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4.0 von 5 Sternen
Realität und Fiktion, Schizophrenie und Wahnsinn, 5. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Shabd - Spiel mit der Liebe (DVD)
"What is reality?" Diese Frage zieht sich durch den gesamten Film Shabd (= Worte), und Leena Yadav macht es dem Publikum in ihrem Debütfilm als Regisseurin keineswegs leicht, diese Frage zu beantworten. Wo endet die Realität, wo beginnt die Fiktion bzw. umgekehrt? Shabd ist - ich nehme es gleich einmal vorweg - ein hervorragender und hochinteressanter Film. Es passiert selten, dass ein Film mich derart in seinen Bann zieht und am Schluss wie geplättet zurücklässt wie Shabd. Die Stilmittel - vor allem die "schneienden" und später rot werdenden Buchstaben - mögen nicht jedermanns Sache sein; mich haben sie fasziniert, weil sie zu der geheimnisvoll-künstlichen Atmosphäre der Handlung passten. Ein Schriftsteller ersinnt eine Geschichte, glaubt sie in der Hand zu haben, durch seine Fiktion die Realität zu schreiben und damit zugleich auch uns und unsere Sichtweise zu lenken. Umso verstörender kam dann das Ende, das auch mich beinahe in den Wahnsinn getrieben hätte. Erst beim nochmaligen Ansehen habe ich die Subtilität von Antaras Experiment begriffen, was jedoch an der irrsinnig starken Wirkung des Finales nichts ändert. Was Yadav, Rai und Dutt da geleistet haben, ist allererste Klasse.
Getragen wird der Film von einer schauspielerischen Bravourleistung Sanjay Dutts. Seit Saajan hat man ihn nicht mehr in einer derart ruhigen und verinnerlichten Rolle erlebt - weit entfernt sowohl von seinen Gangstern als auch von seinen Munnabhais. Shaukat ist vielleicht Sanjays bislang anspruchsvollste Rolle, und er gestaltet sie mit sehr viel darstellerischem Feingefühl. Die allmählich aufkeimende Schizophrenie wird umso glaubwürdiger, da Sanjay sie eben wirklich Schritt für Schritt in sein Spiel einfließen lässt und seine emotionale Energie bewusst zügelt, bis diese Entwicklung ihren Höhepunkt erreicht, um sie danach umso wirkungsvoller zum Ausbruch zu bringen: in seiner Szene mit Antara auf dem Felsen, bei seiner flehentlichen Bitte an sie, ihm zu beweisen, dass Realität und Fiktion eben nicht eins sind, weil diese von ihm erdachte Realität für ihn immer qualvoller wird, und am Ende, als er bei Antaras diesbezüglichem Versuch buchstäblich durchdreht.
Auch Aishwarya Rai ist großartig. Sie verdient sich mehr und mehr meine Anerkennung für ihren Mut bei der Auswahl ungewöhnlicher Filmrollen außerhalb des Mainstreams. In Shabd beweist sie einmal mehr, dass sie nicht nur eine Schönheitskönigin und tolle Tänzerin ist, sondern eben auch eine ernstzunehmende Schauspielerin. Sie verleiht der zwischen ihrem älteren Ehemann und ihrem jüngeren Anbeter stehenden Antara eine Glaubwürdigkeit, die niemanden daran zweifeln lässt, dass ihre Liebe bis zuletzt unverbrüchlich Shaukat gehört. Zayed Khan kann mit der geballten Power seiner beiden Co-Stars zwar nicht mithalten, aber er ist ein liebenswerter Sympathieträger, und mehr wird in diesem Film auch gar nicht von ihm verlangt.
Die restlichen Mitwirkenden sind, mit Verlaub, unwichtig. Shabd ist ein ausgewiesenes Kammerspiel, ähnlich wie Saajan - nur dass Saajan wirklich noch eine veritable Dreiecksgeschichte zwischen einer Frau und zwei Männern war, während es Shabd eigentlich nur noch um Shaukats (Geistes-)Welt geht, in der er seine geliebte Frau und einen ihm völlig fremden jungen Mann zu Spielfiguren in seinem Roman macht und über die von ihm intendierte und ihn zugleich quälende Gleichstellung von Realität und Fiktion immer mehr in die Schizophrenie und am Ende in den Wahnsinn abgleitet.
Wie gesagt: ein irre guter Film, der sich vielleicht nicht jedem auf Anhieb erschließt, der jedoch niemanden unberührt lassen dürfte. Welcome to Shaukat's World!
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2.0 von 5 Sternen
Nicht der Knaller, 5. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Shabd - Spiel mit der Liebe (DVD)
Ich muß sagen, das ich enttäuscht bin. Der Film ist stinklangweilig. Der Ansytz der Storry ist ja ganz gut, aber die Umsetzung ist nicht gelungen.
Zayed Khan ist eigentlich ein ganz guter Schausoieler, aber hier kommt seien schauspielerische Leistung nicht wirklich durch. Sein schmachtender Blick kann hier nichts herausreißen.
Aishwarya Bachchan ehem. Rai sieht wie immer gut aus und ihre Leistung ist ganz passabel.
Sanjay Dutt spielt hier ganz gut, aber dadurch das die Anderen nicht so wirklich gut sind, geht das total unter.
Nun noch ein Resumet zur Musik. Langweilig, Lahm und nichtssagend. Einfach nur Müll.
Alles in Allem kann ich hier nur jedem abraten den Film zu kaufen.
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