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Selbstporträt Gebundene Ausgabe – 17. Januar 2014


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Selbstporträt + Einschluss mit Engeln: Gefängnisbriefe vom 31.8.2010 bis 27.10.2011 + Falsche Bilder Echtes Geld: Der Fälschercoup des Jahrhunderts - und wer alles daran verdiente
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 2 (17. Januar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498060635
  • ISBN-13: 978-3498060633
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,6 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14.769 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Atalante on 21. Februar 2014
Format: Kindle Edition
Wolfgang Beltracchi, den die Medien als „Kunstfälscher des Jahrhunderts“ bezeichnen, wurde als solcher 2010 zusammen mit seiner Frau und zwei weiteren Personen verhaftet. Ein Jahr später erhielt das Ehepaar nach einem umfassenden Geständnis Haftstrafen von sechs und vier Jahren. Wolfgang Beltracchi verbüßte sie im offenen Vollzug, seine Frau Helene wurde vorzeitig aus der Haft entlassen.
Das Besondere an dem Fälscher Beltracchi ist, daß er die Originale anderer Maler nicht kopierte, also keine Replik eines bereits existenten Kunstwerks anfertigte. Hätte er diese nicht unter dem Namen der berühmten Kollegen sondern unter seinem eigenen verkauft, wäre es nie zur Causa Beltracchi gekommen und vielleicht auch nie, was äußerst schade gewesen wäre, zum vorliegenden „Selbstporträt “.
Diese von dem Paar gemeinsam verfasste Doppelbiographie zeigt wie Beltracchi sich Künstlern näherte und ihren Stil, Motive, Intentionen und Ausdruckswillen nachzuempfinden suchte. Unter ihrer Signatur kreierte er vermeintlich neue, unbekannte Gemälde, die von den Experten geprüft und in die Werkverzeichnisse aufgenommen wurden.
Sehr neugierig erwartete ich in „Selbstporträt“ einen Bericht Beltracchis zu lesen, nicht über seine Tricks, das wäre zu simpel, nicht über seine Genialität, was zu überzogen wäre, sondern über seine Kunst.
Als dann das rund 600 Seiten starke Œuvre vor mir lag, staunte und stöhnte ich zugleich. Doch alles, was bei derartigen Wälzern sonst zuweilen stört, findet sich hier nicht. Informativ enthüllen die Beltracchis ihr Vorgehen als Fälscher.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von dr.gloebner on 9. Februar 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Ich bin weder Kunstkenner noch aufmerksamer Beobachter dieser Szene. Auf Wolfgang Beltracchi wurde ich durch die Presseberichterstattung vor ein paar Jahren aufmerksam. Vor einigen Wochen sprang mir der Name wieder ins Auge. Meine Neugier war geweckt. Mit Hilfe des Internet verfolgte ich aufmerksam die zum Teil sehr positiven und mit Erstaunen auch die im Ton manchmal extrem ausfallend formulierten Berichte über die Buchveröffentlichung. Der „angestochene“, moralinsaure und oft mehr als unerzogene Ton der Journaille machte mich neugierig.

Ich las ein Buch, dass ich sicher noch manches Mal in die Hände nehmen werde. Witzig geschrieben und voller Überraschungen beschreibt das Paar nicht nur ein außergewöhnliches Leben, man erfährt einiges über Malerei, pikantes über die Kunstvermarkter und darüber wie sich die manchmal selbstherrlichen Vertreter der schreibenden Zunft irren können. Dabei gleitet das Buch nie in Zynismus oder Boshaftigkeit ab. Die Autoren haben sich besser im Griff, als die sie kritisierenden Journalisten.

Meine Meinung: besonders lesenswert und es macht Lust auf das Briefe-Buch, das ich mir noch heute bestellen werde.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von r.c. on 31. Januar 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Nachdem das kurz nach Prozessende erschienene Buch « falsche Bilder-echtes Geld »
> eigentlich nur eine Zusammenfassung der Informationen enthielt, die schon im Spiegel, Der Zeit und der Süddeutschen zu lesen waren, angereichert durch die vage Verdächtigung, dass ein gewisser « André C » Helfer des umfangreichen Fälscherwerks gewesen sei, hier ein tiefer Einblick in das bewegte Leben der Beltracchis mit vielen neuen Informationen.
> Das Buch ist fabelhaft geschrieben, von hoher literarischer Qualität, spannend und, unterhaltsam.
> Es gibt handfesten Einblick in die Welt des Kunstbusiness und seiner Spieler.
> Das geniale « business model » der Beltracchis wird transparent und man erfährt, dass die « Geschädigten » , die ihr Vermögen sicher nicht nur durch ehrliche Arbeit und braves Steuerzahlen erworben haben, dafür sorgen, dass der « Schaden » noch kräftig aufgeblasen wird.
> Interessant auch mit welchem Eifer die Staatsanwaltschaft hier tätig wurde, während sie im Fall der Verkäufer von CDBs und anderer Finanzprodukte , die den « kleinen Leuten » das Geld aus der Tasche gezogen haben, deutlich weniger Engagement zeigt.
> Auch das Geheimnis von « Andrè C » wird gelüftet: Seine Hilfe war bei der Schaffenskraft und dem Tempo von Wolfgang Beltracchi wahrlich nicht von Nöten.
> In Summe ein Buch, nicht nur für Leser, die den Fall Beltracchi weiterverfolgen wollen.
> Eine lohnende Lektüre allemal.
>
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von ingwer on 1. Februar 2014
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
vorausgesetzt man ist kein schon in jungen Jahren vergreister, ewig angepasster Piefke. Denn dann kann das von Beltracchi beschriebene "Lotterleben" mitsamt seinem "Frauenverbrauch", wie das hier an anderer Stelle genannt wurde, schon zu erheblichem Erlebnisneid führen. Für andere, die in dieser Zeit groß geworden sind, oder für Menschen mit Einfühlungsvermögen, gibt es ganz viel Zeitgeist (mit-) zu erleben. Gerade auch die Schilderung seiner Marokko-Reise trifft das damalige Gefühl auf den Punkt, (fast) alle wollten nach Marokko. Und sicher ging es nicht selten so ab wie in Beltracchi's Schilderungen. Es waren, wie beschrieben, eben oft Träume, die mit der Realität des Landes kollidierten. Aber man hatte doch wenigstens mal welche. Seine Rückkehr zur "Bürgerlichkeit", mit Frau und Kindern, liest sich wie ein spannendes Märchen und man kann den beschriebenen Kick nachfühlen, wenn es geklappt hatte mit einem Bilder-Deal. Irgendwer nannte den Roman ein "großartiges Roadmovie", ich schließe mich dem an. Langweilig ist das Buch nie, und so nebenbei entsteht womöglich bei dem einen oder anderen ein Interesse an Malern und ihren Werken, das vorher vielleicht noch nicht so da war. Tja, und zum Schluß habe ich mich gefragt, was mit den Bildern wohl geschieht, die dann mit Bekanntwerden der Fälschung angeblich so plötzlich ihre Aura verloren. Was wird zum Beispiel mit ihr, der wunderschönen "Katze vor Berglandschaft" á la Campendonk .......?
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