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Serpico - FOCUS-Edition
 
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Serpico - FOCUS-Edition

Al Pacino , Tony Roberts , Sidney Lumet    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Al Pacino, Tony Roberts, John Randolph
  • Regisseur(e): Sidney Lumet
  • Komponist: Mikis Theodorakis
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: CMS Complete Media Services GmbH
  • Erscheinungstermin: 4. Juni 2007
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 125 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000JJ39UA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 54.359 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Jungpolizist Frank Serpico stößt mit Hippie-Aussehen - lange Wuschelhaare, Jeans, Pudelmütze - bei den Kollegen nicht auf Gegenliebe. Als er entdeckt, dass die Polizei Schmiergelder von Gangstern kassiert und sich weigert, ebenfalls Bestechungsgelder anzunehmen, wird er versetzt. Er führt seinen Kampf gegen die Korruption fort und übergibt der New York Times Beweise. Bei einer Razzia wird er von den Kollegen im Stich gelassen und angeschossen. Im Krankenhaus lehnt er die Beförderung ab und quittiert den Dienst.

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SERPICO

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
The Untouchable 8. November 2010
Von Tonio Gas TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
© Tonio, filmkritik99.jimdo.com

"Serpico" ist ein Film von Sidney Lumet, und er macht alles so gut, wie man das von seinen besseren Filmen kennt. Was aber ist eigentlich der Schlüssel zu "Serpico", dieser auf Fakten basierenden Geschichte um einen aufrechten Bullen in einem korrupten Sumpf? Es sind diesmal nicht die messer- und tiefenscharfen Chiaroscuro-Aufnahmen, die kaum Licht in dunkle Abgründe lassen. Es ist nicht die authentische Schmuddeligkeit New Yorks, wie sie der neben Woody Allen wohl größte Überzeugungs-New Yorker Lumet filmt. Es ist auch nicht die gerade in der Eröffnungsszene aufzufindende meisterhafte Verknüpfung von Ton (ein Scheibenwischer, ein Martinshorn), Nähe (der blutende Al Pacino alias Serpico) und Distanz (die Kühle in der Notaufnahme), über die wir mitten in die Geschichte gestoßen werden und uns nach und nach zusammenreimen müssen, was dort eigentlich passiert ist. Es ist auch nicht die unnachahmliche Mischung aus einem, haha, unbestechlichen Blick und der radikalen Subjektivierung (dass Serpico von scheinbar Verbündeten ewig lange bis zu einem angeblich günstigen Zeitpunkt vertröstet wird, um die Korruptions-Bombe platzen zu lassen, dehnt Lumet so lange, dass der Film nach konventionellen Dramaturgiemaßstäben fast ein bißchen langweilig wird, aber andererseits lässt er uns dadurch die Perspektive des Protagonisten einnehmen und seine Qualen fühlen - wir sind Serpico). Das alles ist zwar hervorragend, aber das Besondere an diesem Film sind die kleinen Feinheiten am Rande, gleich in der Anfangsphase: Da berichtet Serpico einer Freundin, dass er immer Polizist werden wollte, weil er als Kind einmal bei einem Unfall wissen wollte, was los war, bis er bemerkte, dass nur die Uniformierten ins "Innere" vordringen dürfen. Dementsprechend werden Serpico und der Film tatsächlich eine Innenansicht der Polizei erlangen/präsentieren, aber anders, als sich der Protagonist das vorgestellt hatte! Zum zweiten wird Serpico als Mann zwischen allen Stühlen präsentiert, ohne festen Platz in der Gesellschaft: Ihn zieht es weg von der bodenständigen Familie aus der Bronx zu Intellektuellen nach Greenwich Village; er interessiert sich für das klassische Ballett seiner Freundin. Aber das kommt bei den männerbündischen Cops nicht an ("Fünf Stellungen gibt es." "Da hat sie Dir ein paar unterschlagen", grinst ein Kollege). Andererseits werden die sogenannten Intellektuellen als dünkelhafte Schnösel charakterisiert. Somit kann Serpico keinen Platz finden, nirgendwo. In diesem Zusammenhang mag es interessant sein, dass Serpico sich in seinen Abendstudien auch einmal beschäftigt mit - Don Quixote und Cervantes. Dies scheint mir ein wichtiger Schlüssel zu sein: Serpico "möchte jemand sein", steht zwischen allen Fronten, und so bleibt ihm nichts als sein Rückgrat - um feststellen zu müssen, dass er bei dem Kampf gegen die Korruption gegen Windmühenflügel kämpft. Somit ist dieser auf den ersten Blick typische "Gerechtigkeitsfilm" von Lumet nicht nur einer, der von einer Institution handelt, sondern auch vom Individuum, von Serpicos ganz persönlichen Problemen. Dieser Mann ist ein moderner Don Quixote auf verlorenem Posten, aber wie dem Ritter von der traurigen Gestalt können wir ihm nur wünschen: Du hast keine Chance, also nutze sie. Lumet hat den schonungslosen, aber nie ganz fatalistischen Blick. Auch deswegen ist "Serpico" ein Meisterwerk - nach konventionellen Maßstäben vielleicht etwas schwerfällig und sperrig.

