Beim Lesen dieses Krimis fühlte ich mich unversehens in die Zeit zurückversetzt, als ich Agatha Christies Detektive-Storys verschlang. Unbescholtene und ehrbare Bürger der honorigen Gesellschaft morden und skurrile Gestalten ' wie die Schwester des Ortspfarrers 'drängen auf die Seligsprechung ihrer Freundin.
Insbesondere der Versuch dieser Seligsprechung und die Schilderung der Liebesgeschichte eines ungleichen Paares werden mit so viel Witz und Charme erzählt, dass es einem richtig leid tut, wenn man am Ende erfährt, dass Frau Hausmann ihren Job als Kommissarin vorerst aufgeben wird. Und somit das Ende dieser Serie angekündigt wird.
Das Autorenduo hat sich meiner Meinung nach 'freigeschrieben'. Die früheren Krimis trafen noch nicht diesen lockeren präzisen Ton.
Mir fiel nur ein kleiner, unwesentlicher Fehler auf: 'Du alte Töle', sagt Malwine Brunner zu ihrem Hund. Das ist nicht bayerisch, sondern vermutlich westfälisch.