Jörg Juretzka lässt es krachen.
Es ist schon erstaunlich, mit wie viel Lust Juretzka Anarchie im Straßenverkehr verbreitet. Erstens ist sein Prota Kristof Kryszinski dauernd von diversen Rauschmitteln benebelt und fährt zweitens genauso dauernd herum. Fahren hat er anscheinend bei den Autoscootern auf dem Jahrmarkt gelernt, denn dabei ereignet sich eine nicht enden wollende Kette von Missgeschicken.
Zum krachenden Finale schrottet er auch noch den Ferrari seines Widersachers.
Das ist der Stoff, aus dem Jungenträume gemacht sind.
All das ist flott und witzig erzählt und mit etlichen Ausfällen gegen gegen dies und das garniert. Ganz nebenbei entwickelt er noch einen unterentwickelten Kriminalfall, der jedoch nur als Tapete und Verklammerung der Vorfälle dient. Der löst sich auch eher zufällig, nachdem er vorher kaum Tiefe erreicht. Das macht aber nichts, denn darum geht es eigentlich nicht.
Im Grund ist es eine Semiparodie auf den trinkenden und dauerklammen private eye des klassischen Kriminalromans.
Fazit: Gute Unterhaltung, wenn man ein Faible für Sarkasmus und Anarchie hat.