Der Originaltitel dieses Buches ist viel treffender: "Feel the fear - and do it anyway" (Spür die Angst - und tu's trotzdem).
Sehr häufig schränken wir uns selbst ein, weil wir Schiss oder regelrechte Ängste haben, etwas zu tun. Dabei ist es völlig natürlich, dass man sich vor Veränderungen Gedanken macht, vorherzusehen versucht, was geschehen wird, oder sich schwer damit tut, aus der eigenen Komfortzone auszubrechen. Anstatt sich nun von diesen Unsicherheiten und Ängsten leiten und bestimmen zu lassen, übervorsichtig zu werden oder sich gar völlig zurückziehen, geht es Susan Jeffers darum, sich der eigenen Gefühle bewusst zu werden, aber mit ihnen umgehen zu lernen.
Beim Lesen merkt man, dass die Autorin weiß, wovon sie spricht (sie lässt außer eigenen Erfahrungen auch praktische Beispiele aus ihren zahlreichen Workshops rund um das Thema Angst einfließen). Ihr geht es darum, einen für sich gangbaren Weg zu finden, die innere Einstellung zu nutzen und sich zu trauen. Dabei lässt sie viele Übungen und Tipps/Methoden einfließen, die dem Leser dabei helfen, seine Ziele anzugehen und umzusetzen. - Das Buch ist nicht für Leute mit richtigen Angststörungen gedacht!
Wenn Sie englische Bücher lesen, empfehle ich Ihnen das Original.
Fazit: "Feel the fear - and do it anyway" ist ein wertvolles und erhellendes Buch. Ich lese es selbst etwa alle zwei Jahre nochmal und entdecke immer wieder etwas Hilfreiches. Es ist auch eines der Bücher, die ich am häufigsten weiterempfehle. Immer mit sehr positiver Resonanz.
Die einzige Einschränkung, die ich machen möchte, ist, dass hin und wieder (nicht oft) eine spirituelle Sichtweise und Glaube an Gott einfließt. Da es aber nur wenige Passagen im Buch sind und der Rest völlig praxisnah ist, stört das auch "ungläubige Thomase" wie mich nicht.