Sonic Seducer Dezember 07
Ihr 2006er Debütalbum "A New Day" war wirklich eine durchwegs gelungene Angelegenheit - man gönnte es diesen musikgeschäftlich außerordentlich leidgeprüften Dunkelseelen von Herzen. Dieser so herrlich melodramatische Silberteller konnte die beflissenen Finnenpoeten um Zungenartist und Gitarrist Mikko Heikkilä in Gothic Rock- und Dark Metal-Kreisen schlagartig nachhaltig etablieren. Hauptverantwortlich dafür war das untrügliche musikalische Gespür der Band für Ausgewogenheit. Denn Sinamore stehen auch aktuell wieder für zeitlos-qualitative Melodien und aufwühlend authentisch anmutende Emotionalität in ihren manisch sehnsüchtigen Kompositionen. Auf der aktuellen zweiten Liedersammlung in Albumform zeigt sich das gefühlsintensive Tränenquartett oftmals gar noch einen Zacken härter und vor allem energischer - ohne glücklicher Weise aber die beinahe einzigartige melancholisch-hoffnungsvolle Komponente ihrer restlos beseelenden Klangkunst eingebüßt zu haben. Überhaupt, dem Kontrastierungsreichtum auf "Seven Sins A Second" widmeten Sinamore diesmal ihr größtes Augen- beziehungsweise Ohrenmerk. So tanzen hier zuweilen packend rigide Verzweiflungsausbrüche harscher Schrittart, schwelgerische (Gothic)Visionen und tief schwarzromantische Gefühlswallungen auf ein und demselben künstlerischen Parkett. Heikkilä erweist sich inmitten des betont feinsinnig ästhetisierten Ganzen als verständiger Könner - er weiß die urfinnisch erscheinende Mischung von Sinamore erneut mit souveräner Gesangsvielfalt zu vollenden. Und Letztere ist teilweise glatt als wunderschön zu titulieren. Das komplette Endresultat geht damit unweigerlich unter die Hörerhaut. Die Wirkung gleicht der eines Antidepressivums.
EMP 4/07
Das Debutalbum "A new day" konnte diese Melancholiker 2006 sehr gut etablieren. Verantwortlich war das untrügliche Gespür dieser Finnen für Ausgewogenheit in ihrer emotionalen Mischung aus Gothic Rock und Dark Metal. Auf der aktuellen zweiten Liedersammlung zeigt sich das gefühlsintensive Tränenquartett oftmals gar noch einen Zacken härter und vor allem energischer - ohne aber die beinahe einzigartige melancholisch-hoffnungsvolle Komponente ihrer restlos beseelenden Klangkunst eingebüßt zu haben. Vokalist und Gitarrist Mikko Heikkilä erweist sich inmitten des betont feinsinnig ästhetisierten Ganzen als Könner - er weiß die urfinnisch erscheinende Mixtur von Sinamore erneut mit souveräner Gesangsvielfalt edel zu vollenden. Überhaupt, dem vielfältigen Kontrastierungsreichtum auf "Seven sins a second" widmeten Sinamore diesmal ihr größtes Ohrenmerk. So tanzen hier zuweilen packend rigide Verzweiflungsausbrüche drakonischer Schrittart und höchst schwelgerische Klangvisionen mit tiefschwarzromantischen Gefühlswallungen auf ein und demselben künstlerischen Parkett. Zurück bleiben haufenweise nachhaltige Eindrücke. Ziel erreicht.