Denn was sich unter dem etwas albernen "Senk ju vor träwelling" findet, sollte jeder Bahnnutzer/hasser/sympathisant in seinem Regal haben. Oder besser noch auf seine nächste Bahnfahrt mitnehmen. Es hilft nicht nur, die bizarrsten Situationen rund um das Bahnreisen zu verstehen und zu bewältigen. Man kann dabei auch noch haltlos lachen und hat die tröstliche Gewissheit: "ICH bin normal, ICH will nur reisen." Sprachgewandt, mit viel Detailfreude und bissigem Witz schildern die bahngeprüften Autoren, was jedem von uns passieren kann, der sich in Ermangelung anderer Alternativen oder gar aus Überzeugung diesem Logistikdienstleister anvertraut. Und mitunter kurz davor ist, Gewalt anzuwenden, wenn es um den scheinbar aussichtlosen Kampf um die Fahrkarte, den rechtmäßigen Sitzplatz oder ein Schinken-Käse-Croissant im Bordbistro geht. Urkomisch vor allem die völlig überzeichneten, aber daher umso reelleren Bahntypen. Azubine Jessica Schipp und der gnadenlose Zugbegleiter Kurt Schmöller beispielsweise kommen uns seltsam vertraut vor. Und werden gleich morgen im richtigen Leben (wieder) alles dransetzen, Ihre und mene Reisepläne zu vereiteln. Gnade Ihnen, wenn Sie ihnen schutzlos ohne diesen Überlebensführer ausgeliefert sind... Habe sehr gelacht.