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Selim oder Die Gabe der Rede: Roman
 
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Selim oder Die Gabe der Rede: Roman [Sondereinband]

Sten Nadolny
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Sondereinband: 512 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 13., Aufl. (Februar 1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492207308
  • ISBN-13: 978-3492207300
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 11,9 x 3,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 117.079 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Sten Nadolny
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der eine will um jeden Preis ein großer Redner werden, obgleich ihm nichts schwerer fällt als das freie Sprechen. Der andere träumt von einem sorglosen Leben inmitten einer Schar von Freunden. Nichts scheint Alexander, den neunzehnjährigen Studenten aus Rosenheim, und Selim, den einundzwanzigjährigen Amateurringer aus der Südtürkei, zu verbinden - bis Alexander in Selim den geborenen Erzähler und seinen möglichen Lehrmeister entdeckt.

Autorenportrait

Sten Nadolny, geboren 1942 in Zehdenick an der Havel, lebt in Berlin. Ingeborg-Bachmann-Preis 1980, Hans-Fallada-Preis 1985, Premio Vallombrosa 1986, Ernst-Hoferichter-Preis 1995. Nach seinem ersten Roman "Netzkarte" erschien 1983 "Die Entdeckung der Langsamkeit", in alle Weltsprachen übersetzt, danach "Selim oder Die Gabe der Rede", "Ein Gott der Frechheit" und "Er oder Ich". -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
64 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein wunderbares Buch! 16. April 2001
Von Ein Kunde
Format:Sondereinband
Sten Nadolny schildert in seinem Buch nicht nur die Geschichte des türkischen Einwanderers Selim und die des jungen Deutschen Alexander, sondern vermittelt auch ein Bild der BRD von den 60er bis zu den 80er Jahren. Dabei verfolgt Nadolny einen ganz eigenen Standpunkt, der z.B. die Geschehnisse von 1968 in einem anderen Licht erscheinen lässt als man das normalerweise gewohnt ist. Nadolny versteht es so gut, sich in seine Charaktere hineinzuversetzen und ihren Gefühlszustand mal ernst mal lustig und ironisch zu schildern, dass man dieses Buch kaum aus der Hand legen kann. Ganz wunderbar beschreibt Nadolny u.a. die Ankunft türkischer Gastarbeiter in Deutschland. Man kann dabei herzlich lachen und mitfühlen, bekommt aber auch gleichzeitig ein Bild der BRD aus anderer Perspektive vermittelt. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Sondereinband
Ein sehr langatmiges Buch, das von den 60er Jahren bis in die 90er den Lebensweg der Hauptperson Alexander schildert. Das ganze wechselt von Tagebucheintragungen bis zu der erzählten Geschichte, über die in den Tagebüchern wiederum als Roman geschrieben wird, den unsere Hauptperson schreiben will. Diese Schreibform hat durchaus etwas erfrischendes, weckt das Gefühl, als hätte der Autor hier selbst mitgespielt, und gleichzeitig als wäre dieser Alexander sehr lebendig, ehrlich, wie er da schreibt. Inwiefern sich der Autor hier selbst mit seiner Hauptperson identifizieren kann, interessant wäre es, wenn auch nicht unbedingt wichtig, man stellt sich diese Frage bei diesem Roman jedenfalls leicht aufgrund der Art wie es geschrieben ist.

Inhaltlich wird zum einen das Leben, die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland in genannter Zeitspanne geschildert. Hier erzeugt das Buch eine durchaus gelungene Atmosphäre, allerdings ist der Blickwinkel nicht sehr allgemein gehalten, eher immer aus Sicht der jeweiligen Personen der Handlung, hier natürlich auch aus der der Türken.

Zum anderen werden Gedanken über die Rede, über das Erzählen an sich, über Diskussionen, über politisches Erörtern geformt, treiben durch das ganze Buch dahin, berühren hier und da philosophische Grenzen, um sich schliesslich auch in einfachen Lebensweisheiten wiederzufinden.

Zum dritten wird am Schluss des Romans die Türkei in den Mittelpunkt gerückt. Und die Türken. Hier wird die Atmosphäre gleich noch besser, diesen Schluss habe ich sehr genossen, und gegenwärtig ist die Türkei durch Orhan Pamuk als Literaturnobelpreisträger wieder brandaktuell, und dadurch auch eventuell dieses Buch hier von Sten Nadolny.

Dennoch hat es neben seiner Langatmigkeit auch andere Schwächen. An den im Buch erwähnten Spruch "Man soll eine gute Geschichte nicht durch die Wahrheit verderben" wird sich scheinbar mit Absicht nicht gehalten, was zwar eine gute weil gewagte Idee ist, aber den Leser doch irgendwie ein bisschen enttäuscht zurücklässt. Die Ideen der Hauptperson wandeln sich durch seine launige Art fast zu extrem, zu sehr ein hin und her bei dem man die Richtungen manchmal nicht deutlich ausmachen kann.

Fazit: Trotz kleiner Schwächen ist dieses Buch sehr lesenswert, vor allem für Leute die dieser Generation angehören (ich selbst bin ein zwei Generationen jünger, dennoch war die Atmosphäre auch für mich noch gut fühlbar). Zudem ist wie erwähnt die Türkei ein aktuelles Thema, auch wenn hier die in Deutschland lebenden Türken eher im Mittelpunkt stehen und nicht die Türkei selbst. Eine schöne Beschreibung Istanbuls findet sich dennoch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eher langatmig 1. November 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Die zeitverschobene Erzählungsform hat zu Anfang Neugier geschoffen, obwohl es auch schon recht langatmig daherkam.
Die Auflösung der verwobenen Lebensgeschichten ist letztendlich sehr durcheinander.
Man lernt und hört etwas von der Dramatik der ersten Gastarbeiter und deren biografischer Hintergründe. Wer es noch nicht wusste, kann hier eine Menge Vorurteile revidieren. Nach den Schilderungen des Türkei-Aufenthalts geht es mit den Vorurteilen aber eher voran.
Die Botschaft der Erzähl- und Darstellungskunst und der Rhetorik erschließt sich mir nicht so wirklich schlüssig. Die Analogien zum geborenen Erzähler/Lügner Selim und den erfolgreichen Seminaren des eher (im Selbstbild) unbegabten Alexander ist irgendwo mühsam. Mühsam zu lesen und zu verstehen.
Also: Ich fand das Buch nicht gut.

Nachdem ich von Sten Nadolny "DIE ENTDECKUNG DER LANGSAMKEIT" gelesen hatte, war meine Erwartung sehr sehr viel höher.
Dueses Buch war wirklich gut!
War diese Rezension für Sie hilfreich?

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