Es ist das erste Buch aus der Dreierreihe Sexus/Plexus/Nexus. Miller schildert mit einer schockierenden Offenheit wie er sich von seiner Ehefrau trennt und mit Mona, der Frau die Ihn wie keine Andere in seinem Leben beeinflusste, zusammenkommt. Das ist ungefähr der Grundriss.
Man kommt während des Lesens nicht drum rum zu denken Miller sei ein Lustmolch, ein verantwortungsloser Schuft und ein totaler Egoist, und wahrscheinlich hat man damit auch noch Recht, so erging es jedenfalls mir. Die andere Seite ist, dass ich tiefe Bewunderung und Achtung vor Ihm bekam, gerade weil er keinen Hehl aus dem macht was er ist. Das verdient Anerkennung. Eben das ist so typisch für Ihn, dass er nicht konform ist. Er schert sich nicht darum was andere von Ihm halten. Besonders das letzte Kapitel hat es mir angetan, dort greift er vor und schildert wie katastrophal die Beziehung mit Mona endet, einfach fantastisch, auch wenn's für Miller grausam war. Fantastisch weil die meisten Menschen eine höllische Angst vor geistigen Schmerzen haben und sich deshalb scheuen Erfahrungen zu machen, Miller jedoch traute sich und litt, und zeigte mir damit wie mutig ein Mensch sein kann.
Stellenweise sind die sexuellen Schilderungen etwas nervig, deshalb nur 4 Sterne, ansonsten absolut empfehlenswert.