Die zum überwiegenden Teil aus Live-Mitschnitten bestehende Kompilation ist nicht ganz so exzentrisch und verwegen wie ihr Pendant "Hip Priest and Kamerads". Hier wird der noch ganz stark vom Punk geprägte Stil der New-Wave-Mitbegründer aus Manchester deutlich, was man vor allem an Stücken wie "Dead Beat Descendant" und "Squid Law" bemerkt. Vor allem das unter anderem durch sein Intro in die Länge gezogene "Cruiser's Creek" ist ein echtes Muß für jeden, der The Fall auch bei sich zu Hause mal live erleben will, leidet allerdings unter einer nicht besonders tollen Tonqualität. Und natürlich ist auch das fast bei jedem Fall-Konzert gespielte "Hit the North" ein echter Underground-Hit, der auf einer Live-CD nicht fehlen darf. Wer nicht so sehr nach eingänglichen Melodien sucht, kommt in dem Konglomerat "Elf Prefix / L.A." auf seine Kosten. Aber auch die verwegene Verballhornung einer Folk-Nummer mit "Pinball Machine" und das von den Kinks gecoverte "Victoria" setzen eigene Akzente. Insgesamt eine sehr gelungene Live-CD von The Fall! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)