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Selbstbewußt. Die Psychologie eines Lebensgefühls.
  
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Selbstbewußt. Die Psychologie eines Lebensgefühls. [Taschenbuch]

Rudolf Dreikurs
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Broschiert --  
Taschenbuch, 1995 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: DTV Verlag, München, (1995)
  • ASIN: B001G67FNW
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.548.275 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
170 von 179 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein spannendes Ratgeberbuch 2. September 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der amerikanische Psychologe Rudolf Dreikurs hat dieses wirklich spannende Buch schon 1971 veröffentlicht,aber trotzdem ist es auch heute noch aktuell. Dem Autor gelingt es sehr gut, dem Leser klar zu machen, woher eigentlich seine Gefühle der Minderwertigkeit herrühren. Und dazu geht er von ganz anderen Prämissen aus, als dies in vergleichbaren Büchern zum selben Themenkomplex der Fall ist. Dort ist ja meist schon nach recht kurzer Zeit deutlich geworden, wo "der Hase im Pfeffer liegt": Schuld sind immer die Eltern (sprich in den meisten Fällen die Mütter; Väter kommen irgendwie nie vor...), die es einfach nicht richtig hinbekamen, uns ordentlich großzuziehen, so daß wir alle stolz und gelassen durch das Leben ziehen könnten. Die meisten solcher Ratgeber gipfeln dann in dem wirklich hilfreichen Ratschlag "Nun seid mal ein bißchen selbstbewußter; die anderen kochen ja auch nur mit Wasser..." Anders dagegen Dreikurs Ansatz: Er betrachtet das Thema von einem eher gesellschaftlich-politischen Standpunkt aus und macht deutlich, daß mit der Entstehung einer demokratisch ausgerichtetn Gesellschaft an den Einzelnen ganz andere Ansprüche - auch in seiner ganz privaten Lebensführung - gestellt werden. Es gibt jetzt keine übergeordnete Personen (sei es ein Staatslenker oder das patriachale Familienoberhaupt), die einem Jeden den Platz in der Gesellschaft zuweisen. Jeder muß sich nun im Rahmen einer Gemeinschaft (idealerweise) völlig Gleichberechtigter seinen Platz suchen. Leider sind wir immer noch aus dieser undemokratischen Vergangenheit heraus (auch vergangener Generationen) daran gewöhnt, einen möglichen "Chef" mit unseren Fähigkeit so stark zu beeindrucken, daß wir hoffen, durch dessen Lob endlich etwas wert zu sein, um endlich Anerkennung zu finden. Aber in einer demokratischen Gesellschaft gibt es nun kein solches Oberhaupt mehr (oder nur in erheblich weniger deutlichem Ausmaß), aber es ist nun wichtiger geworden, daß jede und jeder in einem bislang nicht gekannten Maße seinen eigenen Wert selbst bestimmt und findet, mit anderen Worten: also wirklich erwachsen wird! Dazu lädt Dreikurs den Leser ein und gibt auch viele gute Tips und Hilfestellungen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Berner TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Im Jahr vor seinem Tod erschienen, ist dieses Buch das Vermächtnis von Rudolf Dreikurs: Ein Werk, das hilft, die Konflikte unserer Zeit besser zu verstehen und eine Lösungsperspektive zu erkennen. Nicht einfach zu erschließen, aber sehr lesenswert.

Was hat den Verlag bloß geritten, den treffenden Originaltitel "Soziale Gleichwertigkeit - Die Herausforderung unserer Zeit" in die ebenso banale wie irreführende Überschrift "Selbstbewusst - die Psychologie eines Lebensgefühls" zu ändern? Wer das Buch kauft, um etwas für sein Selbstbewusstsein zu tun, kann sich einer Enttäuschung sicher sein, denn darauf geht es allenfalls indirekt ein, und leicht umsetzbare praktische Tipps hierzu gibt es erst recht nicht. Doch auch wenn das gar nicht mein Anliegen war, habe ich mir mit dem Buch ungewöhnlich schwer getan. Monatelang habe ich es in meiner Aktentasche durch die Gegend getragen, immer wieder einzelne Abschnitte gelesen, zuweilen sehr angesprochen, zuweilen eher ratlos. Wäre es nicht das letzte Werk von Rudolf Dreikurs, eines Individualpsychologen der zweiten Generation, der die Gedanken von Alfred Adler (1870 - 1937) kongenial weiterentwickelt hat, hätte ich es wohl längst zur Seite gelegt. Erst beim zweiten Lesen wurde mir klar, dass es sich nicht nur um ein bedeutendes Werk der Individualpsychologie handelt, sondern wohl um ein Schlüsselwerk zum Verständnis unserer Epoche.

