Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Leider enttäuschend!, 26. April 2008
Mir persönlich gefallen sowohl die alten, als auch die neuen Sachen von In Flames und auch wenn ich die älteren Platten klar bevorzuge, konnten mich ihre letzten drei Alben ebenso überzeugen. Von daher habe ich mich von den zahlreichen negativen Kritiken nicht abhalten lassen mir "A Sense Of Purpose" zu kaufen, allerdings habe ich trotz der vielen positiven Kritiken auch keine sonderlich hohen Erwartungen gestellt - ich wollte mir mein eigenes Bild machen.
In wie fern man hier noch konkret von 'Weiterentwicklung' sprechen kann, sei dahin gestellt. Entwickelt haben sich die fünf Schweden auf jeden Fall, nur die Richtung ist das, was mir ein bisschen Kopfschmerzen bereitet. "A Sense Of Purpose" hat durchaus seine Höhepunke, Songs, die man durchaus als gelungen ansehen kann. Allerdings gibt es auch reichlich Stücke, bei denen ich stellenweise nur den Kopf schütteln kann.
"The Mirror's Truth" ist sicher nicht der beste In Flames-Song, aber er eröffnet das Album schon mal einigermaßen ordentlich. Ein recht harter Eingang, rockige Strophen und ein melodischer Chorus - kein innovativer Songaufbau, aber ein anständiges Stück, wenn auch etwas unspektakulär. "Disconnected" kann mich dagegen schon mehr überzeugen. Es ist in den Strophen recht hart und geht im Refrain zu einer schönen Melodie und emotionalem Gesang über. Auch wenn die Textpassage "I Feel Like Shit, But At Least I Feel Something" jetzt nicht der Hit ist, weiß das Stück zu gefallen. "Sleepless Again" ist insgesamt melodischer, etwas verträumt und gefällt mir insgesamt eigentlich ganz gut. "Alias" hingegen ist mir zu poppig, zu melodisch, zu unspektakulär, zu langweilig. "I'm The Highway" ist definitiv einer der Höhepunkte. Das Eingangsriff ist großartig und auch im Folgenden weiß das Stück zu überzeugen, da es Power und Geschwindigkeit hat. Selbst der Refrain rockt trotz dem obligatorischen Melodieanteil ordentlich. "Delight And Angers" ist - wie auch schon "Alias" - ganz nett, aber langweilig und unspektakulär. Vor allem der Refrain ist ziemlich dünn. "Move Through Me" ist da schon besser. Insgesamt recht hart, rockig und weniger melodisch weiß das Stück zu gefallen. Das achtminütige "The Chosen Pessimist" gefällt mir eher nicht. Ich hatte mich im Vorfeld auf eine kräftige Metal-Ballade á la "Come Clarity" gefreut und von daher bin ich enttäuscht. Der Song ist ziemlich kraftlos, weinerlich und mit seinen acht Minuten viel zu lang gezogen. Berührt mich kaum! Um so mehr hab ich mich über "Sober And Irrelevant" gefreut. Das ist der wohl beste Song des Albums, der ordentlich rockt und auch im Refrain nicht zu melodisch wird. Hätte durchaus auch auf "Come Clarity" gepasst. "Condemned" ist kaum erwähnenswert, weil es wieder einmal eines der langweiligeren Stücke ist. "Drenched In Fear" ist da etwas mehr gelungen, setzt wieder auf rockige Strophen und einen melodischen Chorus und gefällt mir ganz gut. Vor allem der Chorus weiß hier zu gefallen. "March To The Shore" bietet einen schön rockigen Ausgang. Es ist in den Strophen wieder einmal härter, im Refrain wieder einmal melodisch, deshalb insgesamt unspektakulärer, weiß aber durch nette Riffs und tolle Melodien zu überzeugen.
Insgesamt ist "A Sense Of Purpose" ein durchschnittliches Album, das die 3 Sterne verdient hat. Wenn ich allerdings daran denke, was In Flames mit "The Jester Race", "Whoracle" und "Colony" einst für großartige Meisterwerke geschaffen haben, dann tut es mir wirklich in der Seele weh, dass hier nicht mehr drin ist. Ich gehöre wirklich nicht zu den Leuten, die von jedem In Flames-Album ein zweites "The Jester Race" erwarten, aber ein zweites "Reroute To Remain" oder "Soundtrack To Your Escape" sollte schon drin sein und davon sind die Schweden auf "A Sense Of Purpose" leider sehr weit weg.
