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Seventh Tree

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Produktinformation

  • Audio CD (25. Februar 2008)
  • Erscheinungsdatum: 25. Februar 2008
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Pias UK/Bmg Rights Management/Mute (rough trade)
  • Spieldauer: 42 Minuten
  • ASIN: B000ZN2582
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 57.424 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Clowns
2. Little Bird
3. Happiness
4. Road to Somewhere
5. Eat Yourself
6. Some People
7. A&E
8. Cologne Cerrone Houdini
9. Caravan Girl
10. Monster Love

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es war ein Baum mit der Nummer sieben darauf. Ein wunderschöner Baum mit langen Ästen, die sich im Wind bewegten, wie Seegras unter Wasser. Als ich morgens aufwachte war für mich klar, dass dies der Titel des Albums sein musste. Alison Goldfrapp blickt etwas verlegen drein, als sie von der Namensfindung des vierten Goldfrapp-Albums Seventh Tree erzählt. Ihr Kollege Will Gregory grinst ihr beruhigend zu: Wenn Alison etwas träumt, dann ist das ein Wink des Schicksals.
Als wir zuletzt von Goldfrapp hörten, waren sie die ultimativen Disco-Animals, die sich auf einen subversiven Sound mit stilisiertem Seventies-Glamour, einer ordentlichen Portion Erotik und einer Prise britischem Humor spezialisiert hatten, perfektioniert auf ihren drei Alben Felt Mountain (2000), Black Cherry (2003) und Supernature (2005). Von dem mitreißenden Lovely Head bis hin zum treibenden Ooh La La war ihr Sound perfekt durchgeplant und aufregend ambitioniert, eine Explosion aus Glitzerkugeln, elektronischen Instrumenten, Dancefloors und Sinneslust, wie zahlreiche Liveauftritte mit fransenbesetzten Tänzern und Discopferden bewiesen.

Nun melden sie sich mit Seventh Tree zurück, einem Album, das alles auf den Kopf stellt, was wir über Goldfrapp zu wissen glaubten. Warm, sinnlich und schimmernd, sind dies die Klänge eines ausgesprochen britischen Deliriums, mit Anklängen an die Nonsens-Poesie von Edward Lear und der Exzentrik der frühen Pink Floyd. Aufgenommen in Bath in einem Bungalow aus den 1960ern, war es eine bewusste Entscheidung, sich von ihren früheren Werken zu lösen und eine psychedelischere Richtung auszuloten. Wir sagten uns immer wieder: ‚Es muss psychedelischer klingen, viel psychedelischer’, erinnert sich Will. Und keiner von uns beiden hatte eine genaue Vorstellung, was wir damit eigentlich meinten.
Alison und Will lernten sich 1999 kennen und waren dank ihrer gemeinsamen Vorliebe für alles Avantgardistische, Add N To (X) und Scott Walker sofort auf einer Wellenlänge. Sie tauschten Tapes, Bücher und Briefe, loteten Grenzen aus und stellten einander ein wenig auf die Probe um zu sehen, ob ihre Vorlieben ausgeprägt genug waren, um Bestand zu haben. Als sie begannen, gemeinsam Musik zu machen, entstand ihr Sound wie von selbst und durchlief eine rapide Entwicklung von Breitwand-Electronica zu Disco-Stomp. Bald wurden sie in ganz Europa und den USA gefeiert, ihre Musik wurde von Film und Fernsehen begeistert aufgegriffen, ihre Videos genossen Kultstatus, und Goldfrapp standen bald in dem Ruf, eine der spannendsten Livebands der Gegenwart zu sein.

Seventh Tree wurde über einen wesentlich längeren Zeitraum aufgenommen als sämtliche Vorgänger, eine bewusste Entscheidung ausgelöst durch die Intensität des Tourens und den Wunsch, etwas greifbar anders zu machen.
Eigentlich bekannt für die Intimität ihrer Arbeitsmethoden, holten Will und Alison zu den Seventh Tree-Aufnahmen nicht nur Flood als Koproduzenten dazu, sondern auch andere Musiker, wie die Harfenistin Ruth Wall, die eine Harfe mit Stahlsaiten aus dem 17. Jahrhundert mitbrachte, von der ein Sample in ‚Road To Somewhere’ zum Einsatz kam.
Ein besonders ungewöhnliches Instrument ist in dem Song Eat Yourself zu hören.Das ist ein von Mattel hergestelltes Teil, das sich Optigon nennt; eigentlich ein Spielzeug, dabei aber gleichzeitig eine hoch entwickelte Orgel, die man mit kleinen optischen Discs, kleinen Soundloops betreibt. In diesem Fall war es ein wunderbar folkiger Gitarrenpick, der allerdings ziemlich wackelig klingt, weil er aus den 60ern stammt und ziemlich mitgenommen ist. Als Alison dann ihren Scat darüberlegte - was man auf dem Album hört, ist ihre erste Version -, war das etwas, das ich eigentlich noch nie von ihr gehört hatte. Es klang wie eine Kreuzung aus den New Seekers und Emmanuel.

