Brahms hatte lange Zeit Scheu vor der grossen Form. Sie bewegte ihn, aber er traute sich diese nicht zu. So schrieb er immer eher in die Kammermusik übersteigernden Formen, eher er die erste Sinfonie herausbrachte. Die Serenaden gehörten ebenso dazu ( Vorform Nonett) wie die mindestens die Streichsextette. Ich höre diese aber nicht so gerne als verkleinerte Sinfonie sondern als Gross-Formen der Kammermusik. Das ist dieses Ensemble ideal, weil es optimale Durchhörbarkeit garantiert. In dieser Interpretation bleibt es immer Kammermusik. Wer eine solche schätzt, muss die Streich-Sextette von Brahms kennen und dem ist unbedingt diese Aufnahme anzuraten.