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Selbstständiges Arbeiten im Sportunterricht. Ein Sportmethodenhandbuch
 
 
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Selbstständiges Arbeiten im Sportunterricht. Ein Sportmethodenhandbuch [Broschiert]

Frank Achtergarde
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: Meyer & Meyer Sport; Auflage: 1. Auflage (25. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898992632
  • ISBN-13: 978-3898992633
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 6.064 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Frank Achtergarde
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Wer Frank Achtergardes Buch zum ersten Mal in die Hand nimmt, dem fallen zunächst einmal Umfang und Gewicht auf. Potentielle Leserinnen und Leser sollten sich aber von dieser Seitenfülle nicht abschrecken lassen, denn als Methodenhandbuch konzipiert, lässt sich der inhaltliche Zugang über einzelne Kapitel oder gar einzelne Problemstellungen des Unterrichts sehr gut finden. Zudem bewirkt die leitende Fragestellung (Selbstständigkeitsförderung der Schüler) in ihrer unmittelbaren Praxisausrichtung durchgängig ein Höchstmaß an Neugierde: Man kommt als Leser nicht umhin, die eigene Praxis mit den hier angebotenen Praxisempfehlungen zu vergleichen. Auch wenn Achtergarde damit zunächst einmal sicher jene Lehrerinnen und Lehrer anspricht, die sich vor allem Rezepte und Tipps für eine erfolgreiche Praxis wünschen, so wird sich dennoch auch der stärker theoriegestützt denkende Leser gerne auf die Lektüre einlassen. Dieser findet hier nämlich interessante (und auch außergewöhnliche) Umsetzungsideen von bedeutsamen sportpädagogischen, didaktisch-methodischen und lerntheoretischen Empfehlungen. Bei diesem Abgleich wird er sich das eine oder andere Mal sicher fragen, ob die jeweiligen Praxisempfehlungen denn nun schlüssig, angemessen, umsetzbar oder gar diskutierbar sind. Obendrein ist man immer wieder gespannt, mit welchen methodischen Antworten und einfallsreichen Ideen der Verfasser den jeweils formulierten pädagogisch-didaktischen Ansprüchen gerecht werden will. Ansprechend und kurzweilig wirkt das Buch aber auch auf Grund der klaren und unkomplizierten Sprache sowie der integrierten Schülerzeichnungen und Karikaturen, die auflockernd und anschaulich zugleich sind. Bei einer derart großen Leserfreundlichkeit und Praxisnähe muss man dann in Kauf nehmen, dass die Ausführungen hier und da zu Lasten von Begriffsschärfe und Differenziertheit gehen. Pädagogisches Grundanliegen des Verfassers ist es, Schülerinnen und Schüler ins Sportunterricht so anzuleiten, dass sie in der Folge (auch außerhalb von Schule) selbstständig Sport treiben können. Dieses Erziehungsziel ist unbestritten. So findet der Verfasser in den herangezogenen Didaktiken, Lehrplänen sowie der Motivationspsychologie denn auch leicht die entsprechenden Argumentationshilfen. Soll das Anliegen im und durch den Unterricht tatsächlich zu einer Schülerkompetenz führen, so muss der Sportunterricht entsprechend gestaltet werden. Und dabei gibt es keinen Königsweg, sondern viele Ansatzpunkte. Möglichkeiten und Wege. Grundlegend dabei sind aber nach Achtergarde eine erkennbare Erweiterung des instruktional ausgerichteten Lehr-Lernansatzes durch selbstständiges, kooperatives und problemorientiertes Arbeiten sowie eine weitgehende Mitgestaltung bei der Ausformung des Unterrichts. (aus: Paul Klingen für sportunterricht, Oktober 2008)