Die DVD der Focus-Edition hat eine gute Qualität, den deutschen und englischen Ton sowie den Trailer als Bonus.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
klasse teil 19. Juli 2007
der film.pacino als junger idealistischer cop der gegen korruption in den eigenen reihen angeht und an der gleichgültigkeit seiner vorgesetztn schier verzweifelt.selten sieht man einen schauspieler so leiden;man beachte den gehetztn blick von pacino.der film wurde sehr rauh und ohne kompromisse in szene gesetzt.sehr sehenswert,vor allem wegen einer der ersten rollen von pacino.
was eine frechheit ist,ist die ausstattung der dvd.es gibt keine,nur einen gtrailer.das ist mager!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schmiergelder... 8. November 2011
Von Ray TOP 500 REZENSENT
Bereits als kleines Kind träumte Frank Serpico (Al Pacino) davon Polizist zu werden. Im Jahr 1959 geht dieser Traum dann tatsächlich in Erfüllung, er schafft die Prüfung an der Polizeiakademie und gehört somit zum New York City Police Department.
Die dortigen Ideale interessieren ihn, er wird zum Schwur für Gesetz und Ordnung, für Ehrlichkeit und Ehrbarkeit verpflichtet.
Doch die Realität sieht anders aus. Als er als Streifenpolizist eine junge Frau vor drei Vergewaltigern rettet und einen dieser jungen Männer (Damien Leake) verhaften kann, erlebt er wie sein Kollege Malone (Hawk Garrett) den Verhafteten schlägt und misshandelt, nur um schnell eine Aussage zu erzwingen. Serpico ist angewidert vom solchem Verhalten und macht mit seiner etwas liberaleren Art die Kollegen misstrauisch.
Erschwerend kommt hinzu, dass Serpico keine Schmiergelder annehmen will, die er von den Kollegen angeboten bekommt und die in den New Yorker Polizeirevieren üblich und weit verbreitet sind.
Serpico hebt sich ab von der Mehrzahl seiner korrupten Kollegen, auch sein Äusseres ist individuell.
Er liest viel, lässt sich einen Bart wachsen, kleidet sich anders, trägt einen Hut und lebt privat ein bisschen Hippieleben aus.
Seine Kollegen verfahren nach dem Prinzip: Einer für Alle, Alle für Einen. Das bedeutet Jeder muss Schmiergeld annehmen. Derjenige der keins nimmt, wird als Außenseiter und Verräter gebrandmarkt.
Und so bugsiert sich Serpico mit seiner unbestechlichen Art immer mehr ins Abseits, darunter leidet auch sein Privatleben. Seine Freundinnen wechseln, nach Leslie (Cornelia Sharpe) kommt Laurie (Barbara Eda-Young), die Frauen haben es nicht leicht, da das Privatleben vom Ärger im Job geprägt wird.
Immer mehr wird er gemieden und beschimpft. Mit Hilfe seines Kollegen Bob Blair (Tony Roberts) versucht Serpico die Vorfälle seinen Vorgesetzten zu melden, welche jedoch nur scheinbar etwas dagegen unternehmen. Als Serpico nach fast zwei Jahren des Wartens Kontakt mit dem integren Sidney Green (John Randolph), der schon seit langem Korruption in den eigenen Reihen bekämpft und darüberhinaus mit der Geschichte an die Öffentlichkeit geht, spitzt sich die Situation zu...
"Serpico" wurde 1973 von Sidney Lumet. Der etwas spröde Polizeifilm beruht auf der wahren Geschichte des Polizisten Serpico, Peter Maas schrieb einen Bestseller darüber, es folgte Lumets beinahe dokumentarisch anmutende Verfilmung.
"Serpico" gilt als einer der ersten Filme die die großangelegte und weitverbreitete Korruption in der amerikanischen Polizei anprangerte.
Daher sorgte der Film bei seinem Erscheinen für viel Aufsehen.
Lumet zeigt die dunklen Machenschaften dieses mächtigen Apparates in aller Deutlichkeit. Eine fest zusammengeschweiste Mannschaft der Gesetzeshüter, die nach außen andere Regeln verkündet und auch leben soll, als sie im Inneren tatsächlich gelten. Diese inneren Regeln sind eindeutig: Man profitiert vom kriminellen System, nimmt Geld von Beschuldigten, auch von überführten Verbrechern, und lässt sie zumeist dafür in Ruhe. Ganze Reviere kassieren Spielgelder, andere bereichern sich kollektiv an Gelder aus Betrügereien, Hehlerei-Geschäften, Drogengeschäften und so weiter. Im schmutzigen Drogengeschäft lässt sich am meisten absahnen, dort ist auch schon mal 40.000 Dollar pro Nase drin. Das alles geschieht, weil die Vorgesetzten in allen Teilen des Apparates entweder die Korruption dulden oder gar selbst abkassieren. Selbst der Bürgermeister entscheidet sich eher dafür keinen Streit mit der Polizei haben zu wollen, denn dann könnten die Wahlen verloren werden.
Regisseur Lumet ließ dieses Thema nicht mehr los: Sein tiefes Mißtrauen gegenüber dem Polizeiapparat verarbeitete er anschliessend auch in "Prince of the City", "Tödliche Fragen" und "Nacht über Manhattan".
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