Für alle Freunde des "New Metal" der etwas härteren Gangart kann ich dieses Album nur empfehlen. Der klare, harte Sound der Band (der sich im Vergleich zur EP "Jihad" wesentlich natürlicher und metallischer anhört; anfangs vielleicht ungewohnt, aber meiner Meinung nach ein Pluspunkt) und der Sprechgesang der Sängerin ergeben eine gelungene Symbiose, die rockt. Vom Sound her durchaus mit Gruppen wie Mudvayne oder Disturbed vergleichbar, sind bei Otep doch nicht alle Stücke so kompakt aufgebaut. Bei Liedern wie "Jonestown Tea" und "My Confession" wechselt die Musik zwischen fast lethargischen und "infernalistischen" Abschnitten, so dass diese Lieder eher nicht zum Pogen einladen. Anders bei vielen anderen Songs wie z.B. "t.r.i.c." und "Bloodpigs", die bombigen "Metal" bringen. Produziert wurde die Scheibe von Terry Date, der unter anderem viel bei den Deftones mitgemischt hat.
Alles in allem eine hochwertige, abwechslungsreiche LP, die gefällt und ihre fünf Sterne bzw. 17 oder 29 Euros wert ist.