Mit dem Namen Kreisler verbinden die Meisten Begriffe wie "Schwarzer Humor" oder "Kabarett". Dass er mehr als diese Genres zu bedienen vermochte, hat Georg Kreisler oft bewiesen. Die "Seltsamen Liebeslieder" (1961) waren ein Versuch, groteske und surreale Sprachspielereien mit dem Thema Liebe zu verbinden (einen zweiten Anlauf dieser Art hat Kreisler mit den bislang nicht auf CD erhältlichen "Liebesliedern am Ultimo" im Jahr 1979 gemacht). Sie sind, teilweise vorgetragen mit dem Jazz-Combo-Sound der späten Fünfziger, wirklich das, was ihr Titel verspricht: seltsam.