Aus der Amazon.de-Redaktion
Serenity liefert den perfekten Beweis dafür, dass
Firefly ein besseres Schicksal verdient hätte als die Beendigung der Fernsehausstrahlung. Joss Whedons viel gelobte Serie, die eine Mischung aus Western und Science Fiction war, hatte die besten Voraussetzungen für die Umwandlung in einen Kinofilm, und dieses actiongeladene Abenteuer erlaubt Whedon nun, die Hintergründe von
Firefly zu beleuchten besonders die geheimnisvolle Geschichte um den traumatisierten und launischen Blinden Passagier an Bord des Raumschiffs Serenity: River Tam (Summer Glau). Ihre mörderischen Fähigkeiten als "programmierte Waffe" machen sie zum begehrten Hauptgewinn für die machthungrige planetarische Allianz, die hier von einem Beauftragten (Chiwetel Ejiofor) verkörpert wird, der vor nichts zurückschreckt, um River aus dem Schutz der Besatzung der Serenity zu entreißen. Dennoch bekommt der Zuschauer all jene schlagfertigen Dialoge und knackigen Actionsequenzen geboten, die man vom Schöpfer von
Buffy Im Bann der Dämonen erwarten kann, aber Whedon geht noch einen Schritt weiter und versieht so seine altbewährten Darsteller mit genauer ausgearbeiteten dynamischen und liebevollen Beziehungen untereinander. Die Besetzung von
Serenity liefert eine gut ausgewogene Mischung aus Tiefgang und Humor und besteht aus Nathan Fillion als Captain Mal Reynolds, der sowohl Draufgängertum als auch Zuneigung zu seinen Besatzungsmitgliedern Wash (Alan Tudyk), Zoe (Gina Torres), dem humorvollen Kämpfer Jayne (Adam Baldwin), die Ingenieurin Kaylee (Jewel Staite), Bordarzt Simon (Sean Maher) und Mals früherer Flamme Inara (Morena Baccarin) zeigt, welche in Whedons flotter Geschichte eine zentrale Rolle spielt. Viele Kritiker waren sich darüber einig, dass
Serenity all jene spannende Unterhaltung und Spaß bot, der bei den neuesten
Star Wars-Filmen von George Lucas fehlten, und Whedon lässt das Ende offen was Raum für eine Fortsetzung bietet, die nie billig oder kommerziell opportunistisch wirken dürfte. Somit sollte es klar sein, dass wir angesichts der unerforschten Mysterien um die Blue Sun das Raumschiff Serenity nicht zum letzten Mal begleiten durften.
--Jeff Shannon
Movieman.de
Die Crew der "Serenity" tauchte zum ersten Mal in der TV-Serie "Firefly" auf. Die Kritiken waren gut, die Fangemeinde bereits beträchtlich, aber dennoch stimmten die Quoten nicht und die abgefahrene SciFi-Western-Serie von "Buffy"- und "Angel"-Mastermind Joss Whedon wurde bereits nach der ersten Season abgesetzt. Was dann kam, gleicht einem Märchen, wie es eigentlich nur Hollywood schreiben könnte! Das Canceln von "Firefly" mobilisierte nicht nur Herrn Whedon selbst, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um seine Mannschaft "am Leben zu erhalten", sondern vor allem auch die Fans. Webseiten schossen wie Pilze aus dem Boden, der TV-Sender Fox, der ja gerne mal erfolgreiche Serien absetzt, wurde mit Briefen bombardiert David gegen Goliath und dann geschah das Wunder und bei Universal Pictures gab es in verantwortlichen Stellen auch Fans und der Kinofilm "Serenity" erhielt grünes Licht! Auch wer die Serie nicht kennt, kann sich bei "Serenity" mit Capt. Reynolds & Co. amüsieren und die pointierten Dialoge, die Gags und die knackige Action genießen ... allerdings: den wahren Spaß hat man erst, wenn man zu denen gehört, die ein Wiedersehen mit Mal, Zoe, Wash, Jayne, Inara, Kaylee, Shepherd Book, Simon und River kaum erwarten konnten und endlich ein paar längst fällige Antworten haben wollten und die bekommt man nun! Fazit: Witzig, rührend, traurig das Sequel zur "Firefly"-Serie ist für die Fans ein wahres Fest und ein Geschenk! (Andrea Biwald)
Moviemans Kommentar zur DVD: Selbst an den noch guten Kontrastwerten lässt sich nicht viel meckern und der Rest besteht sowieso. Auch akustisch kann man einfach kaum etwas bemängeln, außer empfehlen, sich das etwas stärkere Original anzuschauen. Die Extras sind sehr informativ und umfangreich. Und dabei kommt mit den verpatzten Szenen auch der Spaß nicht zu kurz.