Die Früchte ihrer spontanen Jams sind in Nummern wie dem Opener Clowns mit ihren von Crash TV und Brustimplantaten inspirierten Texten zu hören, oder auch in Cologne Cerrone Houdini, einem Song, der laut Alison davon handelt sich mit jemandem auf einer Reise zu befinden und plötzlich festzustellen, dass es nicht läuft. Viele Songs, fügt sie hinzu, handeln musikalisch und textlich davon, irgendwohin unterwegs zu sein.
Tatsächlich ist Little Bird die Geschichte von einer Freundin von Alison, die ständig auf Achse ist, während Caravan Girl von einem Mädchen mit Amnesie handelt, das mit einem anderen Mädchen in einem Wohnwagen durchbrennen will. Texte, die scheinbar aus dem Nichts kommen und sich vor köstlich fieberhafter Musik abheben. Das ist ein C-Dur-Ding, meint Will. Wir begeisterten uns für dieses ziemlich hämmernde, glückliche Feeling und verwandelten es in ein Kirchenorgel-Stück. Gleichzeitig ist es verrückt. Die Produktion ist so erbarmungslos großäugig, grinsend poptastisch, alles leuchtet in den buntesten Farben … Das hat etwas ziemlich Krankes und Großartiges zugleich.
Nicht jede der Reisen ist wörtlich gemeint. Happiness ist eher eine Art Gedankenspiel, eine Erkundung der verschiedenen Arten, auf die Menschen versuchen, glücklich zu sein. Dabei herausgekommen ist eine etwas verrückte Nummer, findet Alison. Wir haben versucht, dem Stück einen etwas psychedelischen, netten, fast durchgeknallten Sound zu verpassen.
Nachdem das Album fertig ist, suchen Goldfrapp nun nach Möglichkeiten, ihr verklärt-britisches Psychedelikum auf der Bühne umzusetzen. Das musikalische und das visuelle Element sind für mich untrennbar, erklärt Alison. Wenn man von Sound spricht, dann hat er eine Atmosphäre, und Emotion, Farben und Charakter. Sie grinst böse: Ich könnte mir leicht bekleidete Volkstanzgruppen mit Bändern und Blumen vorstellen, die um Maibäume herumtanzen ...

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Diese Frau hält sich nicht lange bei einem Thema auf. Erneut sucht Alison Goldfrapp auf ihrem vierten Album Seventh Tree den Bruch zum Vorgänger, der mit seinem Vorgänger brach, wie der mit dem hochgelobten Debüt Felt Mountain. Parallel dazu gleicht auch keine Cover dem anderen, womit das Duo Alison Goldfrapp und Will Gregory verdeutlicht, dass es an Wiederholungen und Selbstkopie wenig interessiert ist. Eine löbliche Einstellung, auch wenn die Briten damit permanent Verwirrung unter den eigenen Fans stiften und damit verhindern, eine treue und feste Anhängerschar hinter sich zu sammeln. Wer Goldfrapp wegen Black Cherry und Supernature die Freundschaft kündigte, sollte jetzt zurückkommen, für alle anderen gilt: seid tapfer, nehmt euch Zeit und Ruhe! Das erneut im mondänen Bath aufgenommene Seventh Tree gleicht einer Flucht weit weg von den Tanzflächen, weg von Pop und Glam, nimmt man mal die deplacierte und doch gelungene Nummer „Caravan Girl“ aus. Dafür dringt das von Flood (U2, Depeche Mode, New Order) mitproduzierte Werk tief ein in Psychedelia, versponnene Sounds, Streichersequenzen, akustischem Folk und gedämpfte Elektronik. Eine angenehme Wärme durchströmt die Downtempo-Songs, an deren Gelingen neben Alisons hinreißendem Gesang auch die Harfenspielerin Ruth Wall maßgeblich beteiligt ist. Seventh Tree schlägt zwar andere Richtungen als Felt Mountain ein, und doch herrscht endlich wieder eine so lange vermisste Atmosphäre, die unter der Discokugel nicht aufkommen wollte. --Sven Niechziol

