Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
vogue for voyeur, 29. Oktober 2009
schön einfach mal einen kleinen blick in die glitzerwelt der top-top-modewelt hineinwerfen zu können. anna wintour hat ihren arbeitgebern mit dem film demonstriert, dass sie=vogue ist und nicht so leicht zu ersetzen ist. dabei schafft sie es ganz gut sich nicht allzusehr anzubiedern und dennoch nicht gänzlich unsympathisch rüberzukommen. ihre furchterregende ausstrahlung kann man nur an reaktionen und kommentaren ihres umfeldes erahnen: so der wimmernde ysl-designer oder die opportunistischen mitarbeiter, die zu allem ja und amen sagen (was bleibt ihnen auch übrig). klasse ist die antwort einer ihrer mitarbeiterinnen auf die frage, ob anna die hohepriesterin der "mode-kirche" ist: I would say she´s rather the pope !
echte heldin und haupakteurin ist allerdings die vergleichsweise nicht so bekannte grace coddington, die als kreative stylistin um ihre shootings kämpft, lacht, intrigiert, traurig ist oder junge kollegen unterstützt. sie ist das herz der redaktion und ihre leidenschaft für mode und ästhetik kommt bei jeder sequenz mit ihr authentisch-glaubwürdig rüber. auch skizziert sie ihr über 20-jähriges verhältnis zu anna und korrigiert durchaus das bild, dass man zunächst von wintour hat: die kreativität entwickelt sich schienbar in der zunächst gegensätzlich scheinenden dynamik zwischen beiden frauen.
alles im allen für modefans ein größer spaß...dennoch auch anlass nachdenklich zu sein, ob nicht eine völlig neue besetzung der vogue doch nicht schlecht wäre, um in die ziemlich verkrusteten strukturen frischen wind reinzubringen..
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
En Vogue, 23. November 2009
Eine hervorragende Film über die mächtigste Frau der globalen Modeindustrie und ihres Magazins, der US Vogue. Ein Jahr lang hat Regisseur R.J. Cutler mit seinem Team die Räume der Vogue bei Condé Nast belagert und den Alltag der Redaktion um Anna Wintour dokumentiert. Ziel war es, die Entstehungsgeschichte der Septemberausgabe von 2007 zu zeigen, die mit 840 Seiten, die bis heute umfangreichste Ausgabe wurde. Interessannt auch die Interviews und Ansichten von Grace Coddington, Sally Singer und Anna Wintour, wie sie ihr Leben bei und mit Vogue rückblickend betrachten. Neben mit viel Hingabe, vielen persönlichen Rückschlägen, Stolz und Freude führen auch immer wieder andere Ansichten und Meinungen zur Ausgestaltung des Magazins. Über ihren Vater gelangte Anna in den Journalismus, arbeitete für die British Vogue und kahm schließlich in den 80'er Jahhren mit Crace Coddington zur amerikanischen Mutterausgabe. Mit Modell und schauspielerin Sienna Miller macht Mario Testino das Covershooting und die Fotostrecke für den Leitartikel in Rom, in Anlehung an Standbilder des italienischen Films. Schlußendlich werden sogar Mitarbeiter des Filmteams für einige Aufnahmen benutzt und als Modell verkauft. Als Anna beim Verlagschef Newhouse die Septemberausgabe vorstellt, sind alle zufrieden und das Magazin geht in den Druck. Danach sind alle bereit für die nächste Ausgabe ...
Ein Interessanter Einblick in die Arbeit der Redakteure, Modells, Fotografen und Designer die die Trends fürs nächste Jahr setzten und maßgeblich den gesamten Modegeschmack weltweit beeinflussen. Für Fans von Modedesign und Fotografie unverzichtbar!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Super Dokumentation, 27. Oktober 2009
Anna Wintour ist seit über zwanzig Jahren die Chefin des amerikanischen Modemagazins Vogue. Sie "beherrscht" dadurch eine 300 Milliarden-Dollar-Industrie. Wenn ihr etwas gefällt und in den redaktionellen Teil der Zeitschrift Eingang findet, dann wird dieses Teil für diese Frauen zum "Must have". Traditionell ist die September-Ausgabe die umfangreichste des ganzen Jahres. Für die Modeindustrie ist diese Ausgabe wie der Januar des Jahres. Der Herbst beginnt, und mehr oder minder plötzlich werden wir mit einer anderen Mode konfrontiert.
Dieser Film begleitet Anna Wintour bei den Vorbereitungen für diese Ausgabe, die übrigens schon im März beginnen. Es zeigt sich, das Anna ein bisschen so ist, wie es in dem Spielfilm "Der Teufel trägt Prada" Der Teufel trägt Prada schon angedeutet wird, allerdings weniger überzogen. Anna Wintour ist eine kühle und distanzierte Frau, die außerordentlich ehrgeizig und diszipliniert ist. Ihre Ansichten sind manchmal unberechenbar. Teilweise passt ihr schwarz und grau nicht für den Winter, und wenn man ihr dann pink vorschlägt, hält sie das für zu frühlingshaft. Diese Widersprüche machen sie aber auch interessant, und vielleicht auch so erfolgreicn. Ihr Herausgeber sagt, dass er für das Menschliche zuständig ist. Insofern sind die Beiden ein gutes Team. Mit einem ungeheuren Aufwand wird hier die High-Class-Mode präsentiert. Richtigerweise sagt Anna, dass die Beschäftigung mit Mode nicht unbedingt ein Armutszeugnis ist. Sie beeinflusst unser aller Leben, und wer behauptet, sich nicht dafür zu interessieren, der leidet häufig unter dem Gefühl, daran nicht teilhaben zu können, was sicherlich für einen erheblichen Teil der Bevölkerung auch zutrifft. Auf der anderen Seite ist man nicht automatisch dadurch ein Dummie, dass man seine Jeans nicht im Kaufhaus sondern bei Versace kauft. Und auch als intelligenter Mensch braucht man sich keineswegs zu schämen, wenn man sich diesen Film ansieht.
Der Film ist eine Dokumentation, trotzdem witzig gemacht, und man sieht, dass Anna durchaus Humor hat, auch wenn sie den nicht immer zeigt. Insgesamt ist der Film ein hervorragender Einblick in eine Industrie, von der man sonst nur die Fassade sieht.
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