Käufer einer Limited Edition bekommen zudem noch eine Bonus-DVD. Ich habe sie mir nur auszugsweise angesehen, aber es dürfte ein mehr oder weniger komplettes Making Of darauf sein. Wen so etwas interessiert, für den dürfte die Bonus-DVD etwas sein, ich persönlich hätte mir lieber Video-Clips oder Live-Mitschnitte gewünscht. Zudem ist noch ein eher sinnloses Hidden Feature drauf: verschiedene kurze Videoschnipsel, in denen man Studiopatzer zu sehen bekommt bzw. in denen Drummer Daniel nackt und wie Gollum durchs Studio flitzt. Mein Fazit für die Limited Edition: Kein Muss.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Je nach Blickwinkel 10/10, 8/10 oder nur 5/10 ..., 6. April 2008
In Flames A Sense of Purpose
Nuclear Blast, V.Ö. 4. April 2008
Jeder metal-fan kennt In Flames. Und jeder metal-fan hat irgendein Album von In Flames, dass er vor allen anderen liebt, das er zum Maßstab erhebt. "Verglichen mit The Jester Race ...", "Verglichen mit Clayman ".
Wenn ich ein Maßstab-Album nennen muss, dann ist das "Soundtrack to your escape" (STYE). Lieder wie "The quiet place", "dead alone", "evil in a closet" oder "discover me like emptiness" sind für mich in vielerlei Hinsicht Ideale. In Sachen drumming, in Sachen Atmosphäre, in Sachen Gesang.
Aber gerade der Gesang steinigt ja gerne mal zum Anstoß; Anders wird von vielen für den 'Untergang' von In Flames verantwortlich gemacht, weil er nicht mehr so singt wie auf The Jester Race. Und es stimmt wohl: Seine Stimme ist "clearer" geworden; wirklich "rein" singt er aber immer noch nicht. Dennoch verstehe ich hardcore-fans der alten Alben, wenn ihnen Anders' Stimme von neuerdings aufstößt. Mir hingegen gefällt der Gesang aber sehr gut; zumal ich keinen sooo großen Unterschied zu STYE und Come Clarity (CC) höre. Anders singt jetzt lediglich etwas höher und mit mehr Inbrunst; dafür sind die gefühlvollen Feinheiten im Gesang (außer bei "The chosen pessimist") der neuen gesanglichen Ausrichtung zum Opfer gefallen; jetzt geht es meistens um ziemlich laute Verzweiflung und Wut.
Überhaupt scheinen sich die Songtexte besonders an Depressive zu richten; ASOP ist gar noch weinerlicher als STYE:
"I feel like shit but at least I feel something" (disconnected)
ist ein sehr charakteristischer Vers. Lediglich "Move through me" hat als "call to arms" eine positive Ausrichtung.
"It's there in front of you
Invert this tragedy to come
And reclaim your future
This is a call to arms
One quest at a time" (move through me)
So wie sich die lyrische Stimmung wenig verändert, so verändern sich auch die Songs nicht grundlegend. Der Aufbau der Songs grenzt an identisch (mit kleinen Feinheiten, die genau diese Schema-F-igkeit beim intensiven Hinhören verwischen, weil man mit den Details beschäftigt ist) und eigentlich sticht keiner besonders heraus. Nur "The chosen Pessimist"; weil mit 8 Minuten der längste In Flames-Song ever und ein anfangs äußerst ruhiges Lied, das sich innerhalb seiner epischen Länge in einem crescendo gelungen steigert. Es spinnt die Tradition von "Evil in a closet" und "discover me like emptiness" weiter und klingt an seinem Höhepunkt nach "Come Clarity".
Was dem Album fehlt sind Highlights. Alles wiederholt sich auf sehr hohem Niveau und nur die vielen Details machen die Lieder unterscheidbar (z.B. das kaum hörbare chor-artige traurige Ausatmen im Hintergrund von ein paar Sekunden auf "disconnected". Selten sowas geiles gehört).
Als Fan von In Flames und dem Mangel an Alternativen (von Bands wie Children of Bodom (CoB) oder Amon Amarth gibt es tausend Klone; aber keine Band, die auch nur annähernd nach aktuellen In Flames klingen) habe ich mir die CD natürlich gekauft (obwohl auf myspace alle Lieder offiziell zum Vorhören online waren und ich mir MP3s daraus gemacht hab). Und ich bereue es nicht. Aber ich merke schon, wie andere Musik das Album verdrängt. Vielleicht habe ich mich auch nur vorerst satt gehört durch die Arbeit an meinem Review und die 2 Wochen intensiven Lauschens dafür.
Über-Songs wie "Deny" oder "unto others" vom aktuellen Dimension Zero-Album "He who shall not bleed" finden sich auf A Sense of purpose leider nicht (zwei der Songs, gegen die das neue Material von In Flames angesichts meiner momentanen Hörwünsche nicht ankommt).
Aber immerhin locken die wirklich sehr "catchy" Refrains und ein paar sehr schöne "letzte Minuten"; denn die Essenz und Highlights der meisten Lieder finden sich hier.
Wer In Flames-Fan ist und durch das Suchen und Finden vieler Details Glückserlebnisse hat (was man z.B. auf Dark Tranquillity oder CoB-Alben nicht haben kann), der wird mit A Sense of Purpose - zumindest für ein paar Wochen - sehr glücklich.
Alle anderen sollten-können-dürfen reinhören; aber wer nach frischem melodischen Deathmetal sucht, dem rate ich heißestens zu Eluveities Album "Slania" oder Blood Stain Childs "Idolator" bzw. "mozaiq".
