- Unbekannter Einband
- Verlag: München, Karl Blessing Verlag GmbH, (2003)
- ASIN: B003HKPZF0
- Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation
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Zunächst geht der Autor sehr gründlich auf die amerikanische Militärkultur ein. Wie sich ein Imperium aus Basen und der ihnen angegliederten Versorgungskultur um den ganzen Globus zieht, wie Konzerne (Halliburton, Brown, Kellogg & Root) das reichlich vorhandene Militärkapital abschöpfen, und wie sich das amerikanische Militär weltweit verselbständigt, als eigener, bürokratischer Machtfaktor, der sich selbst genügt. Wie Bürokraten die Welt mit Stützpunkten pflastern, selbst Verbündete mit ihnen übersät werden. Wie das Militär sich regelrecht seine eigenen Spielplätze schafft, wo ein Offizier im Ausland ein besseres Leben führen kann, als er sich daheim je leisten könnte. Wie gewaltige Betonburgen in Wüsten entstehen, und Swimming Pools für die Air Force am Persischen Golf. Und wie sich US-Militärangehörige weder für Vergewaltigung noch für Totschlag verantworten müssen, wenn es "nur" um die Einheimischen geht.
Zum Ende des Buches geht Johnson noch auf die wirtschaftlichen Folgen der Globalisierung ein, und das mit sehr interessanten Fakten, aber leider doch sehr knapp.
Deswegen führt der Titel auch leicht in die Irre, und insgesamt sollte man das Buch auch eher der Vollständigkeit halber lesen, wenn man an den Auswüchsen amerikanischer Hegemonie interessiert ist. Ausgezeichnet recherchiert ist es auf jeden Fall, aber auch sehr viel einseitiger von der Themenwahl, als der Titel vermuten lässt.
Emmanuel Todd's "Weltmacht USA - Ein Nachruf" ist für an der wirtschaftlichen Machtverteilung in Zeiten der Globalisierung Interessierte eindeutig besser, beide zusammen ergeben aber ein ziemlich abgerundetes Bild über Amerikas Wirken in der Welt.