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Selbs Mord [Taschenbuch]

Bernhard Schlink
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

April 2003
Selb könnte sich allmählich auf den Lebensabend einstellen. Er sieht es selbst: Die wenigen Aufträge, die der 70-jährige noch an Land zieht, lohnen das Büro kaum. Dann bekommt er einen Auftrag, der weder seinen Auftraggeber noch ihn im Grunde interessiert. Aber ausgerechnet in diesen Fall verstrickt sich Selb immer tiefer. Merkwürdige Dinge ereignen sich in einer alteingesessenen Schwetzinger Privatbank, deren Besitzer seit neuestem auch Eigentümer einer Bank in Cottbus ist. Die Spur des Geldes führt Selb von West nach Ost,von einer Nachwendeniederlage in die andere. Und am Ende stellt sich Selb die Frage, ob er sich auf seine alten Tage mit dieser Sache nicht übernommen hat.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 11., Aufl. (April 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257233604
  • ISBN-13: 978-3257233605
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 11,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 64.531 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

"Bernhard Schlink wird 1944 in Bielefeld geboren und wächst in Heidelberg auf. Nach dem Abitur studiert er Jura, promoviert über die 'Abwägung' und schreibt beim späteren Verfassungsrichter Böckenförde seine Habilitation über die 'Amtshilfe'. Seine erste Professur für Verfassungs- und Verwaltungsrecht führt ihn nach Bonn. 1990 erhält er einen Ruf als Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an die Humboldt-Universität Berlin, wo er noch immer tätig ist. 1987 tritt er erstmals als Schriftsteller hervor, mit dem Krimi 'Selbs Justiz', der 1991 unter dem Titel 'Der Tod kam als Freund' von Nico Hoffmann für das ZDF verfilmt wurde. Weitere Krimis schließen sich an: 'Die gordische Schleife', für die er den Krimipreis 'Glauser' erhält, und 'Selbs Betrug'. 1995 erscheint der Weltbestseller 'Der Vorleser'."

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Roman in teils zusammenhanglosen Teilen 23. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe Schlinks Roman zuerst gelesen, weil ich lange in Heidelberg gelebt habe. Dann war ich vom Vorleser und Selbs Geschichten begeistert. Jetzt hat Schlink viele Gedanken verarbeiten wollen: das Altwerden, die deutsche Befindlichkeit und die jüdische Geschichte in Deutschland. Verdienstvoll. Literarisch hat es Schlink aber nicht miteinander verweben können. Die Überfrachtung mit der russischen Mafia macht eine Befassung mit den deutsch-deutschen Verlierern nicht möglich. Selb scheint der Sache insgesamt nicht gewachsen zu sein. Aber der Autor hätte deshalb eher den Überblick behalten sollen um Selbs Erfahrungen klarer und erzählerisch logischer, überschaubarer aufzubauen. Wer den Vorleser kennt, ist hier etwas enttäuscht. Durchschnittliche Kriminalromane gibt es viele, dazu hätte es Selb III nicht bedurft. Ich hatte beim Lesen den Eindruck, Schlink hatte wieder eine grosse Fülle interessanten Stoffs. Aber diesmal hat er ihn nur fast lieblos aneinander gereiht. Beispielsweise hängen die beiden Stürze ins Berliner Wasser völlig in der Luft. Warum sagt Selb auch hinterher und vor dem zweiten Mal nicht was ihn bewegt, was er anders machen will und warum? Und vor allem: was hat es mit der Geschichte zu tun? Das nächste Mal möge sich der Autor wieder mehr anstrengen. Er kann es ja als einer der besten zeitgenössischen Erzähler.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Versöhnlicher Abschluß 30. Juni 2005
Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
„Am Ende" sind das erste und das letzte Kapitel dieses abschließenden Romans der Trilogie überschrieben. Selb ist über siebzig, hat gesundheitliche Probleme, verschließt die Zigaretten im Schrank, um den Weg zum ersten Zug zu verlängern, aber eigentlich ist er sich mehr als bewußt, daß die Zeit verrinnt. Seine Welt verringert sich, auch physisch; die Freunde sterben weg. Einzig Dauerfreundin Brigitte, die noch immer auf den Antrag wartet, scheint verläßlich zur Seite zu stehen.

Zufällig lernt Selb den Bankdirektor Welker kennen, dem eines der wenigen privaten Bankhäuser gehört, die es über die Rezession und den zweiten Weltkrieg hinweg geschafft haben - allerdings nicht ganz ohne fremde Hilfe. Es gab einen stillen Teilhaber, und Selb wird beauftragt, das Geheimnis um diese graue Eminenz zu enthüllen. Doch das ist nur ein Ablenkungsmanöver. Bald steht der alte Detektiv in einem Sumpf aus Geldwäsche, dubiosen Ostgeschäften und Mord.