Der Psychiater und Pädagoge Rudolf Dreikurs - 1897 in Wien geboren, vor den Nazis in die USA geflüchtet und 1972 in Chicago gestorben - war Schüler Alfred Adlers und trug wesentlich dazu bei, Adlers Individualpsychologie in den USA und in Israel zu verbreiten. Sein Buch, in die Zeit der Studentenrevolte und der Anti-Vietnamkriegs-Bewegung hineingeschrieben, widmet sich der Frage: Wie können Eltern und Kinder, Männer und Frauen, Lehrer und Schüler, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Schwarze und Weiße und generell die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppierungen zu einem neuen Verhältnis finden? Wie können sie es schaffen, sich aus ihren verbissenen Machtkämpfen zu lösen und zu einer Kooperation zu finden, die von einem respektvollen Miteinander statt von einem entwertenden Kleinkrieg geprägt ist? Und was können die Erkenntnisse der Individualpsychologie hierzu beitragen?

Dreikurs' programmatische Antwort ist in dem ursprünglichen Titel prägnant zusammengefasst: "Soziale Gleichwertigkeit - die Herausforderung unserer Zeit". Seine zentrale These ist, dass es in einer demokratisch gewordenen Gesellschaft nicht mehr möglich ist, autoritär zu erziehen oder autoritär zu führen. Es ist schlicht die Legitimation dafür verloren gegangen, private wie gesellschaftliche Beziehungen auf Über- und Unterordnung aufzubauen: Das wird von denen, denen früher jeweils die untergeordnete Position zugewiesen wurde, ganz einfach nicht mehr akzeptiert; sie lehnen sich dagegen auf. Der Versuch, dennoch die alte (Über-)Ordnung wiederherzustellen, führt laut Dreikurs unweigerlich dazu, dass sich sowohl Individuen wie gesellschaftliche Gruppen in ebenso unproduktiven wie aufreibenden Machtkämpfen verstricken: Machtkämpfe zwischen Ehepartnern, zwischen Frauen und Männern, Eltern und Kindern, Schülern und Lehrern, Vorgesetzten und Mitarbeitern, Gewerkschaften und Arbeitgebern, aber auch zwischen ganzen Völkern.
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Bewährt 10. Januar 2009
Von Leseratten TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Rudolf Dreikurs, einem bekannten amerikanischen Psychologen gelingt es sehr gut, dem Leser klar zu machen, woher Gefühle der Minderwertigkeit kommen.
Er geht von anderen Voraussetzungen aus, als dies in vergleichbaren Büchern zum selben Thema der Fall ist. Dort wird meist schon nach kurzer Zeit deutlich, wo "der Hase im Pfeffer liegt" (Schuld sind immer die Eltern).
Anders dagegen bei Dreikurs: Er betrachtet das Thema vom gesellschaftlichen Standpunkt. An den Einzelnen werden heute ganz andere Ansprüche - auch in seiner ganz privaten Lebensführung - gestellt. Es gibt keine übergeordnete Personen (Staatslenker oder Familienoberhaupt), die einem Jeden den Platz in der Gesellschaft zuweist, die Richtung vorgibt und den Wert einer Person bestimmt. Nein, jeder muß sich seinen Platz, seinen Weg suchen und seinen Wert finden. Leider sind wir immer noch daran gewöhnt, einen möglichen "Chef" mit unseren Fähigkeit so stark zu beeindrucken, daß wir hoffen, durch dessen Lob endlich etwas wert zu sein. Aber in einer demokratischen Gesellschaft fehlt dieses Oberhaupt. Das führt zu Enttäuschung und Selbstzweifel, das hungrig ersehnte positive feedback bleibt ebenso aus, wie die Anerkennung.
Es ist statt dessen wichtiger, daß jede und jeder in einem bislang nicht ekannten Maße seinen eigenen Wert selbst bestimmt und findet, mit anderen Worten: also wirklich erwachsen wird! Dazu lädt Dreikurs den Leser ein und gibt auch viele gute Tips und Hilfestellungen.
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