Achtergarde erörtert allerdings die Bedeutung der thematisch-inhaltlichen Ausrichtung des Unterrichts für die beabsichtigte Schüleremanzipation nur am Rande bzw. vermittelt dies implizit, schließlich sollen Selbstständigkeit und Handlungskompetenz vor allem über die Wirkung und den Einsatz adäquater Methoden angebahnt werden. In diesem Zusammenhang gebraucht der Verfasser einen stark pragmatisch ausgelegten Methodenbegriff, der folgerichtig eine Fülle von unterrichtlichen Ansatzpunkten zulässt. Mithin spielen Arbeits- und Sozialformen ebenso eine Rolle wie mögliche Lehr-Lernstrategien der Schüler, Umgangsweisen mit Binnendifferenzierung, Selbstorganisationsmöglichkeiten im Unterricht, Mitgestaltungs-, Visualisierungs- und Kommunikationschancen. Aufgenommen werden darüber hinaus auch Ansatzpunkte und Ideen, wie eine Sportlehrkraft mit den besonderen Problemfeldern des Sportunterrichts wie Auf- und Abbau, Störungen, Sicherheitsproblematik etc., auch unter dem Gesichtspunkt der Selbstständigkeitserziehung, umgehen sollte. Das Thema Selbstständiges Aufwärmen und Spielen findet hier ebenfalls seinen Platz und wird in einem von 10 Kapiteln gebührend beachtet. Auf der Mikroebene des Unterrichts sind die Info-Blätter sowie die in der Regel schriftlich fixierten Arbeitsaufträge (mehr als 80 Arbeitsblätter!) von besonderer Bedeutung. Sie sind quasi der Keilriemen des Unterrichtsansatzes. Der Leser findet daher zu jedem Unterrichtsanliegen entsprechende Arbeitsmaterialien, die größtenteils sehr aufwändig und gewissenhaft erstellt sind. Auch wenn man diese sicher nicht ungeprüft übernehmen sollte, so können sie doch vor allem für die Lehrkräfte der Sek. I und II eine sehr sinnvolle Methoden- und Arbeitshilfe darstellen. Grundsätzlich gilt es jedoch zweierlei zu bedenken: Ein Großteil der Ausgestaltung des Unterrichtsanliegens sowie des inhaltlichen Rahmens wird in diesem Konzept a) in die Verantwortlichkeit der Schülerschaft gelegt sowie b) an das Schriftmaterial übertragen. (aus: Paul Klingen für sportunterricht, Oktober 2008)

Zu a) Bei zahlreichen Unterrichtsanliegen scheint die Übertragung der Verantwortung plausibel und unproblematisch zu sein, wobei auch hier immer zu fragen ist, ob die Schülerinnen und Schüler über die nötigen fachlichen und pädagogischen Voraussetzungen verfügen. Bei einigen Problemfeldern (z. B. Umgang mit Unterrichtsstörungen, Sicherheitserziehung) sollte die Lehrkraft allerdings die Gestaltungsspielräume der Schüler besonders sorgfältig mit den Möglichkeiten und Erfordernissen des eigenen Expertentums/der Lehrerverantwortlichkeit abgleichen. In grundsätzlicher Weise gilt dies auch für Fragen der Unterrichtsökonomie. Zu b) Die Informations- und Arbeitsmaterialien führen im Unterricht zu einer umfangreichen und zeitintensiven Lese- und Verstehensarbeit, die zwangsläufig zu Lasten der Bewegungszeit geht. Der Verfasser empfiehlt hier gegenzusteuern, indem die Schüler in vorbereitenden Hausaufgaben bereits zu einer ersten Vorentlastung des Unterrichts gelangen. Selbst wenn dies dauerhaft gelänge, bleibt doch die Frage, ob ein Arbeitsblatt gleichzeitig eine Einstiegs-, Informations-, Erarbeitungs- und Dokumentationsaufgabe übernehmen sollte und kann. Lehrerinnen Und Lehrer sollten daher jeweils für sich klären, ob im Einzelfall nicht auch die gleichen Anliegen über eine mündliche Kommunikation situationsangemessen befördert werden können. Fazit: Wer das selbstständige, kooperative und problemorientierte Lehren und Lernen im Sportunterricht methodenbewusst sowie über Arbeitsmaterialien gelenkt ansteuern will, dem sei das Handbuch von F. Achtergarde nachdrücklich empfohlen. Hier findet man eine Fülle von wichtigen und auch beispiellosen Ansatzpunkten und Ideen für die Gestaltung der Praxis. Viele der Arbeitsmaterialien lassen sich so oder leicht abgewandelt gut im Unterricht einsetzen. (aus: Paul Klingen für sportunterricht, Oktober 2008)

