Zunächst vorneweg: Diese CD ist kein Wunderheilmittel, und sie ersetzt auch keinen Arztbesuch.
Die erste Meditation arbeitet viel mit metaphorischen Bildern. Ruediger Dahlke schafft sozusagen eine Rahmen, den der Hörer mit inneren Bildern spontan ausfüllt. Abschließend ist der Hörer dazu aufgefordert, die Botschaft zu erkennen, die in den einzelnen Bildern steckt, und sie zu einem Gesamtbild zu verknüpfen. Dies mag mehrere Sitzungen benötigen, in denen sich die inneren Bilder vertiefen. Die Idee, die dahinter steckt, ist, den eigenen Beitrag zur Erkrankung zu erkennen; dieser kann auch psychischer Natur sein, indem z.B. bestimmte Potenziale nicht gelebt werden. Natürlich ist dies nicht mit einer ärztlichen Diagnose vergleichbar, und es ist nicht unbedingt leicht, die inneren Bilder zu deuten. Letztlich ist die Frage: Wofür ist meine Erkrankung ein Symptom?
Die zweite Meditation soll wohl die Selbstheilungskräfte anregen. Hierbei spielt es wahrscheinlich keine Rolle, ob man dabei einschläft oder nicht, denn es geht nicht um Erkenntnisse, wie bei der ersten Meditation. Die verwendeten Bilder vom rosa Licht und der heilsamen Schwingung erscheinen dem rationalen Verstand als naiv; ich denke aber, dass es in dieser Meditation vordringlich darum geht, eine positive innere Einstellung zu schaffen, die sich letztlich positiv auf den Verlauf der Erkrankung einwirkt. Wunder sollte man allerdings nicht erwarten, und ich kann auch aus eigener Erfahrung nicht von massiven Erfolgen schwärmen. Auf alle Fälle wirken die Meditationen entspannend, und ich denke, dass sich die erste Meditation auch einsetzen lässt, um "Symptome" wie Ärger, Frust, Wut usw. zu hinterfragen und so psychosomatischen Erkrankungen vorzubeugen.