Aus der Amazon.de-Redaktion
Coyles These: "Jeder, der sich eine bessere Welt wünscht, sollte in der Lage sein, wie ein Ökonom zu denken." Die Ökonomie, so ihre Kernbotschaft, sei gar nicht so kalt, berechnend oder gar menschenverachtend, wie sie auf den ersten Blick oft scheint. "In der Ökonomie geht es um das größtmögliche Wohlbefinden des Einzelnen, und nicht darum, zum Beispiel die größte Autoindustrie oder die reichsten Bauern der Welt zu haben."
Mit dieser markigen Parole auf dem Banner stürmt Diane Coyle über die aktuellen Kriegsschauplätze der öffentlichen Meinung und politischen Debatten und teilt kräftig aus. Zum Beispiel gegen die widersprüchliche Haltung einer Öffentlichkeit, die mehrheitlich für Steuersenkungen ist, aber gleichzeitig bessere öffentliche Dienstleistungen fordert, die einmütig eine saubere Umwelt will, aber ebenso einmütig niedrigere Benzinpreise, die geschlossen gegen Ausbeuterbetriebe ist, aber auf billige Kleidung nicht verzichten will. Damit läuft man freilich Gefahr, in die Ecke der bösen Neoliberalen gestellt zu werden und auch Diane Coyle wird sich dieses Vorwurfs nicht ganz erwehren können. Aber ihre Sichtweisen sind politisch mitnichten so eindeutig, wie es scheinen könnte. Und wenn es ums Austeilen geht, bekommen alle eins auf die Mütze -- Globalisierungsgegner und Globalisierungsbefürworter.
Bedauerlich, dass Leidenschaftsausbrüche im Buch dennoch eher die Ausnahme sind. Etwas mehr Frechheit, Verve und Lautstärke hätte einem Buch mit dem Titel Sex, Drugs & Economics gut zu Gesicht gestanden. Aber als "Einstiegsdroge" in die skeptische und logische Denkart der Ökonomie könnte das Buch dennoch bewusstseinserweiternde Effekte haben. --Gundula Englisch
Pressestimmen
01.07.2004 / Lesart - Journal für Literatur: Ökonomie light "Wer seine Erkenntnisse über ökonomische Grundlagen und Begriffe auffrischen oder sich mit aktuellen Fragen beschäftigen will, ohne sich dem wissenschaftlichen Lehrbuchjargon aussetzen zu müssen, dem kann man diese abwechlungsreiche Lektüre uneingeschränkt empfehlen."
14.08.2004 / Oberösterreichische Nachrichten: Wirtschaft einmal anders erklärt "Es gelingt Diane Coyle hervorragend, die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Alltag spannend darzustellen."
31.08.2004 / Deutsche Welle: Sex, Drugs & Economics "Eine fantastische Werbung dafür, ökonomisch zu denken."
01.10.2004 / VDI Nachrichten: So funktioniert Monopol-y "Ein Buch, das auf ironische, heitere und höchst unterhaltsame Art und Weise in die Welt der Wirtschaft entführt."
01.11.2004 / Karriereführer Hochschulen: Literatour "Angefangen und nicht mehr weggelegt. Das gut geschriebene Buch zeigt, wie spannend Wirtschaft sein kann."
27.12.2004 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Bunt und poppig "So bunt und poppig wie Titel und Einband ist auch das Buch selbst."
Kurzbeschreibung
Der Verlag über das Buch
Ob Sex, Drogen, Musik oder Sport Wirtschaft macht vor keinem Bereich des Lebens Halt. In ihrem Buch betrachtet Diane Coyle Dinge, die auf den ersten Blick nur wenig mit Wirtschaft zu tun haben aus ökonomischer Perspektive und bietet damit eine fundierte und unterhaltsame Einführung in die Welt der Wirtschaft.
Ökonomen betrachten die Welt mit anderen Augen als beispielsweise Gesellschaftskritiker, Moralisten oder »Normalsterbliche«. Ein Ökonom, der das Ausmaß der Prostitution erforscht, fragt nicht, warum so viele Frauen Prostituierte wurden, sondern warum es so wenige waren. Ein hoher Stundenlohn, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, erscheinen aus ökonomischer Perspektive durchaus attraktiv. Und ein Ökonom, der eine restriktive Drogenpolitik bewerten soll, wird zum Ergebnis kommen, dass sie dem Kampf gegen Drogen mehr schadet als nützt: Die Illegalität des Drogengeschäfts wirft so hohe Profite ab, dass es sich lohnt, um den Markt zu kämpfen. Je strikter das Verbot, desto gewinnträchtiger das Geschäft.
Diane Coyle zeigt in ihrem Buch, dass Ökonomie nicht klar umrissenes Wissen über bestimmte finanzielle Themen ist, sondern eine Denkmethode, die sich auf die unterschiedlichsten Lebens- und Gesellschaftsbereiche anwenden lässt. Fast alles hat einen wirtschaftlichen Aspekt Ehe, Sport, Kriminalität, Drogenhandel, Bildung, Film oder Sex. Coyle zeigt, dass Wirtschaft alles andere als lebens- und alltagsfern ist. Indem sie die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Alltagsleben aufdeckt, bietet sie all jenen einen Zugang zum ökonomischen Denken, für die der Wirtschaftsteil ihrer Zeitung bislang immer ein Buch mit sieben Siegeln war.
Sex, Drugs & Economics zeigt, dass ökonomische Fragen keineswegs trocken und langweilig sind, sondern dass man sie mit Spaß anpacken kann. Unterhaltsam und ganz ohne komplexe Theorien oder unüberwindbare Zahlen- und Faktenberge wird begreiflich, wie Wirtschaft heute funktioniert und dass sie einer der erhellendsten Wege zum Verständnis der menschlichen Natur ist.