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37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kommt (fast) an Stolz und Vorurteil ran!, 26. Februar 2002
Die Handlung des Buchs? Nun ja, es ist ein Jane Austen Roman. Es geht also um die alles bestimmende Frage: wer heiratet wen? Wie immer in Jane Austens Werken sind die Helden sympathisch und die Nebenfiguren skurril-liebenswert gezeichnet. Apropos, Held - der taucht in diesem Fall erst ziemlich spät auf, so dass Jane Austen keine Gelegenheit mehr hatte, ihm einen bestimmten Charakter zu verpassen. Das machte mich zunächst etwas skeptisch, doch Marie Dobbs orientierte sich bei der Charakterzeichnung an Edward Stanley, dem Protagonisten aus "Catherine oder die Laube", einem anderen Romanfragment der Jane Austen. Damit kam ich also doch noch zu "meinem" echten Jane Austen Helden. Die vernünftige, aber durchaus selbstbewusste Charlotte Heywood verbringt die Sommersaison im Badeort Sanditon. Dort hat anscheinend jeder irgendeine (eingebildete) Krankheit oder ist auf der Jagd nach einer guten Partie. Nur der jüngere Bruder ihres Gastgebers fällt aus dem Rahmen. Bei ihm hat Charlotte, die es liebt zu beobachten, Probleme, seinen Charakter zu durchschauen. Charlotte hält ihn für oberflächlich und auch egozentrisch, bis sie erfährt, dass das nur eine Maskerade ist, um seinem Freund zu helfen. Es ist wirklich unglaublich, wie gut Marie Dobbs die von Jane Austen begonnene Geschichte weitererzählt. Ihr Schreibstil ist kaum von der ihrer Vorgängerin zu unterscheiden. Schade, dass sie nicht auch andere Romanfragmente fertiggestellt hat!
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Von Jane Austen inspiriert, 11. September 2002
Ich habe "Sanditon" mit großem Vergnügen gelesen. Der Schreibstil dieses Buches unterscheidet sich sehr von dem der früheren Bücher Jane Austens. Dies wurde jedoch schon in den ersten Kapiteln, die ja noch von Austen selbst stammen, ansatzweise deutlich. Marie Dobbs ist es gelungen, die Geschichte bündig und amüsant und unterhaltsam weiterzuerzählen. Was mich allerdings irritiert ist die Tatsache, daß stets davon gesprochen wird, Marie Dobbs habe Jane Austens Roman vollendet. Die mit Abstand wenigsten Kapitel von "Sanditon" sind von Jane Austen selbst, daher betrachte ich diesen Roman viel eher als ein Buch von Marie Dobbs, das von Jane Austen inspiriert ist. Es mag auch mit an der Übersetzung liegen, aber mir schienen die Wortwahl und auch die Handlungsweisen der Protagonisten vor allem in den letzten Kapiteln so viel moderner und weniger gebunden an damalige Konventionen, daß ich zu behaupten wage, ich wäre erstaunt gewesen, wenn mir jemand erzählt hätte, das ganze Buch stamme von Jane Austen. Vielleicht empfinde ich aber ja nur deshalb so, weil ich eben definitiv weiß, daß Marie Dobbs die Verfasserin ist? Ich halte dies durchaus für möglich. Auf alle Fälle hat mir "Sanditon" aber gut gefallen, und wer Jane Austen mag, sollte es in Gedenken an sie unbedingt lesen.
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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Absolut bezaubernd..., 16. Februar 2006
... schildern Jane Austen und Marie Dobbs die Geschichte der jungen und pragmatischen Charlotte Heywood, die von den Parkers, denen ihr Vater bei einem Unfall mit ihrer Kutsche behilflich sein konnte, eingeladen wird, ihren Sommer bei ihnen im idyllischen Badeort Sanditon zu verbringen. Hier lernt Charlotte nicht nur eine Reihe ebenso skuriler wie amüsanter Personen kennen, sondern auch den Bruder ihres Gastgebers, Sidney Parker, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Sanditon besticht nicht nur durch die gewohnt gefühlvolle und bildliche Sprache Jane Austens, die Marie Dobbs wunderbar weiterzuführen verstanden hat, sondern auch durch die feine Ironie, die Jane Austen-Bücher immer zu einem reinen Lesevergnügen machen. Zu besonderem Amüsement tragen dabei nicht nur Mr. Parker bei, der Sanditon um jeden Preis zu einem anerkannten Badeort auf einer Stufe mit Brighton machen will, sondern auch dessen Schwestern, die sich durch das ganze Buch über vermeintlich gegebene Leiden auslassen, denen sie angeblich unterliegen. Die besonderen Höhepunkte des Buches bilden meiner Meinung nach jedoch die Passagen, in denen es um die Gefühle zwischen Sidney und Charlotte geht: Charlotte durchlebt alle Stadien der (heimlichen) Verliebtheit, ist hin und her gerissen zwischen Glückgefühlen und tiefer Traurigkeit, verzweifelt, weil sie seine Gefühle nicht zu deuten weiß ... kurzum alles, was jeder kennt, der schon einmal verliebt war, so dass es als Leser nicht schwerfällt, mit ihr zu leiden und sich zu freuen. Volle fünf Sterne für ein absolut bezauberndes Buch, das zu lesen wirklich lohnt!
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