem ziemlich gewöhnungsbedürftig. Sie ist so extrem, das ich Menschen mit psyschischen Problemen oder Suizid-Gefahr abrate, sich überhaupt zu überlegen, diese Platte zu kaufen. Selbst die härtesten und stabilsten Menschen können dieses Album nicht andauernd hören, denn mit der Zeit macht es einem ziemlich kaputt. Die Stimmung und die Atmosphäre auf diesem Album ist wie in einem alten Irrenhaus, in dem richtig gestörte und kranke Menschen sind, die vor jeglichem Kontakt mit anderen Menschen ferngehalten werden müssen. Auch die ab und an cleane auftretende Stimme, ist sehr düster und passt sich der Musik klasse an. Das Album ist eher wenig abwechslungsreich, was an der eintönigen Stimme von Andy liegt, dennoch gibt es zumindest im Instrumentenbereich viel Abwechslung. Screams From The Abyss, zum Beispiel fängt sehr ruhig an, aber ist genauso ein harter Brocken wie alle andere Songs von Shadow Hearts. Die Produktion ist sehr rauh und düster gehalten, was die Musik noch brutaler macht, und die oben genannte Atmosphäre herbeiruft. Es bringt einen gewissen Reiz mit sich, die CD nachts irgendwo in einem leeren verlassenen Rohbau zu hören. Wie gesagt, wer jetzt so oft Metalcore liest, und dabei an Bullet For My Valentine oder die Sachen von Caliban, die sie nach diesem Release gemacht haben, dem sage ich: Vergiss es! Dieses Album hat mit seinem Nachfolgern soviel zu tun wie Apfelsaft mit Benzin, die einzige Gemeinsamkeit ist die Aufschrift Caliban auf dem Cover. Wie gesagt eigentlich kann jeder zugreifen, außer gefährdete Menschen, denn dies ist das beste Caliban Album, und nach dem Stilwandel glaube ich nicht, das sie dieses nochmal toppen. Dieses Album ist die Perfektion, die Definition seines Genres!