Kurzbeschreibung

Sportunterricht hieß früher in der Regel, dass durch den Lehrer bestimmt wurde, was gemacht wird. Damit war ein eher autoritärer Unterrichtsstil verbunden. Die Zeiten haben sich geändert. Die Schüler wollen den Unterricht mitgestalten. Oft sind sie Experten auf sportlichem Gebiet und haben in einigen Bereichen sogar mehr Erfahrung als der Sportlehrer. Dieses Buch zeigt Methoden auf, wie Schüler auf sinnvolle Weise in die Planung und Gestaltung des Sportunterrichts einbezogen werden können. Damit das möglich ist, müssen Schüler zu Lernexperten in Sachen Sport werden. Das Buch stellt vielfältige Möglichkeiten dazu dar, z. B. die Nutzung von Vereinfachungsstrategien oder das Ausarbeiten von sinnvollen Übungen. Schüler müssen außerdem zu Lehrexperten werden, um ihr Wissen und ihre Ideen effektiv in den Sportunterricht einzubringen. Das Buch liefert viele Hinweise, wie Schüler eigene Arbeitsblätter erstellen, Übungen skizzieren oder Spiele erklären können. Es werden außerdem Arbeitsformen und Rituale vorgestellt, die die selbstständige Arbeit der Schüler fördern. Das Buch hat einen starken Praxisbezug. Mithilfe von über 80 Arbeitsblättern können die Anregungen direkt im Unterricht umgesetzt werden. Dabei finden sich auch zahlreiche Ideen zur Selbstständigkeitserziehung in der Sportpraxis (z. B. Auf- und Abbau, Vermeidung von Unterrichtsstörungen, Aufwärmen, Spielen im Sport). Das Buch richtet sich an Lehrer und Trainer im Bereich Sport und ist auch für den Ausbildungsbereich (Studium, Referendariat, Trainer- und Sporthelferausbildung) zu empfehlen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Mit dem "Sportmethodenbuch" liegt endlich einmal ein praxisbezogenes Buch vor, in dem Schritt für Schritt aufgezeigt wird, wie man Schüler aktiv an der Planung und Durchführung des Sportunterrichts beteiligen kann. Wie der Autor überzeugend darstellt, liegt der Schlüssel dazu in der Wahl von Unterrichtsmethoden, die den Schülern Verantwortung für den Unterricht übertragen und sie gleichzeitig dazu befähigen, dieser Verantwortung auch gerecht zu werden. Die Schüler werden weder als passive Konsumenten von Unterrichtsinhalten noch als verspielte Kinder angesehen, sondern als aktiv handelnde Personen, die selbst Verantwortung für den Lernprozess übernehmen können. In der Rolle des selbstständig Lehrenden und Lernenden, so der Autor, können Schüler zeigen, was wirklich in ihnen steckt.

Der rote Faden "Selbstständigkeitserziehung" wird im einleitenden Kapitel ausgelegt und in dem - für die Reihe "Schulbuch Sport" ziemlich dick ausgefallenen - Werk erstaunlich stringent verfolgt. Dabei werden Themen wie das Erstellen von Arbeitsblättern zu Übungseinheiten, das Erfinden und Variieren von Spielen oder die Entwicklung von Möglichkeiten der Leistungsbewertung durch die Schüler selbst angesprochen. Es irritiert etwas, dass in einem Buch zur Selbstständigkeitserziehung auch Unterrichtsstörungen angesprochen werden. Doch auch hier wird der Zusammenhang im Kapitel selbst schnell deutlich.

Das Buch bietet eine Fülle von praktischen Tipps und Ratschlägen, kopierfähigen Arbeitsblättern und anschaulichen Step-by-Step-Anleitungen für diverse Übungen und Spiele, die direkt im Unterricht eingesetzt werden können. Ich hoffe nur, dass die Bindung des Buches das Kopieren auf Dauer mitmacht.

