Hamburgs Nachtstadt zieht das Volk an. Bunt verkleidet, grell geschminkt, die einen, erschöpft und grau, die anderen. Tief blickt Kampz in die Seelen der Amüsiersüchtigen, tief in die Seelen ihrer Dieler. Die einen nehmen von St. Pauli, die anderen lassen zu viel dort, um noch glücklich zu werden. Im Bannkreis des Feierlichen blitzt die Armut auf. Wer nur dort lebt, lebt gar nicht. Dieses Fallenlassen aller Bürozwänge fängt Kampz in seinen Bilder meisterhaft ein. Wer dort gefeiert hat und zurückkehren darf, wird fühlen, dass er auf St. Pauli frei ist. So weckt dieses St.-Pauli-Buch Sehnsucht nach einem Viertel, das ambivalenter nicht sein könnte. Ein wunderschöner Bildband.