Es ist nicht das verflixte siebte Jahr, sondern das siebte Enigma-Album, welches heute veröffentlicht wurde. Und zugegeben, nach der dürftigen 2 Track Vorabsingle ohne jeglichen Remix war ich etwas skeptisch, auch wenn mir 'La Puerta Del Cielo' auf Anhieb gefiel.
Nach dem Durchhören von 'Seven Lives Many Faces' war mein erster Gedanke: Alles schon dutzendfach gehört, keine Innovation, Stillstand im Hause Cretu. Es fehlen Höhepunkte, alles im gepflegten (langweiligen) unteren Midtempo-Bereich. Abgesehen vom angesprochenen Singletrack blieb mir nur 'Je t'aime Till My Dying Day' im Kopf.
Michael Cretu zitiert sich auf dem vorliegenden Album einfach zu oft selbst. Dies geschieht natürlich auf produktionstechnisch perfektem Niveau, aber es fehlen fast gänzlich neue kreative Ideen. Überzeugte Enigma-Fans werden zugreifen, ansonsten rate ich dringend, vorab in das Album reinzuhören. Für sich genommen ist das Werk alles andere als schlecht, aber im Gesamtwerk 'Enigma' bestenfalls Durchschnitt - daher leider nur drei Sterne.