Das letzte Buch der Serie stimmt versöhnlich und knüpft an die fulminante sprachliche und erzählerische Dichte des ersten Teils an. Insgesamt stellt sich die Selb-Trilogie dieserart als überaus lesbare, politisch ambitionierte und genau beobachtete Krimireihe dar, die zugleich anspruchsvoll und leicht daherkommt, dabei einige dunkle Kapitel auch der jüngeren deutschen Geschichte beleuchtet, ohne den Zeigefinger zu heben.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Selbs Herlichkeit 29. Januar 2004
Format:Taschenbuch
In diesem dritten Buch über den Mannheimer Privatdetektiv Selb wird deutlich, dass es sich um eine Trilogie handelt und somit ein Abschluss der Thematik Selb erreicht ist.
Selbs Alter wird in dem Roman nie genau genannt (er wird von einem Gesprächspartner „alter Kacker" geschimpft), aber er müsste so um die 70 sein. Aufträge erhält er nicht mehr viele und gesundheitlich geht es ihm schlecht. Somit wird sein letzter Fall, den er zufällig erhält, als er einem Autofahrer bei einer Panne behilflich sein kann, zunächst eher beiläufig erzählt. Er soll eine kleine Nachforschung für eine Schwetzinger Privatbank erledigen. Allerdings fallen ihm bei seinen Nachforschungen einige Merkwürdigkeiten auf, sodass er immer tiefer in die Geschichte eintaucht und dabei aufregende Details herausfindet, die sich im Bereich deutsche Wiedervereinigung, Russenmafia und Ossi-Abzocke bewegen. Irgendwann übersteigt Selbs persönliches Interesse den ursprünglichen Auftrag und die Dinge gewinnen eine eigene Dynamik.
Da ich lange Zeit in Mannheim gewohnt und gearbeitet habe, gefällt mir an dem Buch zunächst einmal der große Wiedererkennungswert in der Beschreibung der Stadt. Weiterhin habe ich die beiden ersten Selb-Bücher gelesen und fand sie gut und drittens ist Schlinks Prosa in ihrer knappen, aber treffenden Form sehr lesenswert.
Nicht gefallen hat mir an dem Buch, dass die Krimihandlung, die furios und spannend startet, etwa zur Hälfte des Werkes doch deutliche Längen aufweist und ein leichtes Gähnen des Lesers nicht verhindern kann.
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2.0 von 5 Sternen Arg konstruiert
Keine Empfehlung diesmal. Die Story ist arg konstruiert, oft fehlt der Zusammenhang. Wuerden ein pensionierter Polizeibeamter und ein Chirurg sich wirklich an Freiheitsberaubung... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von J. Steinseifer veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Lustlos
Detektiv Selb ist alt und träge geworden, aber noch schlimmer wiegt, dass der Autor das Interesse an seiner Figur verloren zu haben scheint und so zieht sich die konstruierte... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Mai 2011 von Swen Piper
4.0 von 5 Sternen Dritter und letzter Fall
Trotz vieler Negativrezensionen habe ich mir auch den dritten und letzten Band der Selb-Triologie besorgt, gelesen und keinesfalls bereut. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2009 von Ben
3.0 von 5 Sternen kann nicht an die beiden ersten Fälle anknüpfen
Walter Popp und Bernhard Schlink schufen mit dem eigenbrötlerischen und schrulligen Privatdetektiv Gerhard Selb eine Figur, die durchaus das Zeug dazu hat, Marlowe und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Januar 2009 von Wolfgang Gonsch
5.0 von 5 Sternen Sicherlich einer der besten deutschen Krimis
So klug und unterhaltsam zugleich ist ein Krimi nur selten. Vermutlich ist Krimi sogar das falsch Wort, es ist eher ein Roman mit gesellschaftsanalytischem Anspruch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Juli 2007 von Rita Mohl
5.0 von 5 Sternen Alle guten Dinge sind drei
In einem Alter, in dem sich die meisten Menschen schon zur Ruhe gesetzt haben, muss Selb, trotz gesundheitlicher Beschwerden, weiter arbeiten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Oktober 2005 von Wolfgang Haan
1.0 von 5 Sternen Selbs Überschätzung
Der alternde Privatdetektiv Gerhard Selb erholt sich gerade von Herzbeschwerden, als ihn der Inhaber der alteingesessenen Schwetzinger Privatbank "Welker und Weller" damit... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. August 2005 von weiser111
5.0 von 5 Sternen Spannend von A bis Z
Empfohlen wurde mir dieses Buch durch eine Freundin. Es lag eine zeitlang ungelesen herum. Eines Abends wollte ich mir ein paar Seiten zu Gemüte führen - und konnte es... Lesen Sie weiter...
Am 24. April 2005 veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Die Privatbank
Unverblümte, direkte Sprache und das Thema auf den Punkt gebracht. So schreibt Bernhard Schlink und verhilft damit seinen drei Romanen ("Selbs Justiz"/"Selbs Betrug"/"Selbs... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Juni 2004 von Krimi-Vielfraß
2.0 von 5 Sternen Zum Glück der letzte Fall, oder??!
Wenn das der letzte Fall für Selbs ist, bin ich wirklich froh. Schlinks Sprache ist zwar wiederum ein Genuss für sich, aber der plot der Geschichte wirkt für mich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Januar 2004 von variety
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