Das Buch habe ich mir gekauft, um eine Arbeit über Schweizer Sennenhunde zu verfassen. Ich kenne einige Schweizer Sennenhunde, also sowohl Entlebucher, Appenzeller, Große Schweizer als auch Berner Sennenhunde, kenne die Rassen also. Wenig hilfreich fand ich zum Ersten, dass nicht die Mühe unternommen wird, einigermaßen ausführlich die Charaktere der einzelnen Rassen zu beschreiben, die Beschreibungen sind oberflächlich und geben kein realistisches Bild der Hunde. Die Hunde werden ziemlich über einen Kamm geschoren und die Wesenszüge, die einem zukünftigen Halter wirklich Entscheidungshilfe leisten könnten, fehlen. So wird z.B. nicht wirklich erwähnt, wie wachsam Große Schweizer sein können, dass Appenzeller und Entlebucher es nicht schätzen, von Fremden angefasst zu werden usw.
Weiter enthält das Kapitel über Erziehung Tipps wie einen Hund zur Strafe am Nackenfell zu schütteln, was dem Beutetotschütteln der Caniden nachempfunden ist und dementsprechend einen Hund sehr verunsichert und ängstigt. Laut dem Autor spiele die Lautstärke beim Zurechtweisen eines Hundes keine Rolle. Soll das heißen, es macht einem Hund nichts aus zusammengeschrieen zu werden? Jeder, der ein bißchen Erfahrung mit ängstlichen Hunden hat, weiß, dass das falsch ist.
Zu guter Letzt wird dann ein Kettenhalsband mit Stoppring als Erziehungshilfe angepriesen. Da es diverse Untersuchungen darüber gibt, dass schon ein normales Halsband die Wirbelsäule in der Regel schädigt, kommt ein Kettenhalsband, das am Hals schmerzt, als Erziehungshilfe noch viel weniger in Frage.
Alles in allem kann ich das Buch absolut nicht empfehlen.