Diese hübsche Norwegerin konnte immer schon überzeugen, wenn man mal etwas Abwechslung vom allgemeinen Chart-Gehabe brauchte. Die Skandinavierinnen sind da ja generell eine verläßliche Größe, doch von Silje über Lisa zu Rebekka, jede auf ihre bezaubernde (Eigen-)Art.
Cowboyhut, Indian-Summer und US-Country - tausend Mal gehört? Eigentlich ja, aber gemischt mit dem Charme spätsommerlicher Fjorde geht da eine ganze Menge (mehr). Wie schon (von anderen) erwähnt, einen Hit sucht man vergeblich, braucht man aber auch nicht. Das Gesamtwerk besticht durch eine strahlende gemütliche Atmosphere, die entspannt sämtliche Sinne öffnet und einen letztendlich zwingt den akkustischen By-the-ways richtig zuzuhören, um ihre >Saiten< samt Lyrik zu entdecken ... ja und dann gleich nochmal und wieder klingt es anders - Überraschung. >Minas dream< entwickelt Flügel, je öfter man es hört.
Die Cd heißt >September< und hat den Charme einer lässigen Autotour durch den Altweibersommer, wo und mit wem auch immer. Sie bringt Dir das rot-gelb-orange der ersten Herbstbäume und die geträumten Lagerfeuer ins Haus, ins Zimmer, wohlig, warm und gemütlich, wie eine Lampe, wie ein gutes Aroma, fast wie ein Freund, aber nicht nur lässig, auch traurig, auch tief.
Anspieltipps: >The wrestler<, >Never been to Paris< und >Strange evening< ... und natürlich der Rest.
(23.11.: Das Konzert in Hannover war fantastisch - diese unglaubliche Stimme ist auf Cd nicht einzufangen - live war alles noch 723x besser!)