Die negative Kritik an dem Buch ist für mich nicht gerechtfertigt. Ein Rezensent schreibt zum Beispiel, in eine Sachbuch seien Ausdrücke wie "geil" fehl am Platz - so ein Unsinn! Möchte er etwa lieber knochentrockene Lektüre, wenn es um das Thema sexuelle Disziplinierung geht?! Den lockeren Schreibstil finde ich unterhaltsam und wesentlich besser als "Fachliteratur", die langweilt und um den heißen Brei herumredet. Sex ist nun mal geil, dann kann es auch ruhig mal so gesagt werden. In derselben oben genannten Rezension ist auch davon die Rede, dass der Begriff Katharsis aus der griechischen Dramentheorie stammt. Da hat wohl jemand nicht richtig aufgepasst: Denn auch in der Psychologie wird der Begriff Katharsis verwendet - und zwar als eine Art "innere Reinigung". Das Ausleben innerer Konflikte und verbrängter negativer Gefühle kann befreiend wirken, da sie dadurch vermindert werden. Der Begriff "Katharsis" ist also in diesem Zusammenhgang völlig passend - und zeigt mir, dass die Autorin hier durchaus fundierte Infos bietet. Es steht ja auch nicht in dem Buch, dass das auf jeden S/Mler zutrifft und dass jeder alle diese genannten Techniken anwenden muss, sondern hier werden verschiedene Möglichkeiten im Zusammnenhang mit sexueller Disziplinierung aufzgezeigt. Sexuelle Disziplinierung bedeutet erotische Fantasie und Kreativität und dazu werden hier Anregungen gegeben. Das ist meiner Meinung nach auch der große Vorteil des Buches: Die Informationen sind breit gestreut und decken einen großen Bereich ab (von bizarren Techniken und Hilfsmitteln über Utensilien zum Schlagen und Fesseln sowie Fetischkleidung & -Möbeln bis hin zu Erfahrungsberichten und pikanten Textauszügen aus mehr oder weniger bekannter S/M-Literatur ) - dafür können sie logischerweise nicht so ausführlich sein und explizit in die Tiefe gehen. Die Autorin schreibt, sie möchte zum fantasievollen Experimentieren anregen. Dierses Ziel erreicht sie auf jeden Fall - beim einen Leser mehr, beim anderen vielleicht weniger. Das ist völlig normal.