Fazit:
Im Gegensatz zu manchen anderen Veröffentlichungen zu diesem Thema wird in diesem Buch nicht nur begründet, warum das Konzept der Selbstständigkeit für die Pädagogik so wichtig ist - dieses Buch zeigt auch, wie man dies praktisch umsetzen kann, und zwar in fast jeder Situation, unabhängig etwa vom Alter der Schüler, den räumlichen Gegebenheiten oder dem Lehrplan.

Dieses Buch zu lesen, macht - für ein didaktisches Buch (!) - erstaunlich viel Spaß. Während man noch über den Einfallsreichtum des Autors staunt, freut man sich schon darauf, den einen oder anderen Vorschlag gleich im eigenen Sportunterricht auszuprobieren. Ein ganz besonderer Reiz liegt übrigens in den zahlreichen Illustrationen, die zum großen Teil von den Schülern Frank Achtergardes selbst erstellt worden sind und durch ihre Professionalität ebenso überraschen wie durch ihren Humor. Sie belegen überzeugend die Grundthese des Buches, dass selbstständige Schülerarbeit zu herausragenden Ergebnissen führen kann!

Nun darf man abwarten, ob viele Sportlehrer bei diesem Buch zuschlagen werden. Ich kann nur sagen: Wer ein didaktisch-methodisches Buch zum Thema Sport kaufen möchte, sollte nicht lange zögern.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Gerade der (Schul-)Sportunterricht leidet häufig unter einem Spannungsverhältnis zwischen Theorie und Praxis. Auf der einen Seite stehen die Pädagogen, die sich auf das Bereitstellen eines Sportgerätes (häufig eines Fussballs) zu Beginn der Sportstunde beschränken (hohe Selbstständigkeit der Schüler). Die andere Lehrerfraktion beschränkt die Einflußnahme der Schüler auf ein Minimum. Lehrinhalte werden detailiert vorgegeben.

Herrn Achtergarde gelingt mit seinem Lehrbuch auf vortreffliche Weise das Kunststück, Theorie und Praxis unter einen Hut zu bekommen. Ich, der ich selbst wohl eher zur Fraktion der Fußballspieler gehöre, habe das 400seitige Buch jetzt seit rund 4 Wochen und verwende es eher als Nachschlagewerk. Mehrere Tips und Tricks konnte ich bei mir im Unterricht bereits erfolgreich eingesetzen. Selbst eher dröge Trainingskonzepte wie Zirkeltraining und Aufwärmprogramm kamen bei den Schülern erstaunlich gut an. Auch das entfachte, kreative Potential hat mich überrascht. Ebenfalls positive Erfahrung habe ich mit dem Konzept des "Sicherheitsexperten" und "Methode 66" gemacht.

Falls sich die übrigen 350 Seiten des Buches als ebenso gelungen erweisen, hat Herr Achtergarde wirklich ein Meilenstein in seinem Metier geschaffen. Ich wünsche ihm und letztlich auch den deutschen Schülern, daß sein Werk noch von vielen Sportlehrern gelesen und genutzt wird.

P.S.: Ein besonderes Schmankerl sind die zahlreichen Bilder im Buch - komplett von Schülern des Autors gezeichnet.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Zugegebenermaßen hat mich das 400 Seiten starke Erstlingswerk von Herrn Achtergarde am Anfang etwas eingeschüchtert. Die Zweifel haben sich schnell zerstreut. Der Autor steht trotz eines stabilen theoretischen Backgrounds mit beiden Beinen in der beruflichen Praxis.

Bei näherem Hinsehen kann der Leser viele Juwelen entdecken, seien es Arbeitsblätter, Tricks&Tips oder liebevoll gezeichnete/humorvolle Cartoons. Man merkt mit jeder Seite, daß der Autor mit Herzblut bei der Sache ist und ihm die Verbesserung des Schulsports ein echtes Anliegen ist. Bleibt zu hoffen, daß sein Buch die Verbreitung findet, die es verdient.
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