Mit dem dritten Album "Set the World on Fire" von 1993 standen schwerwiegende Veränderungen bei Annihilator an. Das fängt schon mit dem Line Up an. Neben Bandgründer Jeff Waters blieb nur Bassist Wayne Darley vom "Never, Neverland"-Album übrig, die zweite Gitarre bediente hier Neil Goldberg, an den Drums saß erstmals Mike Mangini (später wieder auf "All for You") und die Vocals steuerte der bis dato unbekannte Aaron Randall bei, der zwar melodiösere Töne anschlägt, dabei aber nicht minder angep**st klingt als seine zwei Vorgänger.
Der Thrash wurde etwas zurückgefahren, findet in Stücken wie "No Zone" und dem grenzenlos genial arrangierten "Brain Dance" genug Raum. Weitere Highlights sind das Titelstück mit seinem unwiderstehlichen Groove, die Ballade "Phoenix Rising" und das mit Wahnsinnshookline daherkommende "Knight jumps Queen" (super Text!). Generell ein sehr homogen wirkendes Album, zum Träumen aber auch zum abrocken bestens geeignet. Wer Brachialthrash wie auf "Alice in Hell" erwartet,wird jedoch enttäuscht sein.