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Der Selbstmord. Briefe, Manifest, Literarische Texte.
 
 
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Der Selbstmord. Briefe, Manifest, Literarische Texte. [Taschenbuch]

Roger Willemsen
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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462031694
  • ISBN-13: 978-3462031690
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,4 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 698.367 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Fast jeden Tag ist in den Nachrichten von neuen Selbstmordattentaten die Rede. Doch außerhalb des tagespolitischen Diskurses wird der Akt des Selbstmordes noch heute weitgehend tabuisiert. Gegen diese Sprachlosigkeit treten die von Roger Willemsen ausgewählten Texte an, die einen Querschnitt durch die jahrhundertealte Diskussion des Themas bieten. In den hier versammelten Schriften von Seneca bis Camus, von Hume bis zu den Surrealisten wird der Freitod aus der Perspektive unterschiedlichster Disziplinen beleuchtet: Philosophie, Literatur, Medizin, Jurisprudenz, Soziologie, Psychologie, Statistik und Theologie. Ergänzt werden die literarischen und theoretischen Texte von Abschiedsbriefen meist anonymer Selbstmörder, die in ihrer Lakonik oft überraschen und erschrecken. »Bezeichne den Selbstmörder«, heißt es in einer hier abgedruckten Aufzeichnung Strindbergs, »immer nur als einen Unglücklichen, dann tust du Recht; und damit ist alles gesagt«. »Der Selbstmord«, 1986 zum ersten Mal erschienen, ist zu einem vielfach beachteten Standardwerk geworden. Für die Neuausgabe hat Roger Willemsen die Auswahl durchgesehen, neue Texte aufgenommen und das Vorwort auf den neuesten Stand gebracht.

Der Verlag über das Buch

Die umfassendste Sammlung literarischer und theoretischer Texte zum Thema Freitod »Eine bemerkenswerte Dokumentation« Süddeutsche Zeitung

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44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen zwischen überanpassung und mutlosigkeit, 14. Juni 2003
Von 
FrizzText "frizz" (Wuppertal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Selbstmord. Briefe, Manifest, Literarische Texte. (Taschenbuch)
die "grimasse der heiterkeit" zerbricht, wenn uns ein selbstmord bekannt wird. immer hat er etwas von vorwurf an sich, von kapitulation, von erkenntnis, von einsicht in dinge, die andere weiterhin verdrängen - und die der selbstmörder zuvor auch im bewusstsein nicht zugelassen hatte. roger willemsen sucht in seinem sorgfältig zusammengetragenen, 366 seiten starken buch mit respekt vor den menschen, die selbst den tod wählten, einen wissens-zusammenhang aufzubauen, der nicht von verurteilung oder hohn gekennzeichnet ist, nicht vom abschieben in die ecke des wahns oder in die ecke des undurchdachten reflexes - willemsen müht sich darzustellen, dass selbstmord eine erkenntnis-mitteilung ausserhalb der üblichen kommunikations-vorschriften ist. von kafka bis kierkegaard, david hume bis schopenhauer, casanova bis camus, von seneca bis zum attentäter atta (11.sept. 2001): willemsen versucht, das begreifen zu fördern, müht sich, sinn zu behaupten, wo andere gern leichthin sinnlosigkeit konstatieren möchten (damit keine unruhe aufkommt). willemsen zitiert abschiedsbriefe, literaten, philosophen - und die wissenschaft, die am häufigsten mit dem suizid konfrontiert ist, die psychologie. die neueren borderline- und narzissmus-theorien kernbergs und jacobsens lassen sich auf den ausführlich dargestellten alfred adler zurückführen: der hatte ein pendeln zwischen minderwertigkeitskomplex und größenwahn, zwischen ohnmacht und wütender aktion, zwischen zeitweiliger, erpresster unterwürfigkeit und explosivem selbstüberheblichem gegenhandeln, zwischen übermäßigem fleiß und allergrößter mutlosigkeit, zwischen eingesperrtsein und ausbruch konstatiert. ein individuelles kontrastprogramm, das angehörige aufmerksam machen sollte. vielleicht lässt sich rechtzeitig dann noch ein ausweg finden. den gab es wohl bei uwe barschel oder hannelore kohl, rex gildo oder dem fall möllemann nicht mehr.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Von allen Facetten beleuchtet., 17. Januar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Selbstmord. Briefe, Manifest, Literarische Texte. (Taschenbuch)
In diesem Buch findet sich für jeden etwas. Andererseits erscheint jedem auch mindestens ein Beitrag geradezu überflüssig. Von den obligatorischen Abschiedsbriefen über wissenschaftliche Berichte aus dem 18. Jahrhundert, poetische Werke, Beiträge berühmter Persönlichkeiten bis zu der Beantwortung der Frage von französischen Gelehrten, ob der Selbstmord eine Lösung sei, ist nahezu jedes Detail des Themas vorhanden. Es kann niemanden völlig überzeugen, doch verschmähen wird es auch keiner. Eins sei jedoch vorweggenommen: Eine Antwort will und kann dieses Buch nicht geben, da der Tod von jedem selbst erfahren wird, sei es auf die ein oder andere Weise.

Fazit: Ein interessantes Buch, durchaus lesenswert, jedoch nicht unverzichtbar.

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