Bild: Wenn auch hin und wieder leichte Artefakte wie Flimmern auf perforierten Stahlwänden (links, 00:05:19) auftreten, so bietet sich doch ein im Detail sehr klares Bild. Die Schärfewerte liegen hoch, wenn auch ab und zu ein wenig mehr Tiefenschärfe vorhanden sein könnte (Security hinten, 00:07:29). Die Farben wurden bewusst kühl gehalten. In Außenszenen aber bietet sich die gesamte Palette der Natur, von warmen über strahlende bis hin zu pastellfarbenen Farbstimmungen. Die visuellen Effekte bleiben frei von Fehlern und bieten atemberaubende Klarheit. Dabei könnten sich insgesamt aber die Kontraste etwas vielfältiger aufgelöst zeigen (Personen im Gang, 00:29:48), auch wenn Überbelichtungen (Zeltdach, 00:57:25) meist bewusst angelegter Natur sind.
Ton: Akustisch ist das Original ein wenig kräftiger und durch die Originalstimmen mit mehr Lebendigkeit ausgestattet. Effekte durchsetzen aber auch in der deutschen Version eindrucksvoll den Raum. Der Subwoofer dröhnt bemerkenswert sonor (Raumschiff, 00:01:06) und lässt Tassen im Regal erzittern. Insgesamt können in dieser Hinsicht beide Tonspuren mehr als überzeugen. Dynamiken ziehen vital durch alle Boxen und hinterlassen das Gefühl, als würde der Zuschauer selbst mitfliegen. Praktisch zu keinem Zeitpunkt fehlen interessante Details in der Kulisse oder berauschende Effekte (Türöffnung, 00:04:17). Alle Kanäle könnten sich kaum besser ausgefüllt sehen.
Extras: Das untertitelte Bonusmaterial widmet sich ganz der Geschichte der Serie und ihrer Wiederauferstehung als Filmproduktion. Die Bandbreite der Extras ist dabei sehr groß: Die unveröffentlichten Szenen (14:40 Min.) sind mit oder ohne Kommentar anwählbar, der sehr lohnenswert ist, da Regisseur Joss Whedon hier begründet, warum welche Szene nicht übernommen werden konnte. Insgesamt abspielbar oder einzeln anwählbar sind 1. Kaylee und Sheyda erweiterte Fassung, 2. Inara und Sheyda, 3. Operative spürt mal auf, 4. Die erweiterte Eröffnung mit River und Simon/Haven, 5. Flucht aus dem Trainingshaus der Gesellschafterinnen, 6. Mals und Inaras Shuttle-Jagd, 7. Mals und Inaras stiller Moment, 8. Mal und Operative Coda erweiterte Fassung. Die verpatzten Szenen (6:05 Min.) zeigen witzige Details davon, was mit den futuristischen Requisiten alles schief gehen kann. "Geschichte der Zukunft: Die Geschichte der Erde von einst" (4:33 Min.) zeigt Kommentare und Ausschnitte. Außerdem berichtet Regisseur und Autor Joss Whedon über die Zukunft, in der seine Story spielt. "Was ist drin in einer Firefly" (6:34 Min.) widmet sich der Hoovercraft-Verfolgungsszene und den damit verbundenen visuellen Effekten. In "In Firefly gehen die Lichter wieder an" (9:40 Min.) berichten die Mitwirkenden darüber, wie sie mit der Absetzung der Serie fertig wurden und was unternommen wurde, um den Film zu drehen. Die "Einführung durch Joss Whedon" (3:55 Min.) gibt dem Regisseur und Autor das Wort. Whedon erklärt, wie die Serie zum Film wurde und dankt seinen Fans. In "Die Reise eines Filmemachers" (19:56 Min.) berichten Mitwirkende vom Dreh über ihre Beziehungen zu Serie und Film. Hierbei geben sich viele witzige Details zu den Dreharbeiten. Nicht zuletzt ist der Filmkommentar mit Joss Whedon unbedingt empfehlenswert. --movieman.de