Wenn ich die Qualität der Musik an sich bewerte, dann 10/10; im Vergleich zu STYE (als 10/10-Maßstab) eine 8/10 und im Vergleich zu anderen Bands und Klassikern: 5/10.
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38 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wer "Come clarity" mochte wird auch dieses Album lieben!, 15. März 2008
Nach einer kurzen Pause melden sich die Schweden von IN FLAMES mit ihrem neuen Album "A Sense of Purpose" zurück, dass wie erwartet den Stil von "Come Clarity" fortsetzt und sogar noch einmal um ein deutliches Stück weiter entwickelt hat. Falls jemandem meine 2-Album Theorie noch nicht geläufig sein sollte: Achtet mal bei den IF-Alben auf die Stil-Charakteristiken: "The Jester Race" und "Whoracle" (beide Alben verfolgten noch den alten Melodic Death Metal), "Colony" und "Clayman" (deutlich eingängiger, weniger verspielt, grooviger), "Reroute to remain" und "Soundtrack to your Escape" (Gitarren mehr riff-orientiert, mehr Elektronik) und nun "Come Clarity" und "A Sense of Purpose" (mehr back to the roots, quasi Best of der bisherigen Alben).
So erkennt man eine deutliche Ähnlichkeit zum Vorgängeralbum, wobei man hier die Extreme noch ein bisschen mehr ausgelotet hat. Man kann getrost behaupten, dass IN FLAMES auf "A Sense of Purpose" noch eine Ecke melodischer geworden sind. Vor allem die zweistimmigen Gitarren haben hier einen deutlich höheren Anteil eingenommen. Doch auch was das Drumming betrifft hat man hier noch ein Holzscheit draufgelegt. Daniel zeigt hier deutlich, dass er bezüglich Doublebass und Uptempo-Drumming nichts verlernt hat. Bestes Beispiel ist hier bereits der Opener und erste Singleauskopplung "The Mirrors Truth", der neben den hochmelodischen Gitarren mit fetten Doublebass beeindrucken kann. Zu dem Song wurde übrigens erneut ein Videoclip abgedreht! Übrigens fällt hier auf, dass Anders Fridens Gesang zum einen melodischer, als auch noch eigenständiger geworden ist. Ich würde sogar fast soweit gehen und behaupten, dass er auf diesem Album seine bis dato beste Leistung abgeliefert hat. Aber auch bei "Sober and irrelevant" gibt es ein Grund um das Freudengrinsen nicht mehr aus dem Gesicht zu kriegen: Harmony-Gitarren, wie man sie Anfangs der 90er von den Schweden gewohnt war, dazu noch aggressives Riffing in der Strophe und knallige Up Tempo Beats. Quasi SLAYER goes Melodic Death Metal! Saustark!! "Disconnected" mag vielleicht manche vom Titel her an den Klassiker "Cloud connected" erinnern, musikalisch hat man wenig gemeinsam, da man sich hier deutlich verspielter zeigt. Erneut sehr melodisch, stehen die Gitarren deutlich im Vordergrund. Dafür tendiert Alias mehr in die Richtung des "Reroute to remain"-Hits. Auch wenn man sich ebenso hier vornehmlich auf die 6 Saiten konzentriert, zeigt man hier wieder mehr Elektronik Elemente, wobei vor allem der Refrain sehr genial ausgefallen ist und schon jetzt ein sicherer Live-Hit sein wird! Ebenfalls sehr hervorragend: Der Akustik-Mittelteil! In gleicher Manier gesellt sich "Im the highway" dazu, eine Nummer mit saucoolem Drive, mächtigem Uptempo Beat im Refrain und dezenten aber effektiven Melodien. Auch hier dürfte der Track bei Konzerten die Stimmung sicherlich um einiges mehr anheizen. Auf alle Fälle könnte ich mir hier einen Pogo-Pit sehr gut vorstellen.
Weitere Highlights auf "A Sense of Purpose" sind das über 8 minütige "The chosen Pessimist", welches mich entfernt an das "William Blake" Album von ULVER erinnert, das herausragende "Condemned", zu dem ich eigentlich nichts weiter sagen kann, außer, dass man es selbst anhören muss, da es so genial ist, das an das "Clayman" Album erinnernde "Drenched in Fear" und der Rausschmeißer "March to the Shore", der noch mal ordentlich Dampf macht und viel Abwechslung bietet.
Aufgenommen hat man die Scheibe übrigens zwischen September und November 2007 im bandeigenen Studio, was man auch per Videotagebuch als Fan mitverfolgen und dabei so manche witzige Geschichte beobachten konnte. Fans werden "A Sense of Purpose" sicherlich lieben. Natürlich wird es einige ewige Nostalgiker geben, die nach wie vor auf ein IN FLAMES Album im Stil des Debüts bzw. dem "The Jester Race" Album warten. Ob sich diese Scheibe an diese Fans richtet bleibt fraglich. Allerdings wird sie mit Sicherheit jedem gefallen, der auf melodischen Metal mit Biss steht!
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