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von ANDY567 am 24. Februar 2008
Format: Audio CD
Ja, Goldfrapp haben der erfolgreichen Discoscheibe "Supernature", die extrem gelungen war, den Rücken zugewandt und sind raus aus dem Club in den Wald und auf die Wiese geschlendert. Da treffen sich Clowns mit kleinen Vögeln und Caravan girls und es entsteht ein harmonisches Gesamtbild mit vielen Highlights. Nur zwei bis drei schnellere Songs ("Happiness" und "Caravan girl") mischen das Gesamtkonzept eines zurückgenommenen folkigen Albums auf, das ab und an noch mit Elektroeffekten aufwarten kann, aber im Grunde mit vielen Instrumenten und der einfach genial passenden Stimme von Alison Goldfrapp glänzt.
Der erste Song "Clowns" erzeugt Gänsehaut und kann neben der Singleauskopplung und dem hervorragend 60's inspirierten "Cologne cerrone houdini" als Höhepunkte für mich angesehen werden, einfach hervorragende Songs.
Der Rest ist aber auch klasse und weist eine wirklich gelungene Struktur auf, die perfekt in den Frühling passt: ein paar Streicher hier, Vögelgezwitscher da und viele schöne Harmonien einer Band, die sich immer wieder weiter- und neuentwickelt. Nach cineastischem Chilloutsound und Dance bis hin zu Glampopdance nun viel Gefühl, Folk und Retrosounds.
Große Klasse!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Robin Frost am 13. März 2008
Format: Audio CD
Ich bin mir einfach nicht sicher, wie ich das neue Werk von Goldfrapp bewerten soll. Auf der einen Seite bin ich sehr froh, dass die Discozeiten wieder rum sind (Auch wenn ich Supernatural und Black Cherry sehr gerne mag) und auch kein Versuch gestartet wurde Felt Mountain 2 zu produzieren, auf der anderen Seite jedoch kommt mir einiges hier zu süß und poppig rüber. Je öfter ich die Cd höre, umso besser gefällt sie mir auch, deshalb gebe ich offiziel vier Sterne, aber die drei Sterne-Wertung ist trotzdem nicht ganz aus meinem Kopf zu kriegen. Es ist halt einfach nicht Goldfrapps Musikrichtung, was auf dieser CD angeboten wird. Da hole ich mir lieber Martha Wainwright oder Joanna Newsom um solche Musik zu hören.
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Shapeshifter am 23. Februar 2008
Format: Audio CD
...dieses album ständig mit "felt mountain" zu vergleichen, nur weil goldfrapp (vorerst?) wieder die discokugel eingepackt haben.
"seventh tree" hat so gut wie nichts gemeinsam mit "felt mountain", nicht musikalsich, und erst recht nicht was die atmosphäre betrifft.

anstatt cineastischen breitwand-sound und tiefer, irgendwo weltfremder "post-sun"-magie gibt es hier einen vertonen, lauen sommer-nachmittag, warm und erdig.
goldfrapp haben den sanften folk für sich entdeckt, immer wieder durchsetzt von fragiler elektronik & sanften streichern. ja, sogar eine band wie die beatles kann man in den raum werfen ("little bird").
insgesamt betrachtet dürften fans (neuerer) air und co. ihren spaß an der ganzen geschichte haben.

alles nett, alles warm, alles wunderbar produziert...aber für mich verliert sich da leider einfach einiges in der belanglosigkeit. es rauscht halt vieles an mir vorbei und man ist teilweise schon versucht, den bösen easy-listening stempel herauszukramen.

es gibt keine halbschritte bei amazon, es wäre evtl. noch ein halber stern mehr geworden. aber so richtig warm werde ich (trotz aller wärme) nicht mit dem album...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von J. Amm am 20. Juli 2009
Format: Audio CD
Wie alles andere auch, ist dieses Album von Goldfrapp aus zweierlei Sicht zu betrachten. Wer ein extrem abwechslungsreiches Album sucht, welches verschiedene Genre streift, sollte weitersuchen. Für Hörer die feine Nuance und Details heraushören und sich auf die traumartig verwobenen und sehr gut produzierten Stücke einlassen, wartet ein wunderbar emotionales Album, welches gleichermaßen laue Sommernächte sowie verregnete Herbstnachmittage zu untermalen vermag.

Anspieltipps sind "Road to Somewhere", "Cologne Cerrone Houdini" und das wundervolle Finale von "Little Bird".
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Format: Audio CD
Das vierte Album von Goldfrapp ist über weite Teile ruhig gehalten und so geht die Band nach den letzten beiden Alben ein weinig zum Ursprung ihrer Musik zurück. Doch ein wesentlicher Unterschied zu "Felt mountain" ist, dass diese CD keinen depressiven Eindruck hinterlässt, sondern einfach aus ruhiger, schöner und verträumter Musik besteht. Der Sound wirkt hier auch eingängiger und stimmiger und es wird auf zu experimentelle Spielereien verzichtet. Und so ist "Seventh tree" in meinen Ohren das beste Goldfrapp - Album bisher.

Clowns - Akustikgitarre und Streicherelemente bestimmen den Sound zu'm ruhigen Opener des Albums. Der Titel ist voll auf Alisons Stimme ausgerichtet, die hier relativ hoch und wunderschön ist.

Little bird - Auch dieser Titel beginnt relativ ruhig und man hat ständig das Gefühl jetzt muss der Song doch mal explodieren und richtig Tempo bekommen. Doch bis dahin lässt sich Goldfrapp viel Zeit und erst gegen Ende hört man Alison enthemmt singen und der Sound geht auch etwas mit. Und so ist hier eigentlicht der Aufbau des Titels das Intereressanteste und super mit viel Spannung gemacht.

Happiness - Der Name ist Programm. Schöner Mittemposong der irgendwie Freude und Glück verbreitet. Superschöne Melodie, die gleich hängen bleibt. Und "Happiness" ist auch durchaus gut tanzbar.

Road to somewhere - Schöner entspannter Song, bei dem die Stimme von Alison mal tief unten und mal ganz oben ist. Besonders gut klingt der Titel gegen Ende, wenn Alisons Stimme so herrlich nachhallt. Die verträumte und eingängige Melodie machen "Road to somewhere" zu einem besonderen Highlight des Albums.
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