Ich hab die Platte erstmals bei einem Jugendfreund gehört und sie ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich hab die Scheibe sobald ich sie entdeckt habe - das hat ziemlich lange gedauert - gleich mal gekauft - das war noch die Vinyl-Scheibe. Später hab ich sie im Triple-Pack mit den anderen beiden Mk-I-Scheiben als CD gekauft und die Begeisterung ließ sich dank der Bonus-Tracks noch steigern. Ich weiß nicht, wieviel an dem Kampf Gitarre gegen Orgel wirklich dran ist, aber vielleicht kann man auch einfach mal die Virtuosität einer Band genießen und außerdem sind mit Ian Paice, Rod Evans und Nick Simper auch noch drei andere Musiker da, die zum Gelingen dieses Werkes beigetragen haben. Wie Rod Evans und Nick Simper dann aus der Band gehebelt wurden, war dann menschlich letztklassig. Sehr gut paßt hier der Name von Nick Simpers aktueller österreichischer Band "Nasty-Habits". Der trifft nämlich genau ins Schwarze. Richie Blackmore ist musikalisch ohne Zweifel genial, doch menschlich hast Du ein Problem, wenn Du einen wie ihn in der Band hast. Die Band hat ihn erlitten, hat einiges ertragen. Doch man schaue sich mal Auftritte der Post-Blackmore-Ära von Deep Purple an und zwar die, als Steve Morse ihn ersetzt hat. Da sieht man richtig, wie die Band richtig befreit aufspielt und es richtig genießen kann, Hardrock der besten Sorte von sich zu geben.