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4.0 von 5 Sternen
Vergnügliches Lesen, 6. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Selbstcoaching für Manager (Gebundene Ausgabe)
Hier wird Werbung für Coaching charmant verpackt in "Selbstcoaching für Manager". Denn hier geht es nicht um einen Leitfaden für Selbstcoaching sondern darum, Anlässe aufzuzeigen, in denen Coaching sinnvoll und hilfreich sein kann.
Das erledigt Felicitas von Elverfeldt sehr souverän und elegant mit vielen Beispielen aus der eigenen Praxis und sehr amüsanten Methaphern.
Ein netter Lesespass.
Sigrid Goeckel
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5.0 von 5 Sternen
Ich bin anders und top - wozu Coaching?, 21. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Selbstcoaching für Manager (Gebundene Ausgabe)
Kann Selbst-Coaching gelingen? Wo liegen die Grenzen? Wozu Coaching? Einfache Bewertungen werden dem vorliegenden Buch nicht gerecht. So wenig wie vorgefertigte Aussagen Coaching ausmachen. Deshalb arbeitet das Buch „Selbstcoaching für Manager" auch mit vielen Fragen. In kleine Häppchen aufgeteilt, die den verschiedensten „Fischen" in ihren unterschiedlichen Situationen schmecken, führt die Autorin an typische Coaching-Anliegen heran. Plastische Fallbeschreibungen erwecken im „Kopfkino" Bilder des eigenen Berufs(er)lebens und helfen, hinter die Kulissen zu blicken: Was war geschehen? Worin liegen die Ursachen? Habe ich etwas falsch gemacht? Was soll ich nun damit anfangen? Methodische Antwortalternativen, neue Perspektiven und Vorschläge zum achtsamen Umgang mit sich selbst lassen den Leser nicht mit seinen Lebens- und Karriere-Fragen allein, doch beantworten kann er seine Fragen nur für sich selbst. Daher ist „Selbstcoaching für Manager" kein Lese- sondern ein Arbeitsbuch. Jedes einzelne Kapitel reift, wenn man es erneut zur Hand nimmt. Eine Prise Humor und ein Schuss Lyrik machen die Lektüre leicht verdaulich. So kann Selbst-Coaching gewagt werden. Doch: "Lässt sich Geduld lernen?"
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4.0 von 5 Sternen
Beste Werbung für Coaching, 6. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Selbstcoaching für Manager (Gebundene Ausgabe)
Kein DAX-30-Unternehmen verzichtet heute mehr auf Coaching. Doch weil das Angebot an Coaches trotzdem grösser als die Nachfrage ist, greifen viele in die Tasten und schreiben. Denn ein eigenes Buch erhöht den Marktwert. Felicitas von Elverfeldt legitimiert ihr Buch allerdings lieber mit der selbstlosen Meinung, es könne zu diesem hochsensiblen Thema gar nicht genügend Bücher geben. Vor allem wenn sie praxisbezogen angelegt sind und fundiert Erfahrungen und Fachkompetenz weitergeben.
Selbstcoaching für Manager. Soll der Titel den Leser tatsächlich dazu verführen auf das Angebot der Autorin zu verzichten und sein eigener Trainer zu sein? Wohl kaum. Daher trifft der Klappentext den Sinn und Zweck des Buches weit besser, wenn dort steht: „Felicitas von Elverfeldt vermittelt einen anschaulichen Einblick in das Vorgehen aus der Praxis für die Praxis." Das Buch ist also keine Work-Life-Balance-Ratgeber, keine Anleitung zur Selbstfindung, kein Übungsbuch für Mentaltraining oder Ähnliches.
Der langen Einleitung kurzer Sinn: Meine Beurteilung dieses Buches geht davon aus, dass es kein Ratgeber zum Selbstcoaching ist, sondern dem Leser sagt, worin die Aufgabe des Coachings besteht, wie es funktioniert, welche Fragen sich bei der Auswahl stellen und ob der Ansatz der Autorin für ihn geeignet sein könnte. Würde das nicht falsch verstanden und gegen die Autorin ausgelegt, würde ich von einer 127-seitigen Informationsbroschüre sprechen. Und zwar einer hervorragend gemachten.
Was ein Adler auf dem Hühnerhof macht, wenn er dazu gehören will, also die Grenzen der Individualität, beantwortet die Autorin gleich zu Beginn, um dann den Weg zu einer realistischen Selbsteinschätzung, den Feinschliff eines Diamanten aufzuzeigen. Wohltuend macht sie danach klar, dass sich der Umgang mit Perfektionismus lernen lässt. Das ist zwar nicht einfach, aber noch immer leichter als sein Selbstwertgefühl zu stärken. Die Kunst des Nein-Sagens ist Gegenstand des fünften Kapitels. Um Geduld, Gefühlsmanagement und Gelassenheit geht es in den folgenden drei Kapiteln. „Ich führe, also bin ich" heisst es danach, gefolgt von der Anglerweisheit, dass der Köder dem Fisch schmecken muss. Bevor es im zwölften Kapitel um die Erotik der Macht geht, erfährt der Leser die Ansichten der Autorin zu Geschlechterfrage. Das letzte Wort, bzw. Kapitel gehört dann noch der Work-Life-Balance und dem Schlachtruf „Ein entschiedenes Vielleicht". Im Anhang finden sich schliesslich Übersichten zentraler Fragen sowie ein Literaturverzeichnis. Darin ist allerdings kein einziger Titel aus dem Reich der Hirnforschung aufgeführt, obwohl sich die Autorin immer wieder auf deren Erkenntnisse beruft. Daher überraschte es mich auch nicht, dass die Leser auf das Links-Rechts-Schema im Gehirn getrimmt werden, ohne dass dies für die Praxis viel bringen würde.
Mein Fazit: Die Autorin hebt sich klar und wohltuend von den höllerschen Positivdenkern ab. Sie zeigt die Möglichkeiten und Grenzen von Coaching auf, lässt die geringe Wirkung von Lernen durch Einsicht durchschimmern, weist auf Ungereimtes hin, nimmt ihre Leser in die Verantwortung und verführt sie gleichzeitig auf charmante Weise dazu, sich mit dem Gedanken eines Coachings anzufreunden. Das Buch von Felicitas von Elverfeldt beweist, dass Werbung unterhaltsam, informativ, kurzweilig und liebevoll sein kann.
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