Diese CD-Compilation enthält Musikstücke aus dem Film SEX AND THE CITY, der Fortsetzung der gleichnamigen Serie mit Sarah Jessica Parker. Die Mischung ist recht bunt: Man trifft neben R'n'B (Fergie LABELS OR LOVE) auf einen berühmten Mashup von Hip Hop und Rock (Run-D.M.C. & Aerosmith WALK THIS WAY), oder auch nur Rock (Morningwood NEW YORK GIRLS). Mit Duffys MERCY ist eine äußerst bekannte Pop-Nummer, die die Charts letztes Jahr erobert hat, auf dem Album zu verzeichnen. Es ist also so gut wie alles auf diesem Soundtrack zu finden, was die Musikwelt hergibt. Aber ist er dadurch gleich qualitativ hoch?
Erwähnenswert ist erst einmal, dass eine gute Mischung zwischen unbekannten und bekannten Songs oder Interpreten getroffen worden ist. Dadurch müssten Mainstream-Hörer genau wie Verfechter dessen bei verschiedenen Songs aufhorchen. Pop-Liebhaber werden also nicht komplett in unerforschte Gewässer geworfen und der Rest wird nicht nur auf potentielle Radiohits stoßen. Es sind sogar zwei Glanznummern zu verzeichnen, die genau diese beiden Bereiche abdecken: Zum Einen wäre da der Opener LABELS OR LOVE von Fergie, bei dem SEX AND THE CITY-Feeling aufkommt. Das liegt an der Einarbeitung des Titelsongs der Serie in diesem extra für den Film komponierten Ohrwurm. Salaam Remi ist für diesen Track verantwortlich, der unter anderem auch schon Amy Winehouse den entscheidenden Schliff verpasst hat. Zum Anderen wäre die wunderschöne und viel zu unbekannte Ballade IT'S AMAZING von Jem, die der wohl beste Track auf dem SEX AND THE CITY-Soundtrack darstellt. Bei dem Song stimmt einfach alles, denn es gibt nicht nur einen einladenden Refrain, der sich schnell einprägt, sondern auch eine äußerst schöne, fast melancholische Melodie aus Klavierklängen mit soften Beats. Das Lied muss man einfach lieben! Leider gibt es auch unliebsame Tracks auf dem Soundtrack, wie zum Beispiel die absolut grottige Coverversion von HOW DEEP IS YOUR LOVE, im Original von den Bee Gees, dieses Mal gesungen von der gänzlich unbekannten Band The Bird & the Bee und gleichzeitig auch schlechtester Song auf dem Album. Das dünne und viel zu hohe Stimmchen der Leadsängerin in dem Track nervt und verleitet zum Weiterschalten. Der Song bietet nichts Neues, nur eine miese Neuinterpretation, die dazu überaus stark langweilt. Der Remix von THE LOOK OF LOVE von Nina Simone oder auch I LIKE THE WAY von Kaskade fallen in eine ähnliche Kategorie und plätschern in Langeweile vor sich hin. Diese Songs sind viel zu ruhig geraten und sind eher geeignet für diese Lounge-CDs, die es in der Werbung mancher Musiksender zu kaufen gibt, oder als Hintergrundgedudel von Bars. Gut, das passt wieder zu SEX AND THE CITY, aber will man diese kargen Tracks wirklich auf einem Soundtrack hören? Es gäbe so viele andere Songs, die es leider nicht auf diese Compilation geschafft haben und die schlechten mehr als würdig ersetzt hätten (wie zum Beispiel Ciaras CLICK FLASH). Für diesen Fall wurde bereits vorgesorgt, denn seit geraumer Zeit ist nun auch ein zweiter
Soundtrack zum gleichen Film erhältlich, der alle (?) vermissten Tracks enthält.
Diese Complilation zum Film SEX AND THE CITY ist im Groben eine nett anzuhörende Mischung aus allen gängigen Musikgenres. Für jeden Geschmack und für jede Stimmung ist garantiert etwas dabei, wenngleich der Soundtrack sowohl Höhen als auch Tiefen besitzt.