Nach fünf langen Jahren veröffentlichen die Dresdner Absurd Minds ein neues Album. Und nach dem für meinen Geschmack teilweise etwas zu sperrig geratenen Vorgänger 'NoumenoN' besinnt sich das Electrotrio um Sänger und Mastermind Stefan Großmann wieder auf die typischen Stärken des 1995 gegründeten Projekts.
Wie schon bei der Ende 2006 veröffentlichten EP 'The Cycle' dominieren auf 'Serve or suffer' wieder die melodiöseren Songs, wie 'I enter you', 'Countdown' oder allen voran natürlich 'Human Bomb'. Gerade dieser Song hätte durch seine treibende Kraft und seinen hymnischen Refrain das Potential zu einem Szenehit. 'Interconnectedness' ist die wohl gelungenste Ballade der Bandgeschichte, noch stimmungsvoller als seinerzeit 'A man receives the answer'.
Neben cluborientierteren Electrotracks wie 'Eternal Witness', 'Deficit mindset' oder dem Album Titeltrack 'Serve or suffer' überzeugt vor allem auch das experimentellere 'Tear it down'. Großartig auch der abschließende Song 'Holier than you', der endlich auch mal ein längeres Stück auf ein Absurd Minds Album Einzug halten läßt.
Für mich ist 'Serve or suffer', welches übrigens erstmals in kompletter Eigenregie der Band entstand, das bislang überzeugendste Werk der Dresdner. Ob es den zahlreichen Veröffentlichungen in diesem Jahr gelingen wird, dieses Album zu übertreffen, ist zumindest zweifelhaft.