Der Soundtrack zum zweiten Sex and the City-Film ist wirklich toll, allerdings sind einige Tracks überflüssig - genau so wie einige Szenen des (überlangen) Films.
Los geht es mit Alicia Keys Sex and the City-Version von "Rapture". Ein schickes, düsteres 80er-Cover, dass den Film genauso zackig einleitet wie den OST.
Die nächsten Tracks, Didos "Everything to lose" und Cee-Los "Language of Love" sind wirklich wunderschön, sehr chillig und passend zum Film.
Erykah Baduhs sehr ruhiges "Window Seat" wird in einer Szene mit Carrie und Big gespielt und unterstreicht diese toll - Auf dem Soundtrack ist es aber ziemlich öde.
"Kidda" von Natacha Atlas und "Euphrates Dream" von Michael McGregor (erinnert leicht an Stings "Desert Rose") lassen orientalische Klänge und Töne hören und passen natürlich super als Begleitmusik zum Teil des Films, der in Abu Dhabi spielt. Aber für mich sind sie auf der Soundtrack-CD nicht notwendig und nerven eher.
Nun kommt auch schon Liza Minellis Beyoncé-Cover "Single Ladies (Put a ring on it)". So toll die Fans Liza auch finden, das Lied ist tierisch hektisch geworden und man möchte Liza gerne mehr Luft und Zeit gönnen, um ihre Stimme entfalten zu können. Das tut sie in der schönen Off-Camera-Ballade "Ev'ry time we say goodbye", die auch auf der CD zu finden ist - aber bei "Single Ladies" hört man sich lieber einmal mehr Beyoncés Version an, die ich auch schon nicht so super finde.
Ricki-Lees "Can't touch it" wird im Film lediglich im Abspann gespielt, ist aber ein toller, kurzer Party-Track, der zum Gemeinschaftsgefühl der Frauen im Film super passt und einfach Laune macht!
Alicia Keys kommt nun mit "Empire State of Mind (Part II) Broken Down" eine wunderschöne Balladenversion des knackigen Hip-Hop-Songs mit Jay-Z, der als erstes ertönt, wenn der Film beginnt. Die neue New York-Hymne - In beiden Versionen! Schade, dass er nur in der Balladenversion auf dem OST ist.
Jennifer Hudsons und Leona Lewis' Ballade "Love is your color" habe ich zwar im Film nicht gehört, dennoch ist sie wirklich schön und berührend und passt natürlich zum Farben-Thema des Films - erinnert auch ein wenig an Cyndi Laupers "True Colors", das auch auf diesem Album zu finden ist.
Auch Sarah Jessica Parker, Kim Cattrall, Kristin Davis und Cynthia Nixon greifen bei "I am Woman" mal zum Mikrofon. Die Cover/Karaoke-Version ist wirklich witzig geworden, allerdings singen hier klar Schauspielerinnen, die noch keine Musikkarriere hinter sich haben. Wobei Kim Cattralls Stimme klar als stärkste herauszuhören ist. Und die Szene von "I am Woman" im Film ist einfach unvergesslich.
Die nächsten 3 Tracks sind Männerchor-Versionen von schönen Broadway-Songs. Im Film wirken diese Songs absolut kitschig und übertrieben, auf CD sind sie aber durchaus schön zu hören!
"Bewitched, Bothered and Bewildered" ist eine ruhige, altmodische Tanznummer, die sehr zum Auftakt des Films passt.
Cyndi Laupers "True Colors" ist ein toller Klassiker, ich werde nicht verraten, an welcher Stelle des Films der Song kommt, aber es ist wirklich passend - gerade mit den 80er-Referenzen im gesamten Film.
Der letzte Track des Albums ist ein Teil des Score. "Divas and Dunes". Orientalische, bombastische Klänge, gemischt mit dem Sex and the City-Theme. Ein schöner Abschluss des Soundtracks.
Also ich mag den Soundtrack sehr, auch unabhängig vom Film. Einige Tracks finde ich persönlich einfach etwas langweilig und unnötig. Aber je mehr man für sein Geld bekommt, umso besser. Und die Highlight-Tracks aus dem Film sind auf jeden Fall vertreten.