Ich hatte das Buch zwar schon vor einer ganzen Zeit gekauft, aber anfangs nicht über die ersten Kapitel hinweg gekommen und habe mich noch nie bei einem Fantasy-Roman so schwer motvieren können, weiterzulesen oder eine anschliessene Rezension zu schreiben.
Der vierte Teil der Sembia Reihe erscheint im gewohnten illustrierten Einband. Zudem befindet sich am Anfang des Buches eine recht unbrauchbare Karte Sembias und der Umgebung.Zudem das Schwarz-Weiß-Bild einer Frau, die vermutlich die Protagonistin Larajin darstellt.
Die Geschichte ist verständlich geschrieben und leicht zu folgen. Der Erzählstil ist jedoch wenig mitreißend. Bezüglich Rechtschreibung und Grammatik sind mir keine Fehler aufgefallen. Den Schwerpunkt des Buches hat Lisa Smedman auf die Handlung ausgerichtet und gerade am Anfang kommt es nur zu wenigen Kämpfen. Elfenliebhaber werden hier jedoch auf ihre Kosten kommen. Außerdem gibt es viele Eindrücke über Druiden und Kleriker zu gewinnen.
Die Geschichte verlagert sich von Selgaunt weg in die Natur und die Wälder Cormanthors. Aus den vorrangegangenen Werken findet einzig Talbot Uskevren noch Einzug.
Die Haupthandlung erzählt von den (Halb-)Elfen Larajin und Leifander, welcher immer wieder etwas daraus herausbricht. Die erste Hälfte des Buches wirkt wie eine ewig lange Einleitung und weist nur wenige wirkliche spannende Abschnitte auf. Im Verlauf werden zwar weitere Charaktere vorgestellt, doch wirken diese teilweise kaum ausgereift. Die große Enttäuschung macht sich zum Ende breit. Nachdem die Geschichte nun wirklich spannend und aufregend wird, endet diese im letzten Kapitel ohne viel Spektakel auf knapp dreißig Seiten. Der Leser bleibt mit einigen offenen Fragen zurück...